{"id":1808,"date":"2018-08-01T14:46:45","date_gmt":"2018-08-01T12:46:45","guid":{"rendered":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/?p=1808"},"modified":"2018-08-01T14:46:45","modified_gmt":"2018-08-01T12:46:45","slug":"facebook-und-die-unterdrueckung-der-freien-meinungsaeusserung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/2018\/08\/01\/facebook-und-die-unterdrueckung-der-freien-meinungsaeusserung\/","title":{"rendered":"Facebook und die Unterdr\u00fcckung der freien Meinungs\u00e4u\u00dferung"},"content":{"rendered":"<p>Der folgende Beitrag ist im Blog &#8222;dieunbestechlichen.com&#8220; erschienen und wird hier mit freundlicher Genehmigung abgebildet.<\/p>\n<hr \/>\n<p>In den vergangenen Monaten hat es bereits einige Artikel zum Thema \u201eZensur bei Facebook\u201c, z.B. dar\u00fcber, wie es im Arvato-L\u00f6schzentrum von Facebook in Berlin angeblich wirklich zugeht in der Mainstreampresse gegeben. <!--more-->Wenn man sich solche Artikel dann anschaut, beispielsweise den aus <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/netzpolitik\/facebook-ein-besuch-beim-arvato-loeschzentrum-in-berlin-a-1157112.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">dem Spiegel vom 11.07. diesen Jahres<\/a>, dann f\u00e4llt eigentlich jedem halbwegs intelligenten Leser auf, dass da sehr wenig Inhalt in einem langen Text verarbeitet wurde. Ganz besonders auff\u00e4llig ist aber, dass Facebook den Journalisten nur ausgew\u00e4hlte Mitarbeiter f\u00fcr Interviews vorsetzt und sie sich in den R\u00e4umlichkeiten der Firma nicht frei bewegen konnten, bzw. es ewig gedauert hat, bis sie \u00fcberhaupt einen Besuchstermin bekamen. Also was haben diese L\u00f6schzentren zu verbergen? Nun, anscheinen einiges wie das nachfolgende Interview mit einer ehemaligen Mitarbeiterin, aus genau einem dieser B\u00fcros zeigt.<\/p>\n<p><strong>Interview mit Melanie C. (Name der Redaktion bekannt)<\/strong><\/p>\n<p><em>Hanno Vollenweider:<\/em><br \/>\n<em> Melanie, vielen Dank, dass du dich entschlossen hast, hier mit mir \u00fcber deine Arbeit bei bzw. f\u00fcr Facebook zu reden. Ich fasse einmal zusammen: Du hast rund 3 Monate f\u00fcr eine Firma gearbeitet, die im Auftrag von Facebook die Aktivit\u00e4ten von Usern \u00fcberwacht, Sperren verh\u00e4ngt, Posts \u00fcberpr\u00fcft und l\u00f6scht bzw. ganze User-Accounts stilllegt und daf\u00fcr sogt, dass gewisse Informationen \u2013 verst\u00e4rkt beispielsweise vor der letzten Bundestagswahl durch einen speziellen Filtermechanismus \u2013 nicht an die Masse der Facebook-User durchdringt. Bevor wir auf genau diese Sachen eingehen, erz\u00e4hl uns doch einmal, wie du \u00fcberhaupt zu dem Job kamst.<\/em><\/p>\n<p>Melanie C.:<br \/>\nJa, gerne. Also ich bin dieses Jahr mit meinem Studium fertig geworden und fange jetzt im Herbst mit einer weiteren Ausbildung an. Im Sommer wollte ich arbeiten um mir etwas dazu zu verdienen. Meine Eltern haben nicht so viel Geld, dass sie mir alles bezahlen k\u00f6nnen. Ich war schon bei einigen Arbeitsvermittlern angemeldet und habe dann schon Anfang des Sommers dort Bescheid gesagt, dass ich f\u00fcr 2-3 Monate etwas suche und voll zur Verf\u00fcgung stehen w\u00fcrde. Es hat sich dann eine Agentur gemeldet, die sagten mir, sie h\u00e4tten eine Stelle f\u00fcr mich bis kurz nach der Bundestagswahl im September und ob ich in ihr B\u00fcro in Berlin kommen k\u00f6nnte, um ein kurzes Gespr\u00e4ch zu f\u00fchren. Es w\u00fcrde auch eine kleine Gruppendiskussion stattfinden, an der ich teilnehmen m\u00fcsste. Ich habe mir dabei nichts gedacht. Ich dachte, vielleicht ist es Marktforschung f\u00fcr die Wahl, oder Flyer verteilen, Plakate aufh\u00e4ngen oder so.<\/p>\n<p><em>Hanno Vollenweider:<\/em><br \/>\n<em>Du bist dann dahin gegangen, hast du mir erz\u00e4hlt. Wie war es dort, was hast du dort machen m\u00fcssen?<\/em><\/p>\n<p>Melanie C.:<br \/>\nJa, das war dann am Abend um 17 Uhr. Als ich da angekommen bin, sa\u00dfen da schon bestimmt 10 Leute im Flur und warteten. Es ging aber schnell, bis man dran kam, weil da drei Leute gleichzeitig die Vorstellungsgespr\u00e4che gef\u00fchrt haben.