{"id":1348,"date":"2018-02-07T09:01:14","date_gmt":"2018-02-07T08:01:14","guid":{"rendered":"http:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/?p=1348"},"modified":"2018-02-07T09:01:14","modified_gmt":"2018-02-07T08:01:14","slug":"krankenversicherung-eine-weitere-spd-taeuschung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/2018\/02\/07\/krankenversicherung-eine-weitere-spd-taeuschung\/","title":{"rendered":"Krankenversicherung &#8211; eine weitere SPD-T\u00e4uschung"},"content":{"rendered":"<p>Der SPD ist es wichtig, dass private Krankenversicherte nicht mehr bevorzugt werden, weil anscheinend genau deswegen, die Wartezeiten bei \u00c4rzten so furchtbar lang sind. Wie schon bei der &#8222;sachgrundlosen Befristung von Arbeitspl\u00e4tzen&#8220; eine bewusste T\u00e4uschung des Wahlvolkes.<!--more--><\/p>\n<p>Als Privatpatient bekommt man sehr schnell einen Termin beim Arzt. Voraussetzung ist ein akuter Notfall. Bei dem bekommt der Kassenpatient allerdings auch \u00e4u\u00dferst schnell einen Termin. Ansonsten muss der Kassenpatient 1-2 Monate warten, der Privatpatient 4-8 Wochen. Zwar mag es in Einzelf\u00e4llen schneller gehen, aber die Regel ist das nicht, eher die Ausnahme. Und der Privatpatient sitzt dann bis 12:00 Uhr im Wartezimmer, wenn er um 10:00 Uhr den Termin hatte, der Kassenpatient muss im Gegenzug 2 Stunden Wartezeit in Kauf nehmen.<\/p>\n<p>Der Anteil der Privatversicherten liegt unter 9% und ist damit der Hauptgrund f\u00fcr die langen Wartezeiten auf einen Arzttermin. Schon aus rein statistischen Gr\u00fcnden k\u00f6nnte die Wartezeit von exakt 744 Stunden auf 756 Stunden verk\u00fcrzt werden (weil es f\u00fcr PKV-Versicherte Gr\u00fcnde gibt, nur dann zum Arzt zu gehen, wenn es einen Grund gibt, w\u00e4hrend GKV-Versicherte oft schon zu Pflege der sozialen Kontakte im Wartezimmer auftauchen).<\/p>\n<p>Liebe SPD-F\u00fchrung: ist euch schon mal der Gedanke gekommen, dass die Wartezeiten auch an den wenigen \u00c4rzten liegt? Dass viele Mediziner in Ausland (Schweiz, Gro\u00dfbritannien, Skandianvien) verschwinden, weil dort die Arbeitsbedingungen wesentlich besser sind? Dass im Krankenhausbereich so wenige deutsche \u00c4rzte t\u00e4tig sind, dass man als Patient ohne Farsi kaum eine Chance hat, den Arzt zu verstehen?<\/p>\n<p>\u00c4rzte verdienen nat\u00fcrlich unglaublich gut. Sie m\u00fcssen allerdings auch eine ganze Menge Geld wieder ausgeben: bei jedem Arzt wuseln zig Arzthelferinnen durch die G\u00e4nge, die Verwaltung will ebenfalls gemacht werden, die Verwaltungskosten durch sich st\u00e4ndig \u00e4ndernde EDV sind immens, Urlaub gibt es nur beschr\u00e4nkt, und wenn, dann muss ein anderer die Patienten \u00fcbernehhmen, hinzu kommen Bereitschaftsdienste usw. Die Arbeitsbelastungen sind immens, was auf die Beliebtheit des Jobs r\u00fcckwirkt. \u00c4rzte bekommen von Privatpatienten i.d.R. den 2,3-fachen Honorarsatz wie f\u00fcr Kassenpatienten. Aus dem Grund sind die PKV-Beitr\u00e4ge i.d.R. auch niedriger niedrieger als die GKV-Beitr\u00e4ge, denn irgendwie m\u00fcssen die h\u00f6heren Honorare ja finanziert werden. Und dass PKV-Versicherte im Alter geschr\u00f6pft werden, ist seit den 1990er-Jahren fast weggefallen. Seit der Zeit m\u00fcssen die Privatkassen n\u00e4mlich R\u00fccklagen bilden, so dass die Beitr\u00e4ge nicht st\u00e4rker steigen als die anderen Kosten auch.