{"id":1717,"date":"2018-06-03T14:19:29","date_gmt":"2018-06-03T12:19:29","guid":{"rendered":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/?p=1717"},"modified":"2018-06-03T14:19:29","modified_gmt":"2018-06-03T12:19:29","slug":"wenn-ausserirdische-auf-die-erde-kommen-wuerden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/2018\/06\/03\/wenn-ausserirdische-auf-die-erde-kommen-wuerden\/","title":{"rendered":"Wenn au\u00dferirdische auf die Erde kommen w\u00fcrden &#8230;"},"content":{"rendered":"<p>&#8230; k\u00f6nnten sie Fernsehserien mit unglaublich harten M\u00e4nnern sehen: Mienen aus Stein, verwegene B\u00e4rte, stahlharte Muskelstr\u00e4nge und ein Auftreten,<!--more--> das ein ganzes Platoon Navy-Seals abschrecken k\u00f6nnte. Im Werbspot geben sie dann allerdings zu, dass sie sich morgens ohne ihr Deo gar nicht auf die Stra\u00dfe trauen, und schon liegen ihnen noch mehr Frauen zu F\u00fc\u00dfen. Wie es derzeit wohl \u00fcberhaupt angesagt ist, als Mann zuzugeben, dass man eigentlich dem 27. Geschlecht futur pr\u00e4senz angeh\u00f6rt und keine Eier in der Hose hat, falls man Erfolg bei den Frauen haben will (welches Geschlecht die haben, muss eine von denen mal selbst sagen).<\/p>\n<p>Amerikanische Politiker und Anw\u00e4lte scheinen nach einigen Stunden im B\u00fcro selbst eine Horde Stinktiere in die Flucht zu schlagen und m\u00fcssen daher pro Tag 3-4 Mal ein frisches Hemd anziehen. Das alte ist nat\u00fcrlich unbrauchbar und wandert in den M\u00fcll. Wie \u00fcberhaupt jeder nach 2 Stunden B\u00fcroarbeit so verdreckt ist, dass er erst einmal duschen muss, da ansonsten jeder Landstreicher wegen des K\u00f6rpergeruchs das Weite suchen w\u00fcrde &#8211; um w\u00e4hrend und nach der Dusche kiloweise irgendwelches Zeug auf den K\u00f6rper zu schmieren, weil sonst anscheinend spontan die Haut abf\u00e4llt.<\/p>\n<p>Immerhin beseitigt das Zeug 99% aller gef\u00e4hrlichen Bakterien, wobei alle Bakterien ausnahmslos als gef\u00e4hrlich zu betrachten sind, es aber keinem aufgeht, dass bei gesch\u00e4tzt 1 Mio \/ cm\u00b2 nach dem Waschen immer noch 10.000 \u00fcbrig sind, die spontan \u00fcber den Menschen herfallen k\u00f6nnten. \u00dcberhaupt ist alles gef\u00e4hrlich: der Inhalt eines Joghurt-Bechers kann nach dem aufgedruckten Datum nicht etwa geschmacklich abfallen, nein, er ist absolut t\u00f6tlich. Und bei den restlichen gef\u00e4hrlichen Stoffen, was so ziemlich alle sind, die existieren, geht auch keinem auf, dass es ein demografisches Problem nicht g\u00e4be, w\u00e4re das Zeug wirklich so gef\u00e4hrlich, denn die Lebenserwartung w\u00fcrde h\u00f6chstens bei 28 Jahren liegen. Also m\u00fcssen Reinhaltungsvorschriften f\u00fcr die Umwelt her, die weniger Stoffmengen zulassen als die Umwelt vor der Existenz des Menschen verarbeitet hatte.<\/p>\n<p>Da gibt es dann den amazon-Nutzer, der mit 1-Click-Methode einkauft (muss man extra einrichten) und dann nach Fallen des Begriffs &#8222;Datenschutz&#8220; merkt: &#8222;Oohh! Amazon weiss, dass ich mich mal f\u00fcr Zahnpasta interessiert habe und meint, das k\u00f6nne mich interessieren. Was machen die mit meinen Daten?&#8220;. Also schnell gewechselt zu Instagram, wo eine blonde Dumpfbacke verk\u00fcndet, sich stets mit der Klob\u00fcrste und Rohrfrei die Z\u00e4hne zu putzen, also wird das gekauft, weil es ja eine Influenzerin ist, die damit Geld verdient, indem sie Werbung macht. Eigentlich sollte man ihr eher Influenza an den Hals w\u00fcnschen, und zwar die gef\u00e4hrliche Form von 1918.<\/p>\n<p>Un\u00fcbersehbar ist das Heer der Glaubenden. H\u00f6rt man sich ein Interview an, kommt in jedem Satz mindestens 2x die Formulierung &#8222;Ich glaube&#8220; vor. Alle glauben nur noch etwas, aber keiner wei\u00df was, was aber nicht schlimm ist, denn wir haben ja verb\u00fcrgte Glaubensfreiheit, das hei\u00dft, obendrein kann jeder glauben, was er will. Er muss auch nicht den ganzen Tag das gleiche glauben. Wenn ein anderer Interviewer ihn fragt, kann er durchaus etwas anderes glauben, und pr\u00fcfen muss der Interviewer nichts, noch nicht einmal Fakten. Er muss auch selbst nichts glauben, denn journalistisch arbeiten bedeutet, man sucht sich jemand, der etwas glaubt, und berichtet das unter Angabe der Quelle. Kein Journalist w\u00fcrde \u00fcber einen Unfall berichten, den er selbst gesehen hat. Nein, dazu muss er jemand in der Nachbarstadt anrufen, der jemanden zitiert, der auch nichts gesehen hat, aber glaubt, das etwas geschehen ist.