{"id":2077,"date":"2018-10-12T10:51:12","date_gmt":"2018-10-12T08:51:12","guid":{"rendered":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/?p=2077"},"modified":"2018-10-14T09:31:36","modified_gmt":"2018-10-14T07:31:36","slug":"die-vergiftung-des-klimas-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/2018\/10\/12\/die-vergiftung-des-klimas-3\/","title":{"rendered":"Die Vergiftung des Klimas"},"content":{"rendered":"<h5>Kapitel 3: Die CO2-Bilanz<\/h5>\n<p>Heute werden fossile Brennstoffe verbrannt, die zu einer der in der Natur verf\u00fcgbaren CO2 f\u00fchren. In der Athmosph\u00e4re wurde \u00fcber die Jahre folgende CO2-Konzentration gemessen:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Bildschirmfoto-vom-2018-10-08-14-01-38.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2051\" src=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Bildschirmfoto-vom-2018-10-08-14-01-38.png\" alt=\"\" width=\"838\" height=\"437\" srcset=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Bildschirmfoto-vom-2018-10-08-14-01-38.png 838w, https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Bildschirmfoto-vom-2018-10-08-14-01-38-300x156.png 300w, https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Bildschirmfoto-vom-2018-10-08-14-01-38-768x400.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 838px) 100vw, 838px\" \/><\/a><\/p>\n<p><!--more-->Rechnet man das in Absolutmengen um, entspricht diese ziemlich genau der Menge an fossilen Brennstoffen, die die Menschheit abgefackelt hat, \u00b1 ein paar Milliarden Tonnen, die niemanden interessieren. Das durch Menschen freigesetzte fossile CO2 geht also nach Ansicht der Klimaleute quantitativ in die Athmosph\u00e4re und heizt die Temperatur an, und &#8211; so der Umkehrschluss &#8211; man muss es nur wieder entfernen, um den alten Zustand wieder zu erreichen.<\/p>\n<p>Nun befindet sich das CO2 in einer ganzen Reihe von Kreisl\u00e4ufen, und auch die Klimaleute wissen, dass in diesen wesentlich gr\u00f6\u00dfere Mengen umgesetzt werden als die Menschheit verbrennen kann. Man kann die Mengen im Wesentlichen nur sch\u00e4tzen, und man geht von einen menschengemachten Anteil von ca. 3% aus, wobei in dieser Bilanz sowohl fossile Brennstoffe als auch gro\u00dffl\u00e4chige Abholzung von W\u00e4ldern eingeschlossen sein soll. Wie gut diese Bilanz wirklich ist, l\u00e4sst sich nur schwer sagen, denn in ihren Beitr\u00e4gen im Internet bringen Leugner Kritik an Bilanzen an, die postwendend von Klimaleuten als wilde Fantasie gebrandmarkt werden, womit die &#8222;Diskussion&#8220; leider meist zu Ende ist, obwohl die Abwatschargumente nicht selten nur Teilaspekte der Kritik ber\u00fccksichtigen und selbst auch wieder kritisiert werden k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Sei es, wie es ist, die Kurve passt nur dann zum menschenproduzieren CO2, wenn die nat\u00fcrlichen Kreisl\u00e4ufe absolut stabil sind und das vom Menschen erzeugte CO2 ausschlie\u00dflich in der Athmosph\u00e4re landet. Und genau dieses Argument wird auf vielen Webseiten von Klimaleuten angef\u00fchrt: das freigesetzte CO2 reichere sich \u00fcber Jahrzehnte in der Athmosph\u00e4re an, weil die nat\u00fcrlichen Kreisl\u00e4ufe sich nicht ver\u00e4ndern. Das Argument entbehrt nicht einer ziemlichen Komik: Leugnern unterstellen die Klimaleute, diese w\u00fcrden das Klima als absolut konstant ansehen, was sie nicht tun, und unterstellen ihrerseits nat\u00fcrlichen Kreisl\u00e4ufen eine Konstanz, damit ihre Theorie nicht bereits in den Anf\u00e4ngen auseinander fliegt.