<\/p>\n<p><em>Hanno Vollenweider:<\/em><br \/>\n<em>Wie muss ich mir diese Gespr\u00e4che vorstellen?<\/em><\/p>\n<p>Melanie C.:<br \/>\nAlso, ich bin dann da reingerufen worden und ein junger Mann so vielleicht Ende 20 hat mich ganz nett empfangen. Wir haben kurz \u00fcber mein Studium gesprochen und was ich so vorhabe, wo ich herkomme und so weiter. Dann hat er mich gefragt, ob ich politisch aktiv w\u00e4re und so. Dann habe ich ihm erz\u00e4hlt, dass ich mal im <em>\u201eAllgemeinen Studentenausschuss\u201c<\/em> war und mein Vater und eigentlich die ganze Familie in der SPD ist, ich aber dann wegen den Klausuren, Freund etc. keine Zeit mehr gehabt habe, mich zu engagieren. Er hat mich dann gefragt, ob ich mir auch vorstellen k\u00f6nnte, in einer Unterkunft f\u00fcr Asylbewerber zu arbeiten, dort vielleicht zu unterrichten. Da hab ich ja gesagt \u2013 das fand er gut, generell hatte ich das Gef\u00fchl, dass er einen guten Eindruck von mir hat.<\/p>\n<p><em>Hanno Vollenweider:<\/em><br \/>\n<em>Du hast also bestanden, wenn man das so sagen will. Wie ging es dann weiter? Wie hat er dir denn den Job erkl\u00e4rt?<\/em><\/p>\n<p>Melanie C.:<br \/>\nEigentlich hatte er da noch gar nichts Genauen von dem Job gesagt. Wir haben nur \u00fcber mich und aktuelle Themen eben gesprochen, das man was tun muss, damit es den Menschen besser geht und dass Europa und die Welt friedlicher und menschlicher wird \u2013 \u00fcber Trump haben wir auch gesprochen, da haben wir beide abgezogen \u00fcber den.<\/p>\n<p><em>Hanno Vollenweider:<\/em><br \/>\n<em>Du wusstest also noch gar nicht, worum es geht. Wie ging\u2019s denn dann weiter?<\/em><\/p>\n<p>Melanie C.:<br \/>\nMoment, ja, ich war ja vorhin noch gar nicht fertig. Das Vorstellungsgespr\u00e4ch war dann vorbei und ich wurde in einen Raum gesetzt mit sechs anderen Leuten, so in meinem Alter (ich bin Mitte 20), und zwei Moderatoren. Der eine war der Mann, der mit mir auch gesprochen hatte. Wir haben dann eine lockere Runde begonnen und uns vorgestellt. Dann sind die Moderatoren eingestiegen und haben uns gefragt, was wir von der Entwicklung in den USA und von Trump halten. Bis auf einer haben dann alle ihre Bedenken ge\u00e4u\u00dfert, dass Trump ein Sexist ist und dass er die Schwarzen unterdr\u00fccken wird und die Klimaerw\u00e4rmung vorantreibt und so. Nur einer fand das alles nicht, der hat gesagt er w\u00fcrde erstmal abwarten wollen, ob Trump nicht daf\u00fcr sorgt, dass Amerika wieder zu seiner alten Gr\u00f6\u00dfe zur\u00fcckfinden w\u00fcrde \u2013 der zog dann auch ganz sch\u00f6n \u00fcber Hillary Clinton her und meinte, die w\u00e4re nicht w\u00e4hlbar und w\u00fcrde alle t\u00e4uschen. Zwei andere aus der Diskussion haben sich dann sehr eingeklinkt und auf den eingeredet, wie der so jemanden wie Trump unterst\u00fctzen kann.<\/p>\n<p><em>Hanno Vollenweider:<\/em><br \/>\n<em>Was haben denn dann die Moderatoren gemacht? Was hast du dazu gesagt?<\/em><\/p>\n<p>Melanie C.:<br \/>\nIch habe erstmal gar nichts gesagt. Als es dann um die Frauenrechte ging, habe ich mich auch eingeschaltet und argumentiert, dass Trump eben ein Dinosaurier ist, was Frauenrechte angeht, und so jemand nicht in das wichtigste Amt der Welt geh\u00f6rt, wenn er sexistische Spr\u00fcche losl\u00e4sst und andere Menschen nach ihrer Hautfarbe beurteilt oder die Zweiklassengesellschaft in den USA wieder einf\u00fchren will.<br \/>\nIch glaube die Moderatoren fanden die Diskussion gut. Irgendwann haben die das dann unterbrochen und wir haben \u00fcber die Fl\u00fcchtlinge und Angela Merkel gesprochen. Das war eigentlich sehr gesittet. Der Mann, der beim Thema Trump so abgegangen ist, hat dann ein paar Mal versucht uns zu erkl\u00e4ren, dass Deutschland diese Menschen nicht alle alleine aufnehmen kann und dass wir dann irgendwann pleite sind, kein Geld mehr f\u00fcr Schulen und alte Leute da w\u00e4re. Ein anderer hat ihm dann erkl\u00e4rt, dass diese Menschen hier arbeiten und Steuern zahlen werden. Damit haben sie ihn dann abgew\u00fcrgt. Ich selber habe dann auch ein paar Sachen dazu gesagt, dass man eben Frauen und Kinder nicht im Krieg lassen kann und dass die hier hergerettet werden m\u00fcssen. Die letzte Frage war dann, ob wie Freunde mit einer rechten Gesinnung h\u00e4tten, solche, die die AfD w\u00e4hlen w\u00fcrden oder noch schlimmere Parteien. Da haben nur zwei gesagt, dass sie solche Freunde haben. Ich habe denen dann erkl\u00e4rt, dass ich solche Leute nie in meinem Freundeskreis haben will.