{"id":13088,"date":"2026-07-31T08:36:58","date_gmt":"2026-07-31T06:36:58","guid":{"rendered":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/?p=13088"},"modified":"2026-07-31T08:36:59","modified_gmt":"2026-07-31T06:36:59","slug":"brandbeschleuniger-ii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/2026\/07\/31\/brandbeschleuniger-ii\/","title":{"rendered":"Brandbeschleuniger II"},"content":{"rendered":"\n<p>Nachtrag zum Artikel<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-gemeinheiten-amp-beobachtungen wp-block-embed-gemeinheiten-amp-beobachtungen\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"WCVjgefLUW\"><a href=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/2026\/07\/27\/brandbeschleuniger\/\">Brandbeschleuniger<\/a><\/blockquote><iframe loading=\"lazy\" class=\"wp-embedded-content\" sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" style=\"position: absolute; visibility: hidden;\" title=\"&#8222;Brandbeschleuniger&#8220; &#8211; Gemeinheiten &amp; Beobachtungen\" src=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/2026\/07\/27\/brandbeschleuniger\/embed\/#?secret=yBKE0xOFUY#?secret=WCVjgefLUW\" data-secret=\"WCVjgefLUW\" width=\"600\" height=\"338\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Man kann sich nat\u00fcrlich auch einmal fragen &#8222;<em>warum brennt es immer wieder so heftig, wo doch schon in den letzten Jahren alles abgebrannt ist?<\/em>&#8222;. Die Antwort: weil die Menschen, wobei man jetzt dar\u00fcber streiten kann, ob Waldbesitzer oder Verwaltung gemeint ist, absolut lernunf\u00e4hig sind. M\u00f6glicherweise aber auch, weil es sich rechnet.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn man sich den nat\u00fcrlichen Wald in den Gegenden anschaut, handelt es sich um trockenresistente Art, die oft locker, aber langsam wachsen und zudem meist biologisch gegen Feuer gesch\u00fctzt sind. Beispielsweise Korkeichen, deren dicke Korkrinde bei Br\u00e4nden das Mark wirksam sch\u00fctzt. Eigentlich muss der Eigent\u00fcmer nur regelm\u00e4\u00dfig ein wenig das Unterholz auslichten, um dauerhaft Ruhe vor Br\u00e4nden zu haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Korkeichen k\u00f6nnen ca. alle 10 Jahre geerntet werden, d.h man sch\u00e4lt die Rinde ab und macht Korken oder Korkbaustoffe daraus. 10 Jahre sind eine lange Zeit, weshalb manche Bauern bereits nach 7 &#8211; 8 Jahren minderwertigeren Kork ernten. Allerdings sind Flaschenkorken aus Naturkork out. In den traditionellen Weinl\u00e4ndern wird zwar weiter verkorkt, aber meist mit dem g\u00fcnstigeren Kunstkorken (nur in Deutschland gibt es Schraubverschl\u00fcsse). Die Korkernte bringt also weniger ein als bisher. Mit Oliven, eine andere nat\u00fcrlich vorkommende Art, l\u00e4uft es noch, aber auch dort gibt es ein \u00dcberangebot.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie kommt man nun an den Profit? Mit den gleichen Methoden wie hier: man pflanzt Monokulturen mit schnell wachsenden, aber nicht dorthin geh\u00f6renden Arten, an das m\u00f6glichst dicht. So reihen sich vielfach Kiefern- oder Eukalyptuskulturen aneinander. Bei Trockenheit brennen Kiefern schnell, auch aufgrund des Harzes, und Eukalyptus mit noch h\u00f6heren \u00d6lanteilen ist noch schlimmer. Fehlen dann noch Schneisen, die die Br\u00e4nde aufhalten k\u00f6nnten, gibt es kein Halten mehr und es kommt zu regelrechnten Feuerst\u00fcrmen, wenn die Fl\u00e4chen gro\u00df genug werden (Ansaugen der Luft und Bildung spezieller Wolkenformationen). <\/p>\n\n\n\n<p>So brennen nun in Frankreich in der Gironde genau die Fl\u00e4chen wieder ab, die bereits vor 10 Jahren nieder gebrannt sind. Weil die Monokulturen genau in der gleichen Weise wieder angelegt wurden, was schon damals zur Katastrophe gef\u00fchrt hat. Wenn jetzt noch hinzu kommt, dass die russischen L\u00f6schflugzeuge und Hubschrauber aus ideologischen Gr\u00fcnden nicht eingesetzt werden d\u00fcrfen, wird alles noch um einige Gr\u00f6\u00dfenordnungen schlimmer. <\/p>\n\n\n\n<p>Rechnet sich das trotzdem? Vermutlich. Die Kalkulation &#8222;wieviel Monokultur darf abbrennen, damit am Ende Profit bleibt?&#8220;, d\u00fcrften die Betreiber der Kulturen aufgemacht haben. Zumal die Kosten &#8211; L\u00f6scheins\u00e4tze und zerst\u00f6rte H\u00e4user &#8211; anderen h\u00e4ngen bleiben. <\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p>Es gibt noch einen weiteren Bereich, in dem Katastrophen vorprogrammiert sind: Batteriespeicher. Brennt eine Lithium-Batterie, bleibt als Gegenma\u00dfnahme nur Wasser zur K\u00fchlung, und das in gro\u00dfen Mengen. L\u00f6schen kann man den Brand i.d.R. nicht, aber verhindern, dass der in eine Explosion ausartet.<\/p>\n\n\n\n<p>In zunehmendem Ma\u00dfe werden gro\u00dfe Batteriespeicher geplant oder gebaut, die die Volatilit\u00e4t der Wind-\/Solarkraft abregeln sollen. In Deutschland sind k\u00fcrzlich 2 dieser Speicher in Brand geraten, d.h. die Gefahr besteht durchaus. Dabei hat man mehr oder weniger noch Gl\u00fcck gehabt: die Feuerwehr beschr\u00e4nkt sich darauf, immense K\u00fchlwassermengen auf die brennende Einheit zu spr\u00fchen, und die beiden Br\u00e4nde sind gl\u00fccklicherweise in einer Gegend ausgebrochen, in der gen\u00fcgend Wasser aus nahe liegenden Fl\u00fcssen entnommen werden konnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein paar Leute haben mal nachgerechnet und sich umgeschaut und mussten feststellen, dass dieser Effekt sehr oft nicht ber\u00fccksichtigt wird. Einige Projekte eignen sich f\u00fcr Gro\u00dfkatastrophen: bricht hier ein Batteriebrand aus, steht nicht gen\u00fcgend K\u00fchlwasser zur Verf\u00fcgung: das Wasser der Versorger gen\u00fcgt nicht und Fl\u00fcsse\/B\u00e4che\/Seen mit der notwendigen Kapazit\u00e4t sind in der Gegend nicht zu finden. Mit anderen Worten: bricht ein Brand aus und kann nicht sofort zu Beginn gestoppt werden, dann HALLELUJA f\u00fcr die ganze Gegend.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachtrag zum Artikel Download Artikel als PDF<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-13088","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13088","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13088"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13088\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":13089,"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13088\/revisions\/13089"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13088"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13088"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13088"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}