<\/p>\n<h6>Fr\u00fcher<\/h6>\n<p>CO2 wird gerne als Mutter aller \u00dcbel bezeichnet. Nicht nur die Temperatur steigt, auch die Pflanzen und Tiere leiden unter zu viel CO2, und wenn man sich noch ein wenig M\u00fche gibt, l\u00e4sst sich bestimmt auch die Krise der Merkel-Regierung auf den CO2-Anstieg zur\u00fcckf\u00fchren. Derhalb muss die CO2-Konzentration auf den &#8222;nat\u00fcrlichen Wert&#8220; zur\u00fcckgef\u00fchrt werden. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt allerdings, dass der &#8222;nat\u00fcrliche&#8220; CO2-Geh\u00e4lt fr\u00fcher sehr viel h\u00f6her war als heute und in den letzten 230 Mio Jahren um ca. 80% abgenommen hat. Diese Schl\u00fcsse kann man aus geologischen Daten ziehen. Kalkgestein (CaCO3) ist zum gr\u00f6\u00dften Teil biologischen Ursprungs, und man muss nur die Mengen messen, die in bestimmten Erdperioden entstanden sind.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Bildschirmfoto-vom-2018-10-08-13-30-46.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2048\" src=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Bildschirmfoto-vom-2018-10-08-13-30-46.png\" alt=\"\" width=\"639\" height=\"438\" srcset=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Bildschirmfoto-vom-2018-10-08-13-30-46.png 639w, https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Bildschirmfoto-vom-2018-10-08-13-30-46-300x206.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 639px) 100vw, 639px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Bildschirmfoto-vom-2018-10-08-13-41-22.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2049\" src=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Bildschirmfoto-vom-2018-10-08-13-41-22.png\" alt=\"\" width=\"689\" height=\"425\" srcset=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Bildschirmfoto-vom-2018-10-08-13-41-22.png 689w, https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Bildschirmfoto-vom-2018-10-08-13-41-22-300x185.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 689px) 100vw, 689px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Wie hoch die CO2-Konzentration tats\u00e4chlich gewesen ist, kann man nat\u00fcrlich nicht angeben, aber deutlich h\u00f6her als heute, und das auch dauerhaft. Die Unsicherheit spiegelt sich im sehr breiten Fehlerstreifen wider. Es ist daher zu vermuten, dass CO2 aus dem Erdinneren nachgeliefert wurde &#8211; mit abnehmender Tendenz. Die Erde wurde aber weder aufgrund der hohen CO2-Konzentration gekocht, noch wurden Tiere und Pflanzen nachhaltig gesch\u00e4digt. Im Gegenteil: mit gen\u00fcgend Betriebsstoff legt die Natur offenbar richtig los. Auf heutige Zust\u00e4nde \u00fcbersetzt: nat\u00fcrlich brechen bei \u00c4nderungen der Umwelt Arten weg, werden aber durch neue ersetzt, die mit den Bedingungen besser klar kommen.<\/p>\n<p>Ein kleiner Teil des CO2 landete in Kohle, \u00d6l und Gas. Der Anteil wird auf ca. 1% gesch\u00e4tzt, die Sch\u00e4tzung ist aber recht unsicher. Wieviel davon bereits verfeuert sind kann auch nur gesch\u00e4tzt werden, da laufend neue Ressourcen entdeckt werden. Ging man vor 30 Jahren noch davon aus, dass das Erd\u00f6l in 20 Jahren, also heute vor 10 Jahren, zu Ende sein w\u00fcrde, sind heute trotz gestiegenem Verbrauchs gr\u00f6\u00dfere Reserven bekannt als damals.<\/p>\n<h6>Ozeane als Quellen und Senken<\/h6>\n<p>Ein wichtiger Bestandteil der Kreisl\u00e4ufe sind die Ozeane. \u00c4ndern sich die Wassertemperaturen, \u00e4ndert sich die L\u00f6slichkeit des CO2 darin. Wird das Wasser w\u00e4rmer, wird u.U. CO2 in die Luft abgegeben. Wie Meerestemperaturen in den Modellen ber\u00fccksichtigt sind, ist schlecht zu sagen. Als Senke werden sie von den Klimaleuten anscheinend ber\u00fccksichtigt, aber als Quelle?<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Bildschirmfoto-vom-2018-10-08-13-09-24.