<\/p>\n<p><em>Hanno Vollenweider:<\/em><br \/>\n<em>Das scheint ja eine sehr intensive Runde gewesen zu sein, auch wenn ich mir sehr gut vorstellen kann, dass man euch den einen Querulanten in die Gruppe gesetzt hat, um euch alle aus der Reserve zu locken. <\/em><br \/>\n<em> Aber du wusstest ja nun noch immer nicht, worum es eigentlich geht. Hat dich das nicht stutzig gemacht? Hat denn niemand in der Runde mal danach gefragt, warum ihr dort sitzt und \u00fcber Politik diskutiert \u2013 das ist ja f\u00fcr viele Leute auch etwas sehr Pers\u00f6nliches, was man vielleicht gegen\u00fcber Fremden nicht so offen ausspricht, wie man in manchen Punkten so denkt?<\/em><\/p>\n<p>Melanie C.:<br \/>\nIch war eigentlich immer sehr offen, was meine Meinung angeht, deshalb hat mich das nicht gest\u00f6rt. Einer anderen Frau in der Runde war das Gespr\u00e4ch aber sichtlich unangenehm, die hat dann auch sehr wenig oder eigentlich fast gar nichts gesagt. Sie hat nur dagesessen und die Arme verschr\u00e4nkt.<br \/>\nGanz am Anfang der Runde hat einer von den M\u00e4nnern gefragt, worum es \u00fcberhaupt geht. Der eine Moderator meinte dann, das w\u00fcrden wir danach dann erfahren, der Kunde, f\u00fcr dessen Auftrag sie suchen w\u00fcrden, w\u00fcrde nicht wollen, dass die Kandidaten, die vielleicht ausscheiden, wissen, worum es geht.<br \/>\nDie ruhige junge Frau und der Trump-Fan und noch ein junger Mann, der auch sehr ruhig war, mussten dann gehen, der Rest und ich wurden dann gebeten, zu bleiben. Wir wurden wieder einzeln in Besprechungsr\u00e4ume gerufen und dann hat man mir gesagt, worum es eigentlich geht.<\/p>\n<p><em>Hanno Vollenweider:<\/em><br \/>\n<em>Okay, mich w\u00fcrde interessieren, wie man dir erkl\u00e4rt hat, was du machen sollst und vor allem, warum.<\/em><\/p>\n<p>Melanie C.:<br \/>\nJa, so ganz richtig erfahren, was da alles passieren wird, habe ich dann auch noch nicht. Also, man hat mir gesagt, dass sich bald in Deutschland die Gesetze \u00e4ndern werden, wegen den vielen Hass-Postings und Fake-News auf Facebook, und dass Facebook Unterst\u00fctzung braucht, um eben diese Meldungen herauszufiltern und zu l\u00f6schen. Man hat mir dann ein paar Beispiele von richtig derben Hass-Postings vorgelegt und ein paar Fake-News gezeigt, die bei Facebook die Stimmung vergiften w\u00fcrden und Leute eben zu Gewalt anstacheln. Man sehe das ja bei den Ausschreitungen, die es bei zum Beispiel bei Pegida-Demos gegeben h\u00e4tte und so.<\/p>\n<p><em>Hanno Vollenweider:<\/em><br \/>\n<em>Okay, du redest vom Netzdurchsuchungsgesetz aus der Feder des bald Ex-Justizminister Heiko Maas. Was mich hier interessiert: Hattest du vorher schon mal irgendwas von irgendwelchen Ausschreitungen bei Pegida-Demos geh\u00f6rt, von Gewalttaten dort oder so? Und was waren das denn f\u00fcr Fake-News und Hass-Postings, die man dir da gezeigt hat?<\/em><\/p>\n<p>Melanie C.:<br \/>\nAlso zu Pegida, nein, das hatte ich bis dahin noch nicht geh\u00f6rt, aber ich hatte dem geglaubt, wenn er das sagt. Die eine angebliche Fake-News war von einer Gruppenvergewaltigung aus Schweden, wo Fl\u00fcchtlinge eine Frau vergewaltigt und get\u00f6tet haben sollen. Und die Hass-Postings waren Kommentare darunter von Leuten, die ins sehr harscher Art und Weise gefordert haben, dass die T\u00e4ter umgebracht oder entmannt werden sollen \u2013 so in der Art.<\/p>\n<p><em>Hanno Vollenweider:<\/em><br \/>\n<em>Okay, wie hast du denn auf diese Fake-News und Hass-Kommentare reagiert? Bzw. wie war denn deine Reaktion allgemein, wolltest du so einen Job machen? Warst du interessiert?<\/em><\/p>\n<p>Melanie C.:<br \/>\nAlso mich hat das damals richtig heftig getroffen, vor allem diese Aggressivit\u00e4t der Leute. Ich habe mir gedacht: <em>\u201eWas? Da stellen Leute falsche Nachrichten ins Netz, um andere Menschen aufzuhetzen? Was soll das? Wollen die damit Gewalt f\u00f6rdern?