{"id":221,"date":"2015-10-14T09:42:44","date_gmt":"2015-10-14T07:42:44","guid":{"rendered":"http:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/?p=221"},"modified":"2015-10-14T09:42:44","modified_gmt":"2015-10-14T07:42:44","slug":"vom-unverstandenen-schwein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/2015\/10\/14\/vom-unverstandenen-schwein\/","title":{"rendered":"Vom unverstandenen Schwein"},"content":{"rendered":"<p>Islam und Judentum bezeichnen das Schwein als &#8222;unreines&#8220; Tier und belegen es mit einem Verzehrverbot f\u00fcr ihre Anh\u00e4nger. Daf\u00fcr isst man Schaf und Ziege. Allerdings haben beide Religionen im Biologieunterricht nicht aufgepasst.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Das Schwein wird als unrein bezeichnet, weil es angeblich die eigenen Exkremente verzehrt, was allerdings hahneb\u00fcchener Unfug ist. Schweine sind &#8211; wie die Menschen &#8211; Allesfresser, und aus verschiedenen Gr\u00fcnden ist gerade der Kot von Alles- und Fleischfressern im Allgemeinen wenig gesundheitsf\u00f6rdernd, weshalb der Genuss evolutionstechnisch unterdr\u00fcckt wurde (wer sich nicht dran h\u00e4lt, stirbt halt aus). Schweine sind daher fast noch leichter als Hunde stubenrein zu bekommen. \u00dcber gut ein Jahrtausend wurde selbst in St\u00e4dten das Haussschwein gehalten, das Nachts im Haus des Besitzers schlief, tags\u00fcber sich auf den Stra\u00dfen als M\u00fcllwerker bet\u00e4tigte. Man pflegte fr\u00fcher Abf\u00e4lle einfach auf die Stra\u00dfe zu kippen, so dass f\u00fcr Schweine noch gen\u00fcgend angegammeltes Gem\u00fcse und \u00e4hnliches, was der Mensch sich nicht mehr zumuten wollte, zu finden war. Ein nicht stubenreines Schwein w\u00e4re allerdings keine Option gewesen.<\/p>\n<p>Gibt man Schweinen gen\u00fcgend Raum, so pflegen sie spezielle Toilettenpl\u00e4tze anzulegen, wie man in Zoos sehr leicht beobachten kann (bei Bewegungsenge in der Massentierhaltung f\u00e4llt das aus Platzmangel allerdings aus). Auch bei den allgegenw\u00e4rtigen Spuren der Nahrungssuche der Schweine im Wald sucht man F\u00e4kalien vergebens. Schweine sind &#8211; auch darin den Menschen \u00e4hnlich &#8211; reinliche Tiere. Zudem haben insbesondere Schweine die Besiedlung Europas durch den Menschen gef\u00f6rdert, da sie eine breit verf\u00fcgbare Quelle tierischen Proteins, das aufgrund der eingeschr\u00e4nkten botanischen Vielfalt notwendig f\u00fcr eine halbwegs gesunde Entwicklung des Menschen ist, darstellen. Ohne Schweine h\u00e4tte die Besiedlich ab einer gewissen Dichte Probleme bereitet.<\/p>\n<p>Das &#8222;reine&#8220; Schaf dagegen ist, zumindest in der Form Hausschaf, genau die gegenteilige Hausnummer. Reiner Grasfresser und Herdentier kackt und pinkelt es, wenn es ihm gerade danach ist, und der n\u00e4chste rennt durch, legt sich rein oder frisst Gras mit was dran. Biologisch sind Vegetarier unter den Tieren nicht selten auf Wiederaufnahme von Kot eingestellt, da verschiedene lebensnotwendige Stoffe erst durch die Bakterien im Darm gebildet und nur durch eine Wiederaufnahme verwertbar werden. Man kann das Verhalten auch sehr leicht in Schafzuchtgebieten wie Deichen an Fl\u00fcssen oder Meeren beobachten.<\/p>\n<p>Fazit: das unreine Schwein macht genau das, was ihm die religi\u00f6sen Spinner vorwerfen, n\u00e4mlich seinen eigenen Kot fressen, nicht, w\u00e4hrend das reine Schaf genau das macht. Was soll also dieser religi\u00f6se Unfug?<\/p>\n<p>Bez\u00fcglich des Islams ist das leicht zu beantworten: der gute Mohammed hat einfach alles bei den Juden abgeschrieben. W\u00fcrde VroniPlag den Koran pr\u00fcfen, w\u00fcrde man so viele abgeschriebene Stellen ohne hinreichenden Quellennachweis finden, dass es bei Mohammed nicht nur zur Aberkennung eines Doktortitels, sondern sogar zur Aberkennung des Hauptschulabschlusses reichen w\u00fcrde. Aber den scheint er ohnehin nicht zu haben, da man obige Zusammenh\u00e4nge auch an der Hauptschule lernen kann.<\/p>\n<p>Bez\u00fcglich des Judentum lassen sich nur Vermutungen anstellen, die in der Regel in Richtung auf leichte Verderbnis und Trichinenbefall und damit auf schwere gesundheitliche Gefahren f\u00fcr den Menschen hinauslaufen. Wie kann man den Menschen vor sich selbst sch\u00fctzen? Eine der effektivsten Methoden ist die Religion, und die falsche Haltung von Tieren &#8211; enge Pferche, in denen sie keine speziellen Toilettenpl\u00e4tze einrichten konnten &#8211; gepaart mit den vergleichsweise eklige riechenden Absonderungen von Schweinen gab vermutlich eine einsehbare Begr\u00fcndung, warum Gott ausgerechnet dieses Tier vom Speiseplan strich. Das Gott ausgerechnet dieses Tier in anderen Gegenden zur Grundlage der Besiedlung durch den Menschen machte, war bei dem begrenzten Horizont der Leute damals unerheblich.<\/p>\n<p>Solche Geschichten verselbst\u00e4ndigen sich im Laufe der Zeit. Geblieben ist der begrenzte geistige Horizont strengl\u00e4ubiger Juden und Moslems.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Islam und Judentum bezeichnen das Schwein als &#8222;unreines&#8220; Tier und belegen es mit einem Verzehrverbot f\u00fcr ihre Anh\u00e4nger. Daf\u00fcr isst man Schaf und Ziege. 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