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2047\" src=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Bildschirmfoto-vom-2018-10-08-13-09-24.png\" alt=\"\" width=\"468\" height=\"425\" srcset=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Bildschirmfoto-vom-2018-10-08-13-09-24.png 468w, https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Bildschirmfoto-vom-2018-10-08-13-09-24-300x272.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 468px) 100vw, 468px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Das Problem wird kompliziert durch Meeresstr\u00f6mungen, von denen eine wichtige der Golfstrom ist. Kaltes Tiefenwasser tritt in \u00c4quatorn\u00e4he nach oben, w\u00e4rmt sich auf dem Weg zum Nordpolarmeer auf, k\u00fchlt dort ab und versinkt wieder in der Tiefe. Von dem aus der Tiefe mitgebrachten CO2 kann um so mehr in die Athmosph\u00e4re abgegeben werden, je w\u00e4rmer das Wasser wird, umgekehrt wird bei der Abk\u00fchlung im Norden wieder CO2 aufgenommen und nach unten transportiert. Diese Zyklen spielen sich weltweit ab, nicht nur im Golfstrom. Die Gretchenfragen, die sich unter anderem stellen:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Bildschirmfoto-vom-2018-10-12-08-14-43.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2080\" src=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Bildschirmfoto-vom-2018-10-12-08-14-43.png\" alt=\"\" width=\"1012\" height=\"444\" srcset=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Bildschirmfoto-vom-2018-10-12-08-14-43.png 1012w, https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Bildschirmfoto-vom-2018-10-12-08-14-43-300x132.png 300w, https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Bildschirmfoto-vom-2018-10-12-08-14-43-768x337.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1012px) 100vw, 1012px\" \/><\/a><\/p>\n<ol>\n<li>Wieviel CO2 ist in welcher Wasserschicht gespeichert? Die Ozeane speichern ein Vielfaches dessen, was die Athmosph\u00e4re aufnehmen kann, und die Konzentrationen sind in den verschiedenen Wasserschichten stark unterschiedlich.<\/li>\n<li>Wie lange dauert ein Zyklus, der CO2 nach oben bringt und wieder nach unten nimmt? Sinkt viel CO2 ab und taucht erst nach langer Zeit wieder auf, folgt daraus ein Schaukelspiel an der Oberfl\u00e4che. Das mag klein sein, aber 3% Anteil am CO2 durch den Menschen sind auch nicht sehr viel. Wie ist die Gesamtbilanz dieser Zyklen?<\/li>\n<li>Wieviel CO2 verschwindet in den Tiefen durch Sedimentation und andere Vorg\u00e4nge, wird also aus dem Zyklus entfernt und kann nicht wieder auftauchen? Wieviel CO2 kommt aus Quellen in der Tiefsee hinzu, k\u00f6nnte also potentiell die Menge in den Oberfl\u00e4chenschichten verst\u00e4rken?<\/li>\n<\/ol>\n<p>Als CO2-Senke, die letztlich die Luftkonzentration ausd\u00fcnnt, werden die Ozeane von den Klimaleuten durchaus akzeptiert, wenn allerdings auch nur als kleinerer Faktor angesehen, der den &#8222;Anreicherungsprozess verlangsamen k\u00f6nnte&#8220;. Bei nur 3% menschengemachten CO2 ist das etwas fragw\u00fcrdig, und es wirkt eher so, als sei das Zugest\u00e4ndnis ein wenig erzwungen. In Bezug auf These 2 &#8211; man k\u00f6nne alles wieder umkehren &#8211; werden Ozeane gar als CO2-Speicher von den Klimaleuten diskutiert.<\/p>\n<p>Zusammengefasst: wie die Ozeane von den Klimaleuten letztendlich in ihre Modelle eingerechnet werden, l\u00e4sst sich auf die Schnelle nicht eindeutig feststellen. Kommentatoren, die die Akkumulationsthese verbreiten, wissen es entweder auch nicht oder haben die Ozeanfunktion nicht richtig verstanden. Wenn sich der Partialdruck des CO2 in der Athmosph\u00e4re um 25% ver\u00e4ndert, reagieren die Ozeane darauf, und das lediglich mit Versauerung einiger Oberfl\u00e4chenschichten abzutun ist sicher nicht korrekt. Es bleiben somit Fragezeichen, die meist mehr mit Polemik beantwortet werden. Unbefriedigend.