{"id":13352,"date":"2026-11-02T09:24:29","date_gmt":"2026-11-02T08:24:29","guid":{"rendered":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/?p=13352"},"modified":"2026-11-02T09:24:30","modified_gmt":"2026-11-02T08:24:30","slug":"bekannte-gesichter-geschonte-taeter-warum-krawallmacher-in-deutschland-narrenfreiheit-geniessen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/2026\/11\/02\/bekannte-gesichter-geschonte-taeter-warum-krawallmacher-in-deutschland-narrenfreiheit-geniessen\/","title":{"rendered":"Bekannte Gesichter, geschonte T\u00e4ter: Warum Krawallmacher in Deutschland Narrenfreiheit genie\u00dfen"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Erst laue Proteste im Netz, dann brennende M\u00fclleimer auf der Stra\u00dfe:<\/strong> Die Ereignisse im Nachgang der j\u00fcngsten Sch\u00fclerdemos passen in ein Schema, das Beobachtern seit Jahren vertraut ist. Kaum verstreuen sich die eigentlichen Demonstrationsteilnehmer, \u00fcbernehmen die \u00fcblichen Verd\u00e4chtigen das Feld. Und obwohl es sich bei den Randalierern um polizeibekannte Klientel handelt, bleibt der gro\u00dfe Aufschrei aus. Warum? Weil zwei Milieus in Deutschland genie\u00dfen, was man ohne \u00dcbertreibung als politischen und medialen Protektionismus bezeichnen kann.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Wer die Mechanismen hinter dieser Duldung versteht, blickt tief in das R\u00e4derwerk deutscher Politik- und Medienkultur.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">1. Das linksextreme B\u00fcndnis: Wenn die Politik \u201eFreunde\u201c nicht anfasst<\/h3>\n\n\n\n<p>Linksradikale Gewaltt\u00e4ter und das sogenannte \u201eautonome\u201c Spektrum sind den Sicherheitsbeh\u00f6rden seit Jahrzehnten bestens bekannt. Dass man sie dennoch regelm\u00e4\u00dfig gew\u00e4hren l\u00e4sst, hat System. Die politische Klasse \u2013 insbesondere das linke und sozialdemokratische Spektrum \u2013 pflegt seit jeher ein romantisiertes, oft wohlwollendes Verh\u00e4ltnis zur Antifa.<\/p>\n\n\n\n<p>Man erinnert sich an offene Debatten, wie jenen exemplarischen Diskurs im SPD-Parteiorgan <em>Vorw\u00e4rts<\/em>, wo unter der \u00dcberschrift <em>\u201e<a href=\"https:\/\/vorwaerts.de\/meinung\/im-kampf-gegen-rechts-braucht-die-spd-auch-die-antifa\">Im Kampf gegen rechts braucht die SPD auch die Antifa<\/a>\u201c<\/em> die kritische Distanz zu Linksextremen zugunsten des \u201eKampfes gegen Rechts\u201c aufgeweicht wurde. Selbst Seiten wie <a href=\"https:\/\/de.indymedia.org\/node\/486258\">indymedia<\/a> d\u00fcrfen weiterhin ungestraft gegen die Polizei hetzen, und wer um 2010 schon in der Szene unterwegs war, wei\u00df, dass sich Gr\u00fcne dort h\u00e4ufig Handlungsanweisungen abholten und auch Anleitungen zu finden waren, wie man &#8222;Polizei-Faschisten&#8220; mit einer Schreckschusspistole hinrichten k\u00f6ne. <\/p>\n\n\n\n<p>Wer ideologisch als B\u00fcndnispartner im Kampf gegen den politischen Hauptfeind gilt, wird nicht mit der H\u00e4rte des Gesetzes bek\u00e4mpft, sondern strukturell verharmlost, mit F\u00f6rdergeldern querfinanziert oder politisch gedeckt. Das Ergebnis: Was bei anderen Gruppen als staatsgef\u00e4hrdend geahndet w\u00fcrde, gilt hier als \u201ejugendlicher \u00dcbermut\u201c oder \u201egesellschaftlicher Widerstand\u201c.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">2. Das Milieu der Erlesenen: T\u00e4terethnie bestimmt die Berichterstattung<\/h3>\n\n\n\n<p>Der zweite Akteur bei Krawallen im \u00f6ffentlichen Raum ist die erlebnisorientierte, meist migrantisch gepr\u00e4gte Jugend- und \u201eParty-Szene\u201c aus den Problemvierteln. Auch hier sind die T\u00e4ter den Beamten vor Ort oft namentlich bekannt. Doch die mediale und politische Aufarbeitung folgt einer strengen Vorzensur: Passt der Hintergrund der T\u00e4ter nicht in das gewollte Narrativ des aufgekl\u00e4rten, diversen Staates, setzt der Mechanismus des gezielten Verschweigens ein.<\/p>\n\n\n\n<p>In den Berichten wird dann euphemistisch von \u201eJugendlichen\u201c, \u201eFeiernden\u201c oder \u201edynamischen Gruppen aus der Dynamik heraus\u201c gesprochen. Die Identit\u00e4t, der kulturelle Hintergrund und die explizite Ablehnung staatlicher Autorit\u00e4t werden konsequent ausgeblendet. Aus Angst, den \u201efalschen Kr\u00e4ften\u201c Argumente zu liefern, wird das Problem lieber totgeschwiegen als benannt. Und die Staatsanwaltschaften ermitteln gar nicht erst.