\u201c<\/em> Das hat mich schon sehr schockiert und da habe ich mir gedacht <em>\u201eJa, das mache ich. Da kann ich die Welt vielleicht ein bisschen verbessern und daf\u00fcr sorgen, dass so ein M\u00fcll und solche Fakes aus dem Netz verschwinden.\u201c<\/em> Ich glaube, da habe ich auch sehr \u00fcberzeugt geklungen, denn die haben mir gleich gesagt, dann solle ich zur Einarbeitung in ein paar Tagen direkt zu der Firma kommen, die im Auftrag von Facebook arbeitet. Da g\u00e4be es dann eine Art Vortrag und Einf\u00fchrung f\u00fcr die Leute, die dort neu anfangen. Ich bin da echt raus gegangen und habe mir gedacht \u201eBoah, jetzt machst du endlich mal was, was gut ist f\u00fcr die Menschheit, und gegen Hass und Nazis ist\u201c. Das haben die mir auch so zu verstehen gegeben, w\u00e4hrend des Gespr\u00e4chs.<\/p>\n<p><em>Hanno Vollenweider:<\/em><br \/>\n<em>Gut, du bist dann also zu dieser Einf\u00fchrungsveranstaltung gegangen, wie war es da? Was hat man euch erz\u00e4hlt und wie viele Leute waren dort?<\/em><\/p>\n<p>Melanie C.:<br \/>\nAlso wir waren 10 Leute, die da waren. Es sollten wohl ein paar mehr da sein, die dann einfach nicht gekommen sind. Ein Herr Thomas S. hat sich dann vorgestellt und uns willkommen gehei\u00dfen. Er war ungef\u00e4hr gegen Ende 30, nicht auff\u00e4llig oder besonders gekleidet \u2013 mir schien es eh so, als wenn es dort eher locker zugehen w\u00fcrde. Auf dem Flur kamen einem teilweise sogar junge M\u00e4nner in Jogginghosen entgegen \u2013 mir war das sympathisch. Thomas hat uns dann auf Folien alle m\u00f6glichen Hass-Kommentare gezeigt. Z.B. gegen Claudia Roth oder Volker Beck von den Gr\u00fcnen, und dass es nicht sein kann, dass so was in Deutschland einfach \u00f6ffentlich zu lesen ist und man ungestraft davonkommt. Auch Beispiele von Fake-News \u00fcber einen Supermarkt, der wegen Diebst\u00e4hlen von Asylbewerbern bald Pleite gehen w\u00fcrde usw. Alles eigentlich ganz \u2013 in Anf\u00fchrungszeichen \u2013 \u201evern\u00fcnftige\u201c Beispiele, warum man manche Artikel und Videos l\u00f6schen oder User bei Facebook sperren m\u00fcsste. Da ging es ja rein um Beleidigungen und Bedrohungen, Gewaltverherrlichung und sowas. Thomas hat dabei auch sehr das neue Gesetz der Bundesregierung gelobt, denn dadurch g\u00e4be es jetzt die M\u00f6glichkeit, gegen solche Leute, die solche Hassnachrichten schreiben, vorzugehen, damit die sich nicht mehr trauen, so was zu schreiben. Wir w\u00e4ren dabei eben eine Art Facebook-Polizei, die Facebook f\u00fcr die friedlichen Nutzer ein wenig besser machen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Thomas hat uns dann am Ende des Vortrags sogenannten Mentoren zugeteilt, die uns die R\u00e4ume, Computer und Programme und alles zeigen und uns einarbeiten sollten.<br \/>\nDas war wirklich sehr entspannt, wir haben uns erst alle vorgestellt, erz\u00e4hlt, was wir so gemacht haben und was wir noch vorhaben im Leben und so. Das Gespr\u00e4ch wurde dann aber auch wieder schnell politisch. Meine Mentorin, die Sabine, hat damals gesagt, dass wir uns der Verantwortung bewusst sein m\u00fcssen, die wir hier tragen w\u00fcrden. Wir st\u00e4nden immerhin vor einer wichtigen Bundestagswahl, und ein Beitrag auf Facebook k\u00f6nne sich eben schnell mehrere 1000 Mal teilen lassen und dann sozusagen viral mehrere Millionen Menschen erreichen. Darunter g\u00e4be es eben auch Nachrichten, die die Nutzer verwirren w\u00fcrden oder Unruhe in der Bev\u00f6lkerung stiften oder sie aufhetzen w\u00fcrde, und dann w\u00fcrde eben schlussendlich auch mehr Leute die Nazis von der AfD w\u00e4hlen, was dann bedeuten w\u00fcrde, dass die Gewalt wieder zunimmt und wie wieder so was haben wie im Dritten Reich. Und das wollte sie nicht und ich nat\u00fcrlich auch nicht.<\/p>\n<p><em>Hanno Vollenweider:<\/em><br \/>\n<em>Das hat diese Sabine so gesagt? Wenn man mal vern\u00fcnftig denkt und diesen sinnlosen Vergleich zwischen AfD und Drittem Reich wegl\u00e4sst, hat sie eigentlich gesagt, dass sie dort sitzt und Nachrichten l\u00f6scht, die die Leute bewegen k\u00f6nnen, ihre politische Meinung zu \u00fcberdenken, oder die sie in ihrer Kritik an der aktuellen Politik best\u00e4rken w\u00fcrden. Das w\u00e4re ja eine Art Beeinflussung, wie es sie sonst in einer Demokratie nicht geben sollte.