<\/p>\n<h6>Vulkane<\/h6>\n<p>Vulkanismus ist eine ernst zu nehmende Quelle f\u00fcr CO2. Vulkane setzen neben CO2 auch andere Gase (z.B. SO2) und St\u00e4ube frei. Ihre Wirkung ist ambivalent, da SO2 und Staub potentiell k\u00fchlt, CO2 aber aufheizen soll. Da jeder Vulkan seine eigene Emissionscharakteristik hat, muss jeden einzeln bilanzieren.<\/p>\n<p>Derzeit ist der Oberfl\u00e4chenvulkanismus nicht sehr aktiv. Das war oft anders. Die oben angesprochene CO2-Konzentration fr\u00fcherer Erdzeitalter ist vermutlich auf so genannte Trapp-Ereignisse zur\u00fcck zu f\u00fchren, bei denen riesige Gebiete geflutet wurden.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/1024px-Extent_of_Siberian_traps_german.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2081\" src=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/1024px-Extent_of_Siberian_traps_german.png\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"627\" srcset=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/1024px-Extent_of_Siberian_traps_german.png 1024w, https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/1024px-Extent_of_Siberian_traps_german-300x184.png 300w, https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/1024px-Extent_of_Siberian_traps_german-768x470.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Anders sieht es mit dem Tiefseevulkanismus aus, der ganze Kontinente auseinander dr\u00fcckt. \u00dcber den wei\u00df man anscheinend immer noch viel zu wenig, um diese Einfl\u00fcsse sicher absch\u00e4tzen zu k\u00f6nnen, geschweige denn, verl\u00e4ssliche Berechnungen damit anstellen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/North_Atlantic_crust_age_1996.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2082\" src=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/North_Atlantic_crust_age_1996.gif\" alt=\"\" width=\"607\" height=\"520\" \/><\/a><\/p>\n<p>Entsprechend unterschiedlich wird der Beitrag des Vulkanismus zum CO2 eingesch\u00e4tzt. Das IPCC marginalisiert den Beitrag des Vulkanismus auf 100 Megatonnen\/Jahr, w\u00e4hrend alleine die Zementherstellung um die 7,8 Gigatonnen\/Jahr freisetze, d.h. der Beitrag der Vulkane l\u00e4ge dann bei 1,3%. Neuere Untersuchungen haben gezeigt, dass auch in der Umgebung von Vulkanen starke CO2-Emissionen stattfinden. Allein um den Magadi-Natron-See in Kenia kommen die Forscher auf 4 Megatonnen\/Jahr.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Kenya_relief_location_map.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2083\" src=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Kenya_relief_location_map.jpg\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"1100\" srcset=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Kenya_relief_location_map.jpg 1000w, https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Kenya_relief_location_map-273x300.jpg 273w, https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Kenya_relief_location_map-768x845.jpg 768w, https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Kenya_relief_location_map-931x1024.jpg 931w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Weltweit hochgerechnet l\u00e4ge die CO2-Emission im Umfeld vulkanischer Ereignisse deutlich \u00fcber den menschlichen Emissionen. Derartige Differenzen haben nun nichts mehr damit zu tun, dass irgendeine Seite ein paar Details falsch einsch\u00e4tzt. Hier liegt grunds\u00e4tzlich etwas im Argen, und die Klimaleute m\u00fcssten an dieser Stelle eigentlich erst einmal still sein, bis die Angelegenheit gekl\u00e4rt ist, und zwar aus einen ganz einfachen und naheliegenden Grund: wenn der Vulkanismus tats\u00e4chlich eine sehr viel ergiebigere Quelle ist als bislang vom IPCC unterstellt, ist auch das Regelsystem der Erde auf wesentlich gr\u00f6\u00dfere Mengen eingestellt, d.h. das menschengemachte CO2 stellt relativ gesehen einen wesentlich kleineren Batzen in der Gesamtbilanz des Regelsystems dar und die Rechenmodelle geh\u00f6ren folglich in die Tonne.