{"id":13038,"date":"2026-07-01T08:50:16","date_gmt":"2026-07-01T06:50:16","guid":{"rendered":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/?p=13038"},"modified":"2026-07-01T08:50:17","modified_gmt":"2026-07-01T06:50:17","slug":"die-bluttat-von-stade","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/2026\/07\/01\/die-bluttat-von-stade\/","title":{"rendered":"Die Bluttat von Stade"},"content":{"rendered":"\n<p>In Stade hat in einer einseitigen Schie\u00dferei ein T\u00e4ter 6 Besch\u00e4ftigte einer Jugendeinrichtung erschossen. \u00dcber die Details kann man nur spekulieren, was wir hier nicht machen wollen. An dem Vorgang l\u00e4sst sich aber wieder einiges aufzeigen, was schief l\u00e4uft in diesem Land.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p><strong>Medien:<\/strong> Bei der Berichterstattung wurde nicht der ber\u00fchmte &#8222;Einmann&#8220; f\u00fcr die Tat verantwortlich gemacht, sondern es wurde betont, der T\u00e4ter sei Deutscher(!). Andererseits fehlte der sonst \u00fcbliche Hinweis, dass es sich um &#8222;Herbert K. aus W. bei S.&#8220; handelte, der bei Biodeutschen normalerweise verwendet wird. Weiter unten in den Berichten konnte man dann erfahren, dass es sich um einen in Deutschland geborenen ethnischen T\u00fcrken handelt.<\/p>\n\n\n\n<p>Schnell vermutet wurde ein Bezug zu einem Clan, was durch Berichte auf X, der T\u00e4ter &#8222;habe sich standesgem\u00e4\u00df in einem AMG-Benz vom Tatort entfernt&#8220; best\u00e4tigt wird, sofern das stimmt, was da auf X berichtet wird. In den gro\u00dfen Medien wurde der Miri-Clan genannt, der ein starkes Standbein in der Gegend hat. Allerdings: die Miris sind Libanesen und Clans nehmen das mit der Verwandtschaft \u00e4u\u00dferst ernst. Lediglich die Vermutung, der T\u00fcrke sei Mitglied eines kurdischen Clans, ist noch unwahrscheinlicher. <\/p>\n\n\n\n<p>L\u00e4sst man alles unwesentliche und spekulative fort, stammt der T\u00e4ter mutma\u00dflich aus dem Clan-Milieu. Was im Weiteren nicht ganz unwesentlich ist, wenn es stimmt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das Amt:<\/strong> Neutral ausgedr\u00fcckt ging es bei dem Ganzen um einen Sorgerechtsfall f\u00fcr ein Kleinkind. Unh\u00f6flicher formuliert, aber in der Sache treffender ging es darum, jemandem sein Kind wegzunehmen. Es gibt wohl kaum etwas, das mehr zu Verzweiflungstaten animiert als Kinder. <\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich passiert so etwas nur zum Wohle des Kindes. Muss es aber in der Realit\u00e4t nicht. Ich kenne Leute, die in Sachen Betreuung von Problemfamilien im Feldeinsatz unterwegs waren, also direkt mit den F\u00e4llen konfrontiert wurden, und die nach einiger Zeit den Job geschmissen hatten, weil sie es nicht mehr ertragen konnten, was sie von der Arbeit mit nach Hause brachten. Wobei das Unertr\u00e4gliche nicht in den Familien selbst zu suchen war, sondern in der Selbstherrlichkeit von Richtern und oberen Sesselfurzern, die mit ihren Urteilen und Bescheiden erst das richtige Leid vor Ort verursachten. Verst\u00e4ndlich ausgedr\u00fcckt: es ging nicht darum, dass das Kind geliebt und versorgt wurde, sondern dass es genau in der einzig zul\u00e4ssigen Form geliebt und versorgt wurde, die der Richter zulie\u00df, sonst war es weg.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich will damit nicht behaupten, dass hier so ein Fall von Selbstherrlichkeit vorliegt. Ich kann auch nicht festmachen, wie h\u00e4ufig so etwas auftritt. Fakt ist allerdings, dass immer wieder von einzelnen Missst\u00e4nden in \u00c4mtern und Verwaltungen berichtet wird und sich im Weiteren herausstellt, dass es alles andere als &#8222;einzelne Missst\u00e4nde&#8220; sind, sondern wesentlich weiter verbreitet sind, als man meint. Ausschlie\u00dfen sollte man es daher nicht, dass dem T\u00e4ter im Vorfeld mit einer gewissen Arroganz begegnet wurde, die bei Biodeutschen einsch\u00fcchternd wirkt, im Clanmilieu aber eher als Verst\u00e4rker anzusehen ist.