<\/em><\/p>\n<p>Melanie C.:<br \/>\nJa, das hat sie so gesagt, und es geht ja noch weiter: Sie meinte dann, wir w\u00e4ren das Schutzschild der Demokratie und w\u00fcrden mit unserer Arbeit sehr viel daf\u00fcr tun, dass die Nazis \u2013 damit meinte sie immer die AfD \u2013 in Deutschland nicht an die Macht kommen w\u00fcrden.<\/p>\n<p><em>Hanno Vollenweider:<\/em><br \/>\n<em>Aber hat dich das nicht stutzig gemacht? Anderen die Meinung zu verbieten oder in die Meinungsbildung einzugreifen, ist ja schon etwas anderes, als Drohungen oder beleidigende Kommentare zu l\u00f6schen und vielleicht den ein oder anderen ausf\u00e4lligen User zu verwarnen?<\/em><\/p>\n<p>Melanie C.:<br \/>\nJa, heute denke ich da auch anders dr\u00fcber, aber zu dem Zeitpunkt war ich total davon \u00fcberzeugt, dass das richtig ist, was ich tue. Jeder dort hat so gedacht, es hat niemand etwas kritisiert, ganz im Gegenteil, man ist immer noch angefeuert worden, mehr und noch mehr zu l\u00f6schen oder zu bannen.<\/p>\n<p><em>Hanno Vollenweider:<\/em><br \/>\n<em>Diesbez\u00fcglich hast mir im Vorgespr\u00e4ch von deinem Supervisor erz\u00e4hlt.<\/em><\/p>\n<p>Melanie C.:<br \/>\nJa, man muss sich das so vorstellen, dort sa\u00dfen rund 40 Personen in einem Raum und 2 Leute waren Supervisoren, an die man sich wenden sollte, wenn man Fragen hatte, sich nicht sicher war, oder Postings von einer Internetseite entdeckt hat, die noch nicht in der Liste der Fake- und Hass-News-Seiten verzeichnet war. Die sind aber auch immer um uns herum geschlichen und haben einem \u00fcber die Schulter auf den Bildschirm geschaut. Wie eben so eine Art Einpeitscher auf einer r\u00f6mischen Galeere. Da ist es dann auch schon mal vorgekommen, dass die einen angeraunzt haben, wenn man Beitr\u00e4ge nicht entfernt hat, die das System \u2013 also der Algorithmus \u2013 aufgrund der benutzen W\u00f6rter als potentielle Fake oder Hassnachricht rausgesucht hat, die man aber pers\u00f6nlich f\u00fcr eigentlich eher harmlos oder halt einfach normale Berichterstattung hielt.<\/p>\n<p><em>Hanno Vollenweider:<\/em><br \/>\n<em>Okay, gehen wir hier mal kurz ins Detail. Facebook hat also ein Programm, einen Algorithmus, der anhand der benutzen W\u00f6rter und der Quelle bzw. der Internetseite, von der diese Nachricht kommt, vorentscheidet, ob eine Nachricht Fake-News, Hass-Botschaft etc. ist oder nicht, und du hast dann dort vor dem PC gesessen und eine Form der Endkontrolle, wenn man das so nennen will, durchgef\u00fchrt. Ist das richtig? Habt ihr diese ganzen Meldungen dann gelesen oder recherchiert, oder wie muss ich mir das vorstellen? Um so was wirklich nach dem Wahrheitsgehalt zu pr\u00fcfen, ben\u00f6tigt das doch Zeit, gegebenenfalls m\u00fcsste man auch Sachen zur Diskussion stellen m\u00fcssen.<\/em><\/p>\n<p>Melanie C.:<br \/>\nZu deiner ersten Frage: Ja, das mit dem Programm ist so, und zu deiner zweiten Frage: Nein, daf\u00fcr hatten wir gar nicht die Zeit, und das wollte auch niemand dort. Wir haben innerhalb von k\u00fcrzester Zeit entscheiden m\u00fcssen, was wir durchlassen und was nicht. Gelesen haben wir die Beitr\u00e4ge dort eigentlich nicht, daf\u00fcr war gar nicht die Zeit bei der Masse an Meldungen die da reingekommen ist. Am Anfang habe ich mir die Meldungen, teilweise auch noch genauer angesehen. Wenn man dann aber zwei, drei Mal angeschnauzt wird, weil man zu langsam ist oder dem Algorithmus vertrauen soll, dann nickt man nur noch stumpf das Meiste ab.<\/p>\n<p><em>Hanno Vollenweider:<\/em><br \/>\n<em>Du sagtest vorhin, ihr hattet eine Liste mit Hass-News-Seiten. Was waren da f\u00fcr Internetseiten drauf und wie haben die sich, sagen wir mal, \u201equalifiziert\u201c, um auf diese Liste zu kommen?