<\/p>\n<p>Nichts dergleichen! Statt dessen wird argumentiert, &#8222;<em>wenn die Vulkane gr\u00f6\u00dferen Anteil h\u00e4tten, w\u00fcrde der CO2-Gehalt nicht erst seit dem 20. Jahrhundert steigen<\/em>&#8222;. Das ist, mit Verlaub, v\u00f6lliger Schwachsinn, denn die Vulkane sind seit Zehntausenden von Jahren in das aktuelle Regelsystem eingepreist und speisen keineswegs zus\u00e4tzliches CO2 ein, wie dieses l\u00e4cherliche Argument glauben machen will.<\/p>\n<p>Pikante Bemerkung am Rande: ausgerechnet der Mauna Loa, als Vulkan eine beachtliche lokale CO2-Quelle, wird als Referenzmessstation f\u00fcr die CO2-Konzentration verwendet. Der Mauna Loa wurde in den letzten Jahrzehnten offenbar aktiver. War die Wahl des Messortes eine saubere Entscheidung?<\/p>\n<p>Nachdenkliche Bemerkung am Rande: der Vulkanismus k\u00f6nnte auch noch ganz andere Nebenwirkungen haben. Am Rande des Erdmantels herrschen beispielsweise optimale Bedingungen f\u00fcr die Fischer-Tropsch-Synthese, bei der aus Wasser und Kohlendioxid Benzin gewonnen wird.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Bildschirmfoto-vom-2018-10-12-09-24-17.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2084\" src=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Bildschirmfoto-vom-2018-10-12-09-24-17.png\" alt=\"\" width=\"1040\" height=\"397\" srcset=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Bildschirmfoto-vom-2018-10-12-09-24-17.png 1040w, https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Bildschirmfoto-vom-2018-10-12-09-24-17-300x115.png 300w, https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Bildschirmfoto-vom-2018-10-12-09-24-17-768x293.png 768w, https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Bildschirmfoto-vom-2018-10-12-09-24-17-1024x391.png 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 1040px) 100vw, 1040px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Es w\u00e4re also durchaus denkbar, dass Erdgas und \u00d6l nicht nur aus biologischen Resten entsteht, sondern von der Erde selbst auf geologischem Weg, und zwar vorzugsweise an den Stellen, an denen auch der biologische Prozess abl\u00e4uft. Diese Variante wurde vor l\u00e4ngerer Zeit von russischen Geologen ins Spiel gebracht, aber in kurzer Zeit von westlichen Wissenschaftlern sehr gr\u00fcndlich niedergeredet. Vielleicht ist es an der Zeit, auch dieses Modell nochmals zu pr\u00fcfen.<\/p>\n<h5>Landwirtschaft<\/h5>\n<p>Die Landwirtschaft wird ganz offiziell als einer der gro\u00dfen CO2-Emittenden gehandelt:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Bildschirmfoto-vom-2018-10-12-09-32-56.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2085\" src=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Bildschirmfoto-vom-2018-10-12-09-32-56.png\" alt=\"\" width=\"1335\" height=\"770\" srcset=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Bildschirmfoto-vom-2018-10-12-09-32-56.png 1335w, https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Bildschirmfoto-vom-2018-10-12-09-32-56-300x173.png 300w, https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Bildschirmfoto-vom-2018-10-12-09-32-56-768x443.png 768w, https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Bildschirmfoto-vom-2018-10-12-09-32-56-1024x591.png 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 1335px) 100vw, 1335px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Wer jetzt erstaunt ist, findet sich in guter Gesellschaft:<\/p>\n<ol>\n<li>Pflanzen verwenden athmosph\u00e4risches CO2, was zum Schluss wieder dort landet. Wie kann sie zus\u00e4tzliches CO2 produzieren, vom Dieselverbrauch der Trecker mal abgesehen?