<\/p>\n<p>Zudem ist der 2,3-fache Satz auch nur eine Formalit\u00e4t. Jede PKV-Leistung wird einzeln abgerechnet, und der Versicherte bekommt die Rechnung zur Kontrolle. Der GKV-Patient bekommt keine Rechnung, wei\u00df also nicht, was er an Kosten verursacht, und da das ja zum Betrug ausgenutzt werden k\u00f6nnte, werden bei GKV-Patienten auch keine Leistungen einzeln abgerechnet. Der Arzt bekommt pro Kassenpatient eine Pauschale, egal, ob er nur sagt &#8222;wird schon wieder&#8220; oder ambulant eine Herz-OP durchf\u00fchrt. Anders ausgedr\u00fcckt: wenn er mehr leisten muss, weil mehr Leute krank werden, bekommt er folgerichtig nicht mehr Geld daf\u00fcr.<\/p>\n<p>Was allerdings wirklich stimmt: Privatpatienten bekommen eher Medikamente. Da bestimmt n\u00e4mlich der Arzt, welches Medikament der Patient bekommt, und nicht die Krankenkasse. In der GKV ist vorgeschrieben, was der Arzt verordnen muss, und wenn ein Medikament nicht auf der Liste draufsteht, weil die Pharmavertreterin nicht mit dem GKV-Unterh\u00e4ndler ins Bett wollte, gibt es das eben nicht. Auch viele Leistungen werden nicht GKV-\u00fcbernommen. Die Zahl physiotherapeutischer Behandlungen ist beispielsweise begrenzt, Knochendichtemessungen bei altersbedingter Rachitis darf die Patientin auch selbst bezahlen, usw usw. Der GAU f\u00fcr einen Kassenarzt ist ein chronisch kranker Patient, der teure Medikament braucht. Die Kosten f\u00fcr Medikamente sind n\u00e4mlich gedeckelt, unabh\u00e4ngig davon, ob ihre Verordnung nun notwendig ist oder nicht. Verschreibt der Arzt mehr, bezahlt er das selbst. Ich kenne \u00c4rzte, die mit 30.000 \u20ac zur Kassen gebeten wurden, weil sie trotzdem Medikamente verschrieben haben. Also: entweder warten die Patienten die 3 Wochen bis zum n\u00e4chsten Quartal, oder sie zahlen selbst (wobei die Selbstkosten bei Medikamenten ohnehin schon gro\u00dfenteils 50% betragen, w\u00e4hrend Privatpatienten sogar 0% draufzahlen m\u00fcssen).<\/p>\n<p>OK. Das alles will die SPD abschaffen, damit jeder genauso beschissen (behandelt) wird wie der andere. Selbst wenn man mehr Geld investieren m\u00f6chte: laut SPD darf man zwar zahlen, aber das berechtigt nicht zu anderen Leistungen. Der Feind ist nicht der Sozialparasit, der Feind ist der Flei\u00dfige, der die ganze SPD-Bande wie Maden im Speck leben l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem gibt es eine Berufsgruppe, f\u00fcr die es gar nicht anderes gibt als eine Privatversicherung: die Beamten. Die haben n\u00e4mlich Beihilfeanspr\u00fcche, d.h. der Dienstherr zahlt einen Teil der Arztkosten, und den Rest MUSS der Beamte privat versichern. Beamte machen ca. 25% der Privatversicherten aus. Schlie\u00dft man nach SPD-Vorstellungen die Privatkassen, wohin dann mit den vorhandenen Versicherten? In die GKV? Und was ist mit erworbenen Anspr\u00fcchen? Werden die SPD-typisch enteignet? Oder darf die PKV nur keine neuen Mitglieder werben? Dann w\u00fcrden die Privatversicherten aber in absehbarer Zeit mehrere 1.000 \u20ac\/Monat zahlen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Alles in allem: gr\u00f6\u00dftm\u00f6glicher SPD-Schwachsinn, um ein paar Bekloppten irgendwas vorgaukeln zu k\u00f6nnen, damit der Alkoholiker an der Spitze zusammen mit seiner Proll-Braut Minister wird. Hoffentlich verschwindet der Haufen bald in der Versenkung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der SPD ist es wichtig, dass private Krankenversicherte nicht mehr bevorzugt werden, weil anscheinend genau deswegen, die Wartezeiten bei \u00c4rzten so furchtbar lang sind. Wie schon bei der &#8222;sachgrundlosen Befristung von Arbeitspl\u00e4tzen&#8220; eine bewusste T\u00e4uschung des Wahlvolkes. 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