<\/em><\/p>\n<p>Melanie C.:<br \/>\nDa waren eine Menge Seiten aus dem In- und Ausland drauf, mit Sicherheit 300 St\u00fcck oder mehr. Das waren Seiten wie PI-News, Philosophia Perennis, oder eure Seite, DieUnbestechlichen. Aaber auch viele so kleinere Blogs von irgendwelchen Leuten, viele ausl\u00e4ndische Seiten auch \u2013 also \u00fcberwiegend Seiten, die kritisch \u00fcber die Regierung oder zum Beispiel Fl\u00fcchtlinge und Kriminalit\u00e4t von Fl\u00fcchtlingen und Ausl\u00e4ndern berichten. Wer auf diese Liste kommt, haben die Supervisoren entschieden. Die haben das anhand der Menge der Hass-Nachrichten und Fake-News, die das System ausgefiltert hat, ausgewertet. Dazu kamen auch immer wieder Updates von \u2013 ich sage mal au\u00dferhalb \u2013 welche Seiten und welche Meldungen auf die Liste kommen bzw. was wir bevorzugt dann als Spam, Fake und Hass-News abtun sollten. Wir hatten daf\u00fcr extra zwei Mal die Woche am Morgen ein Meeting, wo man uns auf dem Laufenden gehalten hat.<\/p>\n<p><em>Hanno Vollenweider:<\/em><br \/>\n<em>Was hei\u00dft denn, es kamen Updates von au\u00dferhalb?<\/em><\/p>\n<p>Melanie C.:<br \/>\nWir hatten immer wieder Besuch von einer jungen Dame, die dann in den Meetings auch ab und zu gesprochen und sich bedankt hat f\u00fcr unsere Arbeit. Die hat nach Aussagen der anderen Mitarbeiter f\u00fcr eine Stiftung gearbeitet, die von der Bundesregierung beauftragt ist, sich um Hate-Speech im Internet und z.B. auf Facebook zu k\u00fcmmern. Mehr habe ich dar\u00fcber aber nicht erfahren. Also das hat mich auch erst im Nachhinein stutzig gemacht. Die Dame war es aber auch, die so rund 4 Wochen vor der Wahl den Kreis der Meldungen, die wir durchlassen sollten, immer enger geschn\u00fcrt hat. Da hatten wir extra ein Meeting, das \u00fcber zwei Stunden gegangen ist, da hat sie uns aufgekl\u00e4rt, wie besonders wichtig unsere Arbeit in der Zeit jetzt ist.<\/p>\n<p><em>Hanno Vollenweider:<\/em><br \/>\n<em>Okay, sind dabei vielleicht mal die Namen der Bertelsmann oder Amadeo Antonio Stiftung gefallen?<\/em><\/p>\n<p>Melanie C.:<br \/>\nDas kann ich so nicht genau sagen, aber das k\u00f6nnte gut sein. Das ist so ein Punkt, den ich erst jetzt beginne, zu hinterfragen.<\/p>\n<p><em>Hanno Vollenweider:<\/em><br \/>\n<em>Kannst du mir das Vorgehen vor der Bundestagswahl etwas n\u00e4her erkl\u00e4ren? Habt ihr dann mehr l\u00f6schen m\u00fcssen? Was f\u00fcr Meldungen wurden denn dann vermehrt gel\u00f6scht? Du sagtest auch was von \u201eMeldungen durchgelassen\u201c, wie meinst du das speziell in diesem Zusammenhang?<\/em><\/p>\n<p>Melanie C.:<br \/>\nJa, man hat uns vor der Wahl erkl\u00e4rt, dass die Rechten eine unglaubliche Kampagne in den sozialen Netzwerken fahren w\u00fcrden, um die vielen unentschlossenen W\u00e4hler zu beeinflussen. Daraufhin sollten wir dann ganz stark ausfiltern. Da ging es dann eigentlich auch nicht um irgendwelche Fake-News, sondern um Sachen, die wirklich passiert sind. Wir mussten dann z.B. die Berichterstattung von rechten Seiten \u00fcber so Sachen wie den Mord und den Prozess an der Studentin aus Stuttgart, also der Maria, die von dem Fl\u00fcchtling umgebracht und vergewaltigt wurde, oder den Macheten-Vergewaltiger aus Bonn und all diese krassen Sachen, die Fl\u00fcchtlinge angestellt haben, zur\u00fcckhalten, damit sich nicht noch mehr auf die Seite der Rechten stellen. Auch Sachen, die Kritik z.B. an der Europ\u00e4ischen Union waren und auch Kritik an der Regierung, nicht nur wegen der Fl\u00fcchtlingspolitik, sollten wir, so gut es geht, filtern. Au\u00dferdem hat man uns da noch mal ganz konkret darauf hingewiesen, dass wir niemanden, nicht mal unseren Eltern, detailliert erz\u00e4hlen sollen, was wir machen. Da habe ich dann auch angefangen, an der ganzen Sache zu zweifeln. Das hatte dann alles schon was von einem Geheimdienst in einem schlechten Film.<\/p>\n<p><em>Hanno Vollenweider:<\/em><br \/>\n<em>Ihr habt also permanent diese ganzen Nachrichten gel\u00f6scht. Das muss ja eine unglaubliche Arbeit gewesen sein, bei Millionen von Usern, die immer wieder dieselbe Nachricht posten.