<\/li>\n<li>Wenn Landwirtschaft so schlecht ist, wieso verk\u00fcnden dann die gleichen Bedenkentr\u00e4ger, dass man sie problemlos so weit ausbauen kann, dass auch die doppelte Anzahl der heutigen Menschen ern\u00e4hrt werden kann?<\/li>\n<li>Wieso ist ausgerechnet ein Pups auf der Landkarte wie Deutschland so ein gro\u00dfer S\u00fcnder?<\/li>\n<\/ol>\n<p>Pups auf der Landkarte trifft es zum Teil, was dahinter steckt. In der BRD wird viel Vieh gehalten, und K\u00fche schlie\u00dfen das gefressene Gras durch Mikroben auf, die dabei CH4 produzieren, das von den K\u00fchen ausger\u00fclpst wird (weniger ausgepupst, wie immer behauptet wird). CH4 ist ebenfalls ein Treibhausgas, und seine Konzentration hat &#8222;dramatisch&#8220; zugenommen:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/CH4_1987-2017.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2089\" src=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/CH4_1987-2017.jpg\" alt=\"\" width=\"660\" height=\"397\" srcset=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/CH4_1987-2017.jpg 660w, https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/CH4_1987-2017-300x180.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 660px) 100vw, 660px\" \/><\/a><\/p>\n<p>K\u00fche r\u00fclpsen also die Temperatur nach oben. Die Verantwortung wird offiziell aber lieber den Schweinen und damit den Schweineschnitzeln in die Schuhe geschoben, obwohl Schweine \u00fcber ein dem Menschen \u00e4hnliches Verdauungssystem verf\u00fcgen und daher wenig CH4 produzieren. Die Veganerlobby l\u00e4sst herzlich gr\u00fc\u00dfen bei dieser Fehldarstellung. Der CO2-Aussto\u00df der Landwirtschaft l\u00e4sst sich allenfalls am Methan festmachen, das st\u00e4rker wirken soll als CO2, aber auch nur 4\u2030 des CO2-Gehaltes ausmacht. Vertrauensw\u00fcrdige Organisationen wie Greenpeace rechnen allerdings eine wundersame CO2-Vermehrung vor:<\/p>\n<blockquote><p>Vor allem Wiederk\u00e4uer haben einen extrem hohen CO2-Aussto\u00df: Pro Kilo Rindfleisch werden umgerechnet 13,3 Kilo CO2 freigesetzt. Zum Vergleich: Die gleiche Menge Mischbrot produziert 0,75 Kilo CO2, \u00c4pfel 0,5 Kilo CO2, und Tomaten 0,2 Kilo CO2.<\/p><\/blockquote>\n<p>Aber selbst das Methan aus der Viehzucht spielt\u00a0 allenfalls eine kleine Rolle. Der Methankreislauf ist recht umfangreich und vermutlich in den Details ebenso wenig durchforscht wie der CO2-Kreislauf. Die folgende Grafik enth\u00e4lt eine weitere Quelle, auf die wir weiter unten noch kommen, jedenfalls noch nicht, und Methan wird in der oberen Athmosph\u00e4re relativ schnell zu CO2 abgebaut, au\u00dferdem verschwindet es als Methanhydrat im Ozean (wor\u00fcber man auch noch viel zu wenig wei\u00df).<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Methan_quellen_senken.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2090\" src=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Methan_quellen_senken.jpg\" alt=\"\" width=\"592\" height=\"445\" srcset=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Methan_quellen_senken.jpg 592w, https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Methan_quellen_senken-300x226.