<\/p>\n<p>Manchmal ist konstantes glauben an das Gleiche angesagt, zum Beispiel dass ein Kindersch\u00e4nder, der vor 1350 Jahren gelebt hat, der Gesandte Gottes ist. Gott hat nat\u00fcrlich auch noch niemand gesehen, aber er scheint ein ziemliches Ekelpaket zu sein, wenn er seinen Anh\u00e4ngern mitteilt, es g\u00e4be nichts Wichtigeres als das Leben, weshalb es auch in seinem Namen und in seinem Auftrag zul\u00e4ssig ist, andere Menschen aus nahezu beliebigen Gr\u00fcnden (meist handelt es sich aber um kleine bunt bedruckte Papierchen mit Zahlen drauf, um die es geht) und in beliebiger Anzahl umzubringen.<\/p>\n<p>Auch ist vielen Menschen klar, dass es so wie derzeit auf der Welt kaum weitergehen kann, ohne dass das schief geht. Was aber nicht hei\u00dft, dass man dem Problem mal auf den Grund geht. Man hat ein freiheitliches Gesellschaftssystem namens Demokratie, in der jeder ungestraft genau das sagen darf, was die regierende Mehrheit glaubt. Andere Meinungen sind aufgrund der Pluralit\u00e4t verboten und werden unterdr\u00fcckt. Wobei die regierende Mehrheit nun in der Tat die richtigen L\u00f6sungen hat, die aber erstaunlicherweise immer ausschlie\u00df\u013aich f\u00fcr andere gelten. Was sogar eine gewisse Logik besitzt, denn wie sollte man mit einem Fahrrad zur n\u00e4chsten Umweltkonferenz kommen? Da braucht man schon ein Flugzeug. Das wird dann auf der Konferenz verteufelt, w\u00e4hrend im Hintergrund schon der Ausbau der Flugh\u00e4fen angeleiert wird. Man hat n\u00e4mlich heraus bekommen, dass man den Verkehr nur dadurch zur\u00fcckdr\u00e4ngen kann, indem man neue Stra\u00dfen baut, und anschlie\u00dfend nur dadurch fl\u00fcssig und schadstoffarm darauf fahren kann, indem man Ampeln auf rote Welle schaltet und alle 200m eine neue Geschwindigkeitsbegrenzung per Schild vorschreibt.<\/p>\n<p>Wie \u00fcberhaupt alles einfach ist. In Deutschland (82 Mio Einwohner) werden ca. 20% der Nahrungsmittel fortgeworfen (&#8222;absolut t\u00f6tlich ab&#8220;, siehe oben). Mit den 20% k\u00f6nnte man anscheinend problemlos die 1,2 Mrd Afrikaner ern\u00e4hren. Ich wei\u00df zwar nicht wie, aber das muss ich auch nicht. Genauso wie ich nicht wei\u00df, wieso der Kohl von Bauer A &#8222;Biokohl&#8220; ist, der von Bauer B aber nicht, obwohl der auf dem Feld daneben w\u00e4chst. Oder wie alle Deutschen nur noch Eier von freilaufenden H\u00fchner kaufen sollen, wenn dazu die Fl\u00e4che von Deutschland alleine f\u00fcr die H\u00fchnerfarmen ben\u00f6tigt w\u00fcrde. Oder es ges\u00fcnder und umweltschonender ist, Pfanzen f\u00fcr vegane Ern\u00e4hrung per Flug- und anderen Zeugen hier zu importieren, weil mit dem, was hier w\u00e4chst, alle mit irgendwelchen Mangelern\u00e4hrungsproblemen zu tun h\u00e4tten.<\/p>\n<p>Vielleicht w\u00fcrde Letzteres die Au\u00dferirdischen zu der Ansicht verleiten, die Veganer, also die Bewohner des Sternsystems Vega, seien bereits auf der Erde gelandet. Vielleicht kennen sie die aber auch nicht. Vielleicht erinnern sie sich auch daran, dass ihre eigene Zivilisation einmal ebenso bekloppt gewesen ist, und haben Nachsicht mit uns. Obwohl das recht unwahrscheinlich ist, den vermutlich gewinnt man eher nacheinander im Lotto und im Euro-Jackpott die Hauptgewinne als das so bekloppte Gesellschaften mehr als ein paar Jahrhunderte \u00fcberdauern. Vielleicht installieren sie aber auch nur ein paar Kameras und \u00fcbertragen das Geschehen hier zu ihrem Planeten, wo alles zur erfolgreichsten Sitcom des Universums zusammen geschnitten wird. Immerhin hat sich niemand den Bl\u00f6dsinn ausgedacht wie in den \u00fcblichen Fernsehserien. Der Mensch ist von Natur aus genauso bl\u00f6d wie es auf dem anderen Planeten r\u00fcberkommt, aber solange das keiner wei\u00df, k\u00f6nnen die dar\u01d8ber lachen. Hie findet man kaum noch jemand, der das kann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8230; k\u00f6nnten sie Fernsehserien mit unglaublich harten M\u00e4nnern sehen: Mienen aus Stein, verwegene B\u00e4rte, stahlharte Muskelstr\u00e4nge und ein Auftreten, Download Artikel als PDF<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[12],"tags":[],"class_list":["post-1717","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-gesellschaft"],"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1717","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1717"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1717\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1718,"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1717\/revisions\/1718"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1717"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1717"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1717"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}