<\/em><\/p>\n<p>Melanie C.:<br \/>\nDas wenigste wird wirklich gel\u00f6scht. Ich habe auch mal gefragt, warum wir die Leute, die diese Sachen immer und immer wieder auf Facebook stellen, nicht einfach rauswerfen, aber man hat mir gesagt, das ginge nicht. Es sind einfach zu viele Leute und es w\u00fcrde dann doch so direkt nicht mit der Meinungsfreiheit vereinbar sein, wenn man diese ganzen Leute einfach abw\u00fcrgt. Wir hatten eine Liste mit mehreren tausend Nutzern, die durch das mehrfache Posten von extremen Inhalten aufgefallen waren. Wir haben dann diese Leute versucht, sehr aktiv einfach \u2013 ich nenne es mal \u201eweg zu mobben\u201c \u2013, indem wir denen immer wieder das Konto gesperrt haben oder Funktionen eingeschr\u00e4nkt wurden, dass sie z.B. mal f\u00fcr 30 Tage gesperrt waren oder 7 Tage nichts mehr posten konnten \u2013 klar, die ganz heftigen konnten wir schon l\u00f6schen, weil sie ja dann gegen die Facebook-Bestimmungen versto\u00dfen hatten. Aber bei denen, die eigentlich nichts Verbotenes posten, sondern nur Sachen, die halt rechts sind, haben wir eben diese Methoden aufgefahren. Das war in sehr vielen F\u00e4llen auch von Erfolg gekr\u00f6nt. \u00dcber die H\u00e4lfte der vor\u00fcbergehend gesperrten Profile \u2013 so hat man mir das zumindest gesagt \u2013 haben dann keinen Ausweis eingeschickt, um wieder entsperrt zu werden, und haben die dann wohl einfach aufgegeben.<br \/>\nJa, und dann gab es die ganz hartn\u00e4ckigen User, die Gruppen von AfDlern, diesen Patrioten, Reichsb\u00fcrgern und wie sie alle hei\u00dfen, und die Fan-Seiten, die manche Blogs auf Facebook betreiben und auf denen sie ihre eigenen Beitr\u00e4ge posten. Bei denen hilft dann nur noch ihre Posts f\u00fcr andere nicht mehr sichtbar zu machen, sowas haben wir \u2013 das hattest du ja auch gefragt \u2013 auch ganz allgemein bei Beitr\u00e4gen von manchen vermeintlichen Fake-News-Internetseiten gemacht, bei euch zum Beispiel auch.<\/p>\n<p><em>Hanno Vollenweider:<\/em><br \/>\n<em>Also ein sogenannter Shadowban, bei dem man zwar als User einen Beitrag auf sein Profil oder in eine Gruppen stellen kann, der dann aber in den Timelines der anderen User, also Freunden oder Leuten, die mit einem in der gleichen Gruppe sind, nicht auftaucht, wie es normalerweise \u00fcblich und sinngem\u00e4\u00df w\u00e4re. Bzw. Beitr\u00e4ge, die man nur sehen kann, wenn man gezielt danach sucht. Ist das so gemeint?<\/em><\/p>\n<p>Melanie C.:<br \/>\nJa, so ungef\u00e4hr funktioniert das.<\/p>\n<p><em>Hanno Vollenweider:<br \/>\n<\/em><em>Aber das ist ja Zensur! Sogar auf die schlimmste Art und Weise. Immerhin suggeriert man damit den Leuten, sie h\u00e4tten eine freie Meinung und k\u00f6nnten diese auch kundtun, dabei sieht sie niemand. Ich m\u00f6chte jetzt dazu sagen, dass wir sowas schon geahnt haben, denn bei uns ist die Klick-Rate derer, die von Facebook auf unseren Blog kommen, um \u00fcber 90% zur\u00fcckgegangen. Bei Blogger-Kollegen wie David Berger ist es nach seiner Aussage noch schlimmer. Viele kritische Blogger sind sogar ganz entsorgt worden, habe ich gesehen, oder man hat sie wegen irgendwelchem Mumpitz schikaniert. J\u00fcrgen Fritz ist das so gegangen, und Anabelle Schunke, soweit ich wei\u00df. Auch unserem Autor Garwin Wei\u00dfenstein ist nach einem islamkritischen Beitrag einfach sein Profil gel\u00f6scht worden. Wir blenden dazu hier den Link zu der Seite ein, auf der der bekannte Rechtsanwalt Joachim Steinh\u00f6fen einen Haufen F\u00e4lle in diese Richtung gesammelt hat (<a href=\"https:\/\/facebook-sperre.steinhoefel.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/facebook-sperre.steinhoefel.de\/<\/a>). <\/em><br \/>\n<em> Aber jetzt mal ehrlich, habt ihr euch da keine Gedanken gemacht, ihr k\u00f6nntet sowas werden wie eine neue Internet-Stasi?<\/em><\/p>\n<p>Melanie C.<\/p>\n<p>Zum Ende hin ja, also zumindest ich. Ich konnte das auch nicht mehr. Wenn ich das Thema aber angeschnitten habe, dann bin ich entweder von den Kollegen angegangen worden oder man hat mir erkl\u00e4rt, dass Facebook ein privates Unternehmen sei und machen k\u00f6nne, was es wolle. Au\u00dferdem war da ja das Netzdurchsuchungsgesetz schon so gut wie beschlossene Sache, und man hat mir erkl\u00e4rt, Facebook m\u00fcsse so handeln, weil es sonst riesige Strafen von der Regierung bekommen w\u00fcrde und es Facebook dann vielleicht in Deutschland nicht mehr gibt oder so.