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 592px) 100vw, 592px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Also eine Lachnummer? So dargestellt mit hoher Sicherheit JA. Trotzdem k\u00f6nnte die Landwirtschaft zu einer CO2-Konzentrationserh\u00f6hung durchaus beitragen. Der Kohlenstoffkreislauf wird n\u00e4mlich schneller. Pflanzen m\u00fcssen mehr produzieren, um Nahrung und in zunehmendem Ma\u00dfe auch Energietr\u00e4ger (Biogas, Alkohole f\u00fcr Benzin [hier bis 10%, in Brasilien bis 25%], Pflanzen\u00f6le f\u00fcr Diesel) bereit zu stellen. Die Produkte werden aber genauso schnell wieder verbrannt wie sie erzeugt werden, anstatt wie im nat\u00fcrlichen Kreislauf eine Weile ben\u00f6tigen, bis sie zersetzt sind. Die Zeitverk\u00fcrzung h\u00e4lt also eine erheblich gr\u00f6\u00dfere Menge Kohlenstoff im Umlauf, was aus regeltechnischen Gr\u00fcnden durchaus zu einer kurzfristigen CO2-Zunahme f\u00fchren kann. Au\u00dferdem geben die Pflanzen bei gr\u00f6\u00dferem CO2-Angebot richtig Gas, wie aus der Erdgeschichte bekannt ist. Eine gr\u00f6\u00dfere CO2-Konzentration ist daher durchaus im Sinne der Versorgung.<\/p>\n<p>Allerdings &#8211; auch eine regeltechnische Gesetzm\u00e4\u00dfigkeit &#8211; sollte die h\u00f6here Produktion die Zunahme irgendwann wieder langsam ausgleichen. Was wiederum mit einer Ausweitung der Nutzfl\u00e4chen verbunden sein k\u00f6nnte, will man die Gesamtproduktion aufrecht erhalten. Ein Teufelskreis!(?)<\/p>\n<p>So weit nachvollziehbar wird lediglich \u00fcber die Abholzung der W\u00e4lder gejammert und die abgeholzte Biomasse freudig in die menschlichen Emissionen eingerechnet. Ob die neu aufgeforstete Biomasse dagegen gerechnet wird, l\u00e4sst sich nicht heraus bekommen, und der hier vorgetragene Regelkreis wird nicht beachtet. Im Gegenteil:<\/p>\n<blockquote>\n<blockquote><p><em><strong>\u201c100 Jahre bleibt CO<sub>2<\/sub> in der Luft\u201d<\/strong><\/em><br \/>\n<em>Der Klimaforscher Professor Mojib Latif machte als Gastredner beim Neujahresempfang des Lions-Clubs auf den Klimawandel aufmerksam. [&#8230;] \u201cWenn wir CO<sub>2<\/sub> in die Luft blasen, dann bleibt das da 100 Jahre\u201d, so Latif.<\/em><\/p><\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<p>und Latif ist damit noch jemand, der eine kurze Verweildauer annimmt (bis zu 1.000 Jahre sind im Gespr\u00e4che). Leugner kommen hingegen auf nur 4 Jahre. Auch diese Differenz ist weitaus jenseits dessen, was als &#8222;kleine Differenzen in der Bewertung&#8220; bezeichnet werden darf.<\/p>\n<h5>Permafrostb\u00f6den<\/h5>\n<p>Steigt die Temperatur, tauen Permafrostb\u00f6den auf, und von denen gibt es auf der n\u00f6rdlichen Halbkugel jede Menge. So lange Frostbedingungen herrschen, wird in den kurzen Warmperioden des Sommers Pflanzenmaterial produziert, das anschlie\u00dfend tiefgefroren und eingelagert wird. Eine Kohlenstoffsenke ungeheuren Ausma\u00dfes. Taut es, werden Mikroorganismen aktiv, die CH4 und CO2 freisetzen, und zwar je nach Ausdehnung der Gebiete ebenfalls in ungeheurem Ausma\u00df. Mindestens das Doppelte des gesamten CO2-Gehaltes der Athmosph\u00e4re sind durch durch diese Prozesse betroffen.<\/p>\n<p>Ob die B\u00f6den nun bereits jetzt f\u00fcr den CO2-Anstieg mit verantwortlich sind oder nicht braucht gar nicht erst diskutiert zu werden. Jedem Regeltechniker ist klar, dass hier etwas in Gang gesetzt wird, das weit \u00fcber das menschliche Tun hinausgeht. Sp\u00e4testens hier sollten die Klimaleute ihre These 2 &#8211; man braucht nur das CO2 aus der Athmosph\u00e4re wieder auszufiltern &#8211; doch besser zur\u00fccknehmen oder zumindest deutlich leiser \u00e4u\u00dfern. Statt dessen ist ab 2050 von einer Nettoentnahme von CO2 aus der Athmosph\u00e4re die Rede, die die heutige Produktion deutlich \u00fcbersteigt. Die Hybris ist trotz allem ungebrochen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/2018\/10\/10\/die-vergiftung-des-klimas\/\">zu Kapitel 1<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/2018\/10\/14\/die-vergiftung-des-klimas-4\/\">zu Kapitel 4<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kapitel 3: Die CO2-Bilanz Heute werden fossile Brennstoffe verbrannt, die zu einer der in der Natur verf\u00fcgbaren CO2 f\u00fchren. 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