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">3. Die Doppelmoral der Justiz und Medien<\/h3>\n\n\n\n<p>Das Zusammenspiel aus politischem Kalk\u00fcl und journalistischem Haltungsethos erzeugt eine verheerende Schieflage. W\u00e4hrend bei B\u00fcrgerprotesten aus der Mitte der Gesellschaft sofort der Ausnahmezustand ausgerufen, bis ins private Umfeld ermittelt und mit aller H\u00e4rte des Rechtsstaats gedroht wird, herrscht beim linksautonomen Krawall und migrantischer Gewalt auff\u00e4llige Milde. Verfahren werden wegen \u201emangelndem \u00f6ffentlichen Interesse\u201c eingestellt, Ermittlungen verlaufen im Sande und die T\u00e4ter wissen genau, dass ihnen in der Praxis wenig droht. Wie der aktuelle Fall &#8222;Paul Brandenburger&#8220; zeigt, gilt das selbst im Fall schwerer Gewaltkriminalit\u00e4t: w\u00e4hrend migrantische T\u00e4ter nicht eingesperrt werden, weil keine Haftm\u00f6glichkeiten zur Verf\u00fcgung stehen, und sp\u00e4ter frei kommen, weil die Gerichte Fristen vers\u00e4umen, sperrt man einen Wortt\u00e4ter mit bekannter Anschrift kurzerhang in Untersuchungshaft. Wohlgemerkt: wegen Worten, die zwar krass, aber wahr sind!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">4. Das Instrument: Krawall als Ablenkungsman\u00f6ver<\/h3>\n\n\n\n<p>F\u00fcr das politische Establishment sind diese Randale-Milieus paradoxerweise sogar n\u00fctzlich, nd genau deshalb werden sie geduldet, auch wenn der eine oder andere Polizist als &#8222;Kollateralschaden&#8220; f\u00fcr eine Weile ausf\u00e4llt. Sie dienen als perfekter Nebelwerfer: Sobald eine Demonstration ungem\u00fctliche politische Forderungen stellt oder das Versagen der Regierung aufdeckt, verlagern die Medien den Fokus sofort auf die sp\u00e4ten Krawalle. Der inhaltliche Protest wird durch die Randale \u00fcberlagert und entwertet. Man verurteilt pauschal die Gewalt, fordert mehr Pr\u00e4vention und muss sich nicht eine Sekunde mit den eigentlichen Ursachen auseinandersetzen. Meist wird noch nicht einmal berichtet, was der Gegenstand der Demonstrationen war und wer dort was gesagt hat.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ausblick: Auf dem Weg zur v\u00f6llig entfremdeten Jugend<\/h3>\n\n\n\n<p>Diese Mechanismen bleiben bei den Jugendlichen nicht ohne Wirkung. Wer auf die Stra\u00dfe geht, um \u00fcber Bildung oder Zukunft zu sprechen, und sich am n\u00e4chsten Tag in den Nachrichten als Statipolster f\u00fcr Krawallmacher wiederfindet, zieht eine k\u00fchle Konsequenz: <strong>Anstrengung zwecklos.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Vergleicht man die heutige Situation mit den 1970er-Jahren, wird der fundamentale Wandel sichtbar. Damals war die Jugend hochgradig politisiert, weil sie fest an die Gestaltbarkeit von Staat und Gesellschaft glaubte. Heute dagegen herrscht bei den Jugendlichen das Gef\u00fchl absoluter Ohnmacht gegen\u00fcber einem beh\u00e4bigen, \u00fcberb\u00fcrokratischen Apparat.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Gen Z wird dadurch nicht zwingend uninformiert, aber tief <strong>entfremdet<\/strong>. Tats\u00e4chlich muss man davon ausgehen, dass viele sehr gut auf dem Laufenden sind, was da passiert, denn in den sozialen Netzwerken gibt es nicht nur Schmink- und Modetipps, sondern fast jeder f\u00fchlt sich berufen, sich \u00fcber aktuelle gesellschaftliche und poltische Themen zu echauffieren. Wenn das aber, wie aktuell seit 2020, \u00fcber Jahre hinweg l\u00e4uft, ohne dass die Kritik auch nur irgendeine Auswirkung hat, es tats\u00e4chlich immer schlimmer wird, stumpfen die Leute ab und verlieren das Interesse, sich immer und immer wieder den sprichw\u00f6rtlichen &#8222;gleichen Schei\u00df&#8220; anzuh\u00f6ren.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Energie wandert ab in den privaten Bereich \u2013 in Karriere, individuelle Absicherung und pers\u00f6nliche Projekte. Der Staat wird von immer mehr Jugendlichen \u00e4hnlich wahrgenommen wie in den Problemvierteln: nicht mehr als sch\u00fctzendes Dach oder Identifikationsstifter, sondern als fremdes, l\u00e4stiges Organ \u201eda oben\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Beim n\u00e4chsten Protestaufruf werden folglich noch weniger kommen. Es droht keine laute Revolution, sondern eine stille, gef\u00e4hrliche Erodierung: Wenn die Jugend dem Staat endg\u00fcltig den R\u00fccken kehrt, fordert sie nichts mehr \u2013 sie ignoriert ihn schlichtweg. Und wer dann in einen Krieg gezwungen werden soll, wie es die derzeitige Rhetorik impliziert, wird verweigern, die Stiefel so binden, dass nach 5km Marsch 3 Wochen Lazarett angesagt sind, sich d\u00fcmmer anstellen, als die Offiziere sich vorstellen k\u00f6nnen und im richtigen Augenblick die Waffe fortwerfen und mit einem Tempo-Taschentuch die Kapitulation signalisieren. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erst laue Proteste im Netz, dann brennende M\u00fclleimer auf der Stra\u00dfe: Die Ereignisse im Nachgang der j\u00fcngsten Sch\u00fclerdemos passen in ein Schema, das Beobachtern seit Jahren vertraut ist. Kaum verstreuen sich die eigentlichen Demonstrationsteilnehmer, \u00fcbernehmen die \u00fcblichen Verd\u00e4chtigen das Feld. 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