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Der Clan:<\/strong> Hier kommen wir zu einem Knackpunkt des Falls. Bekannt ist, dass innerhalb von Clans ganz andere Begriffe der Ehre und der Pflicht gepflegt werden als im normalen b\u00fcrgerlichen Milieu. Sich das eigene Kind wegnehmen lassen, ohne rabiat zu werden, ist innerhalb solcher Strukturen ein No Go. Hat man das untersch\u00e4tzt? Vermutlich.<\/p>\n\n\n\n<p>An solchen Stellen r\u00e4cht es sich, Neub\u00fcrger nicht in die Altgesellschaft eingliedern zu wollen, was auch eine Eingliederung hinsichtlich der gesellschaftlichen Normen bedeutet. Nein, man l\u00e4sst sie seit Jahrzehnten ihre Parallelgesellschaften aufbauen, verteufelt Kritik daran, versteht letztendlich nicht (mehr), dass ein formaler Pass-Deutscher aus solchen Milieus v\u00f6llig anders tickt als ein Altbewohner &#8211; und rennt an verschiedenen Punkten ins offene Messer.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Waffe:<\/strong> R\u00e4tselraten, woher der Mann die Tatwaffe hatte, obwohl auch das nach den Vorbemerkungen auf der Hand liegt. \u00dcber die Jahre immer wieder erneute Analysen des Ukraine-Krieges kommen immer wieder zum gleichen Ergebnis: ca. 10% der Kleinwaffen bis hin zu Man Pads verschwinden spurlos. Das Angebot an Schwarzmarktwaffen d\u00fcrfte inzwischen \u00fcberw\u00e4ltigend sein &#8211; und Clans stecken traditionell mitten drin in solchen Schwarzmarktgeschichten.<\/p>\n\n\n\n<p>Hinzu kommt die Unt\u00e4tigkeit der Sicherheitsbeh\u00f6rden: schaut man sich auf X Videos von Polizeihandlungen an, wird mit Schlagst\u00f6cken ohne gro\u00dfe Zur\u00fcckhaltung auf Frauen eingeschlagen, die kaum das halbe Kampfgewicht des arroganten Gesetzesh\u00fcters auf die Waage bringen (<em>die Umst\u00e4nde sind zwar nicht immer zu durchschauen, aber die Brutalit\u00e4t geht weit \u00fcber das hinaus, was selbst bei Auff\u00e4lligkeit der Polizeiopfer angemessen w\u00e4re<\/em>). Der Mut nimmt aber sehr schnell ab, wenn das Kampfgewichtverh\u00e4ltnis ausgeglichener wird und in die Clan-Zonen in den St\u00e4dten geht man inzwischen oft gar nicht mehr oder nur in sehr gro\u00dfer Personalst\u00e4rke hinein (<em>was sicher in machen Gebieten sinnvoll ist, darf man doch durchaus vermuten, dass manche Clans durchaus in der Lage sein k\u00f6nnten, einen Sch\u00fctzenpanzer auszuschalten oder einen Helikopter vom Himmel zu holen<\/em>). <\/p>\n\n\n\n<p>Und das ist nur die Polizei. Die geh-Heim(!)-Dienste sind so mit der Verfolgung rechter Hassrede besch\u00e4ftigt, dass sie noch nicht mal die vergleichsweise harmlose Antifa unter Beobachtung halten k\u00f6nnen. Fazit: an die Waffe zu gelangen war vermutlich die leichteste \u00dcbung aufgrund des permamenten absichtlichen Wegsehens.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Resum\u00e9e:<\/strong> V\u00f6llig unabh\u00e4ngig vom tats\u00e4chlichen Fall kommen hier eine ganze Reihe von Zutaten zusammen, die ein gef\u00e4hrliches Gemisch darstellen. Wenn das gleich zu 6 Toten eskaliert, ist das schon recht extrem, aber das beseitigt das Muster nicht. <\/p>\n\n\n\n<p>Was wird die Folge sein? Vermutlich die, dass man Clans noch freieren Raum gibt. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Stade hat in einer einseitigen Schie\u00dferei ein T\u00e4ter 6 Besch\u00e4ftigte einer Jugendeinrichtung erschossen. \u00dcber die Details kann man nur spekulieren, was wir hier nicht machen wollen. An dem Vorgang l\u00e4sst sich aber wieder einiges aufzeigen, was schief l\u00e4uft in diesem Land. 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