{"id":2171,"date":"2018-10-26T12:10:25","date_gmt":"2018-10-26T10:10:25","guid":{"rendered":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/?p=2171"},"modified":"2018-10-26T12:10:25","modified_gmt":"2018-10-26T10:10:25","slug":"loesungen-des-rentenproblems","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/2018\/10\/26\/loesungen-des-rentenproblems\/","title":{"rendered":"L\u00f6sungen des Rentenproblems ?"},"content":{"rendered":"<p>Zu viele Menschen sind ein Problem &#8211; nein, nicht ein Problem, sondern das Problem, wenn man die Ressourcen der Erde betrachtet. Deshalb braucht man weniger Menschen und nicht mehr. In manchen Industrienationen wie Deutschland funktioniert das Schrumpfen anscheinend von alleine, <!--more-->in anderen L\u00e4ndern wie China hat die F\u00fchrung mit der 1-Kind-Politik erfolgreich an dieser Schraube gedreht. Allerdings in beiden F\u00e4llen mit Folgen. Hier wie dort entwickelt sich die Alterspyramide in die Richtung<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Bildschirmfoto-vom-2018-10-26-11-15-06.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2172\" src=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Bildschirmfoto-vom-2018-10-26-11-15-06.png\" alt=\"\" width=\"715\" height=\"358\" srcset=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Bildschirmfoto-vom-2018-10-26-11-15-06.png 715w, https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Bildschirmfoto-vom-2018-10-26-11-15-06-300x150.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 715px) 100vw, 715px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die meisten Leute sind dann entweder zu jung oder zu alt, um zu arbeiten. Aber die Alten verbrauchen nat\u00fcrlich, und irgendwer muss die Verbrauchsg\u00fcter ja erzeugen und bezahlen.Man braucht folglich mehr junge Leute im Alter von 25-65, die daf\u00fcr sorgen.<\/p>\n<p>An sich ist die Entwicklung begr\u00fc\u00dfenswert, da das Problem der \u00dcberbev\u00f6lkerung damit langfristig gel\u00f6st wird. Aber die Entwicklung ist vielleicht ein wenig schnell, was eben zu Problemen f\u00fchrt. Die chinesische Regierung hat inzwischen von der 1-Kind-Politik Abstand genommen, aber auch das ist eher eine langfristige Ma\u00dfnahme, die zudem in der Bev\u00f6lkerung derzeit auf wenig Gegenliebe st\u00f6\u00dft, da alles in der Gesellschaft auf 1 Kind eingestellt und mehr Kinder derzeit gar nicht finanzierbar sind. Immerhin w\u00fcrden die Kinder aber im System aufwachsen und produktiv sein.<\/p>\n<p>\u00c4hnlich sieht es bei uns aus: wer Kinder hat, wird mehr oder weniger gesellschaftlich ge\u00e4chtet und bestraft, zumindest so lange er zum produktiven Teil der Bev\u00f6lkerung geh\u00f6rt. Wer ohnehin nicht arbeitet, ist mit Kindern h\u00e4ufig besser dran als ohne. Das falsche Signal! Und da es mit den Kindern nicht so richtig l\u00e4uft, kommt man hier auf Immigration, d.h. den Ausgleich der Pyramide durch Zuwanderer. Was allerdings auch schief geht, wenn derzeit in gro\u00dfen Umfang Leute &#8222;integriert&#8220; werden, die in einem Unternehmen beim Auftrag &#8222;<em>hol mal f\u00fcr die 3 Teile je 7 Schrauben aus dem Lager!<\/em>&#8220; bereits beim Begriff Sieben \u00fcberfordert sind. Statt besser wird es absehbar noch teurer und weniger finanzierbar. Also auch das falsche Signal!<\/p>\n<p>Die zweite Strategie, die den Machern einf\u00e4llt: l\u00e4nger Arbeiten, also nicht bis 65, sondern bis 70 oder gar 72-75. Rein rechnerisch w\u00fcrde das funktionieren, rein arbeitstechnisch funktioniert das nicht. Je \u00e4lter der Mensch wird, desto geringer ist seine Belastbarkeit, und bereits vor dem 60. muss man leider feststellen, dass der Schwund der Arbeitsleistung gegen\u00fcber einem 40-j\u00e4hrigen sich nicht mehr verheimlichen l\u00e4sst. Die Arbeit wird vielleicht etwas besser und sorgf\u00e4ltiger erledigt, aber die St\u00fcckzahl ist geringer und n\u00e4hert sich in vielen Berufen effektiv der Null, weil es halt nicht mehr geht. Soll man also einen Maurer mit 60 in den Ruhestand schicken, w\u00e4hrend ein Sachbearbeiter im B\u00fcro noch 12 Jahre weitermachen muss, nur weil er so bl\u00f6d war, den falschen Beruf zu w\u00e4hlen? Und kann man jemandem, der 10 Werkst\u00fccke fertigt, den gleichen Lohn wie einem j\u00fcngeren zahlen, der 50 produziert, ohne dass der sauer wird? In gewissem Umfang k\u00f6nnte das gehen, aber es m\u00fcsste ziemlich tief in die Wirtschaft eingegriffen werden, um die Einstellung zu \u00e4ndern. Derzeit sieht es eher nicht danach aus.