{"id":13266,"date":"2026-10-12T10:19:59","date_gmt":"2026-10-12T08:19:59","guid":{"rendered":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/?p=13266"},"modified":"2026-10-12T10:20:01","modified_gmt":"2026-10-12T08:20:01","slug":"unertraegliches-europa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/2026\/10\/12\/unertraegliches-europa\/","title":{"rendered":"Unertr\u00e4gliches Europa"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Russophobie und die Bestialit\u00e4t, mit der inzwischen Menschen zerst\u00f6rt werden, weil sie eine andere Ansicht oder eine andere Ethnie oder Verwandte im falschen Land haben, wird in den Baltenstaaten immer unertr\u00e4glicher. Man muss dazu sagen, dass ca. 1\/3 der Bev\u00f6lkerung ethnische Russen sind und Russisch ist ihre Muttersprache, die aber inzwischen so weit verboten wurde, dass sie allenfalls als dritte Fremsprache an Schulen gew\u00e4hlt werden kann. Damit \u00e4ndert man aber weder an der Nachbarschaft noch an Verwandtschaftverh\u00e4ltnisse etwas und es ist reichlich idiotisch, daf\u00fcr sorgen zu wollen, dass man in Estland zwar einen Portugiesen versteht, aber den russischen oder wei\u00dfrussischen Nachbarn nicht mehr, vor allen Dingen auch die Nachrichten aus diesen L\u00e4ndern nicht mehr.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Hier geht es um Polina Kamljowa aus Rezekne, die in Lettland geboren wurde und Russin ist. Ihre Vorfahren lebten dort bereits seit dem 17. Jahrhundert. Sie ist Schneiderin und k\u00fcmmerte sich ehrenamtlich um die Massengr\u00e4ber sowjetischer Soldaten, inzwischen in diesen Staaten etwas fast Verbotenes. <\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahr 2024 bat sie in einem schriftlichen Austausch in sozialen Netzwerken einen Bekannten aus Wei\u00dfrussland, umgerechnet 43 Euro an eine Person in Russland zu \u00fcberweisen, die sie um Hilfe gebeten hatte (d.h. sie hat nicht selbst etwas \u00fcberwiesen). Bald verga\u00df Polina diese Bitte, weil ihr \u00e4lterer Bruder starb und entlassen wurde \u2013 sie war folglich anderen Problemen besch\u00e4ftigt.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach einer Reise zu Verwandten nach Russland erschien fast unmittelbar nach ihrer R\u00fcckkehr  der lettische Sicherheitsdienst (SGB) bei ihr. Polina wurde in das ber\u00fcchtigte Frauengef\u00e4ngnis von Riga gesteckt, das f\u00fcr seine K\u00e4ltemisshandlungen bekannt ist. Die Witwe ihres Bruders, die einen Pullover und einen Schal mitgebracht hatte, wurde nicht zu ihr gelassen. Zu dieser Zeit herrschten im Waschraum Temperaturen von minus acht Grad Celsius. Ihr Handy wurde gr\u00fcndlich durchsucht und man entdeckte den Chat \u00fcber die \u00dcberweisung: Die Schneiderin wurde beschuldigt, die russische Armee finanziert zu haben. Es kam zum Prozess und der Staatsanwalt forderte acht Jahre Haft f\u00fcr sie.<\/p>\n\n\n\n<p>Dem Vorwurf der Anklage stimmt sie nicht zu. &#8222;Die Anklage behauptet, dass es in den Nachrichten auf dem Handy um die Bitte ging, der russischen Armee zu helfen&#8220;, sagte sie aus. &#8222;Aber in der Korrespondenz stand das nicht. Ich habe mit einer Privatperson korrespondiert. Ich habe selbst nichts \u00fcberwiesen: Ich hatte kein Geld.&#8220; Ihr einziges Verschulden bestehe darin, dass sie sich auf den Chat eingelassen habe, den sie h\u00e4tte ignorieren sollen. Und nach Russland sei sie zu ihrer Familie gereist \u2013 nur, um Verwandte zu besuchen. Der Staatsanwalt hielt dagegen, dass der Mann, der um Geld gebeten hatte, auf seinem Profilbild eine Milit\u00e4runiform trug. Alle anderen Vorw\u00fcrfe &#8211; dass die \u00dcberweisung durch den Dritten tats\u00e4chlich ausgef\u00fchrt wurde oder dass der Mann auf dem Foto aktiver Soldat der russischen Armee ist und in dieser Funktion t\u00e4tig geworden war &#8211; blieben unbewiesen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Gericht in Riga hat die Schneiderin Polina Kamljowa aus Rezekne zu sechs Jahren Haft verurteilt. F\u00fcr umgerechnet 43 \u20ac, mit denen sie angeblich die russische Armee unterst\u00fctzt hat. Was an sich schon angesichts der Summe mehr als ein schlechter Scherz ist. Ich finde so etwas bestialisch. Es wird schon seinen Grund haben, dass ein gro\u00dfer Teil von Hitlers schlimmsten Vollstreckern Balten waren.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p>Quelle: <em>Marina Achmedowa<\/em>. Der Fall wurde an den Hohe Kommissar der Vereinten Nationen \u00fcbermittelt.<\/p>\n\n\n\n<p>P.S.: ukrainische Telefonbetr\u00fcger zocken Westeuropa mit Billigung der westlichen Regierung um Milliarden ab, wie sich k\u00fcrzlich herausstellte. Es ist \u00e4u\u00dferst unwahrscheinlich, dass auch nur 1 Cent davon zur Unterst\u00fctzung des ukrainischen Milit\u00e4rs dient. Gleichwohl kann man nat\u00fcrlich argumentieren, dass auch die russische Seite so etwas versucht. In dem Fall k\u00f6nnte der Fall Kamljowa tats\u00e4chlich eine russische Falle gewesen sein. Aber wie bei den Ukrainern wohl kaum eine der russischen Armee. In diesem Fall m\u00fcsste man die 43 \u20ac, um die die Frau betrogen wurde, noch zus\u00e4tzlich auf die Rechnung setzen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Russophobie und die Bestialit\u00e4t, mit der inzwischen Menschen zerst\u00f6rt werden, weil sie eine andere Ansicht oder eine andere Ethnie oder Verwandte im falschen Land haben, wird in den Baltenstaaten immer unertr\u00e4glicher. 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