<\/p>\n<p>Ich muss das vielleicht so erkl\u00e4ren, ich war da mehr oder weniger nur von jungen M\u00e4nnern umgeben, die das alles, was wir da gemacht haben, total unterst\u00fctzten. Viele von denen sind politisch aktiv, und in manchen Raucherpausen ist der ein oder andere sogar richtig aggressiv geworden, wenn es um aktuelle News oder die AfD oder so ging. Dann sind da Spr\u00fcche gefallen, die h\u00e4tte ich von Nazis erwartet, aber nicht von Leuten, die ich am Anfang f\u00fcr normal gehalten habe. Mir sind viele der Sachen, die wir zensieren mussten, auch am Abend noch durch den Kopf gegangen. Dann habe ich angefangen zu recherchieren. Ich bin selber auf dieUnbestechlichen, JournalistenWatch, Opposition24 \u2013 und wie sie alle hei\u00dfen gegangen \u2013 und habe die Sachen nachrecherchiert. Zu mehr als \u00be der Artikel habe ich Beweise gefunden, dass das keine Fake-News sind.<\/p>\n<p><em>Hanno Vollenweider:<\/em><br \/>\n<em>Du hast mir im Vorgespr\u00e4ch gesagt, du h\u00e4ttest am Ende auch wegen dieser Aggressivit\u00e4t die dort geherrscht hat, wirklich Angst gehabt, etwas zu sagen und den Entschluss gefasst, dich der \u00d6ffentlichkeit mitzuteilen. Wie denkst du heute \u00fcber das, was passiert ist?<\/em><\/p>\n<p>Melanie C.:<br \/>\nHanno, ich f\u00fchle mich wirklich schlecht. Ich habe das Gef\u00fchl, wirklich etwas Schlechtes getan zu haben, auch gegen\u00fcber der Opfer der Verbrechen in den Artikeln, die ich als Spam abtun musste. Mir ist, als h\u00e4tte ich Menschen irgendwie manipuliert und um ihre eigene Meinung betrogen.<\/p>\n<p><em>Hanno Vollenweider: <\/em><br \/>\n<em>Eine letzte Frage, Melanie. Es wird Leute geben, die meinen, dass dieses Interview auch nur Fake-News ist. St\u00fcndest Du mit Deiner Aussage zur Verf\u00fcgung, wenn es zu offiziellen Ermittlungen kommen sollte \u2013 also mit Deinem vollen Namen.<\/em><\/p>\n<p>Melanie C.:<br \/>\nJa, auf jeden Fall.<\/p>\n<p><em>Hanno Vollenweider:<\/em><br \/>\n<em>Melanie, ich danke dir f\u00fcr das Gespr\u00e4ch. Ich hoffe, dass wir damit vielen Leuten die Augen \u00f6ffnen k\u00f6nnen, und vielleicht tut sich ja aufgrund deiner Aussage was. Wie ich heute auf der Hinfahrt zu dir erfahren habe, hat die OSZE das Netzwerkdurchsuchungsgesetz bereits scharf kritisiert. Von dort hei\u00dft es, dieses Gesetz h\u00e4tte vielleicht eine abschreckende Wirkung auf die freie Meinungs\u00e4u\u00dferung. Vielleicht wird dieses Verm\u00e4chtnis von Heiko Maas ja das am k\u00fcrzesten g\u00fcltige Gesetz in Deutschland. F\u00fcr unsere Freiheit und unsere Demokratie k\u00f6nnen wir das nur hoffen.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p>Mit freundlicher Genehmigung von<\/p>\n<pre>Hanno Vollenweider \r\nChefredakteur dieUnbestechlichen.com\r\n\r\nc\/o Amadeus Verlag GmbH &amp; Co. KG\r\nBirkenweg 4\r\n74579 Fichtenau<\/pre>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der folgende Beitrag ist im Blog &#8222;dieunbestechlichen.com&#8220; erschienen und wird hier mit freundlicher Genehmigung abgebildet. In den vergangenen Monaten hat es bereits einige Artikel zum Thema \u201eZensur bei Facebook\u201c, z.B. dar\u00fcber, wie es im Arvato-L\u00f6schzentrum von Facebook in Berlin angeblich wirklich zugeht in der Mainstreampresse gegeben. Download Artikel als PDF<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[12,20,6,13],"tags":[],"class_list":["post-1808","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-gesellschaft","category-journalismus","category-politik","category-recht"],"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1808","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1808"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1808\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1810,"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1808\/revisions\/1810"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1808"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1808"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1808"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}