<\/p>\n<p>Kein Problem machen die Alten, wenn die Alterspyramide so aussieht:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Bildschirmfoto-vom-2018-10-26-11-15-34.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2173\" src=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Bildschirmfoto-vom-2018-10-26-11-15-34.png\" alt=\"\" width=\"711\" height=\"363\" srcset=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Bildschirmfoto-vom-2018-10-26-11-15-34.png 711w, https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Bildschirmfoto-vom-2018-10-26-11-15-34-300x153.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 711px) 100vw, 711px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Allerdings ist das Land, um das es in dieser Grafik geht, nun in dem Sinn ein S\u00fcnder, dass die Bev\u00f6lkerung auch langfristig \u00b1 schnell steigt. Kann man die gesunder Pyramide nicht ausnutzen, ohne gro\u00dfartig Leute zu importieren?<\/p>\n<p>M\u00f6glicherweise f\u00fchren und die Chinesen gerade vor, wie das funktionieren k\u00f6nnte. Ich habe China ja k\u00fcrzlich des <a href=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/2018\/09\/23\/national-sozialismus\/\">National-Sozialismus<\/a> bezichtigt, der mit einer relativ starken kapitalistischen Komponente ausgestattet ist ohne dass die Partei die Kontrolle verlieren w\u00fcrde. Die chinesische Wirtschaft klaut nicht nur Technologien in den westlichen L\u00e4ndern, sondern investiert auch in zunehmend gr\u00f6\u00dferem Ma\u00dfe im Ausland. Chinesische Unternehmer bauen ganze Industrien auf, auch auf dem afrikanischen Kontinent. Westliche Unternehmen scheuen meist das Risiko, in einem instabilen Staat zu investieren. Die chinesischen Unternehmen werden vom Staat geradezu ermutigt, das zu tun, und das Risiko \u00fcbernimmt der chinesische Staat. Geht ein Land im B\u00fcrgerkrieg unter, entsch\u00e4digt den betroffenen Unternehmer seine Regierung. Im Gegenzug wird der Betrieb letztlich weiterhin vom Staat kontrolliert.<\/p>\n<p>Was bringt das? Gut angefasst eine Win-win-Situation f\u00fcr alle Beteiligten. Die Wirtschaft im Entwicklungsland wird aufgebaut, und zwar vor Ort durch die Leute selbst. Gr\u00f6\u00dferer Wohlstand ist die Folge. M\u00e4rkte sind durch den ausl\u00e4ndischen Investor und den Staat dahinter ebenfalls garantiert. Und die Gewinne, zumindest ein Teil davon, flie\u00dft nach China ab. Nicht irgendwo hin wie bei westlichen Heuschreckenunternehmen, sondern nach China, daf\u00fcr wird die Regierung schon sorgen. Und \u00fcber diese Gewinne bzw. deren Absch\u00f6pfung lassen sich die Renten wiederum finanzieren. Letztlich entsteht eine virtuelle Bev\u00f6lkerungspyramide mit halbwegs gesundem Aussehen, wenn alles gut l\u00e4uft.<\/p>\n<p>Langfristig egalisiert sich die lokale Alterspyramide in den Industriestaaten von selbst. Bei niedriger Geburtenrate verj\u00fcngt sich alles nach oben, da an der Spitze ja auch Leute wegsterben. Da die Lebenserwartung steigt, muss nat\u00fcrlich trotzdem ein anderes Modell her als im 20. Jahrhundert, wo die Flanken nicht so steil waren. Und in Nigeria und anderswo kippt die Pyramide nat\u00fcrlich ebenfalls mit steigendem Wohlstand. Man kann nur hoffen, dass die Politik doch irgendwann mal etwas dazulernt und den abzusehenden Wandel abfedert.<\/p>\n<p>Schlu\u00dffolgerung: ein Kapitalismus \u00e0 la USA wird es nicht bringen, und ein Sozialismus \u00e0 la Die Gr\u00fcnen sicher ebenfalls nicht. Ein National-Sozialismus \u00e0 la China hat da deutlich bessere Aussichten, ohne den Weg zum Reichtum und Superreichtum f\u00fcr einzelne wirklich zu verbauen. Unternehmergeist f\u00f6rdern, aber ihn im Sinne der Gesellschaft kontrollieren statt ihn zu drangsalieren k\u00f6nnte einige Probleme l\u00f6sen, an denen man nicht vorbei kommt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zu viele Menschen sind ein Problem &#8211; nein, nicht ein Problem, sondern das Problem, wenn man die Ressourcen der Erde betrachtet. Deshalb braucht man weniger Menschen und nicht mehr. 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