{"id":12937,"date":"2026-05-30T08:23:49","date_gmt":"2026-05-30T06:23:49","guid":{"rendered":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/?p=12937"},"modified":"2026-05-30T08:23:50","modified_gmt":"2026-05-30T06:23:50","slug":"zwang-zum-schwarzgeld","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/2026\/05\/30\/zwang-zum-schwarzgeld\/","title":{"rendered":"Zwang zum Schwarzgeld?"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Jagd nach Geldw\u00e4schern treibt immer absurdere Bl\u00fcten. Wobei man ruhig davon ausgehen sollte, dass die politische Kaste, die diese Treibjagd betreibt, ihre zusammen gestohlenen Steuermillionen l\u00e4ngst auf den gleichen Offshore-Konten gelagert hat, wo auch die Betr\u00e4ge aus noch illegaleren Gesch\u00e4ften landen. Schlie\u00dflich laufen sie sonst Gefahr, Opfer ihres eigenen McCarthy-ismus zu werden.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Aktuelle Bl\u00fcten: da die Rente nur begrenzt die Lebenshaltungskosten finanziert und ohnehin schon seit Jahrzehnten aufgerufen wird, selbst vorzusorgen, haben viele \u00e4ltere Leute im Laufe ihres Lebens Geld zur\u00fcck gelegt, das nun &#8211; man ist ja ehrlich und vertraut darauf, dass der Staat einen sch\u00fctzt &#8211; auf irgendeiner Sparkasse vor sich hin gammelt. Wie versprochen, so gekommen: die Renten reichen nicht aus, aber da sind ja noch 10\u2075 \u20ac auf der Sparkassen, also kein Problem &#8211; meint man.<\/p>\n\n\n\n<p>Nicht wenige Rentner sind inzwischen erstaunt und peinlich ber\u00fchrt, wenn die EC-Karte bei Lidl an der Kasse trotz der 10\u2075 \u20ac Guthaben nicht akzeptiert wird. Das Geld wird von der Bank kurzerhand beschlagnahmt (heute hei\u00dft das &#8222;eingefroren&#8220;) und der Eigent\u00fcmer kommt ohne einen l\u00fcckelosen Nachweis, woher das Geld stammt, an keinen Cent ran. Verdacht auf Schwarzgeld oder Geldw\u00e4sche. Und dann weise einer mal nach, dass er vor 15 Jahren den Benz gegen einen Nissan-Micra eingetauscht und die Differenz als Alterssicherung eingezahlt hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Rechtsstaat? Gibt es nicht mehr. Wie in vielen anderen Bereichen gilt auch beim Geld schon l\u00e4nger nicht mehr die Unschuldsvermutung. Nicht der Staatsanwalt hat nachzuweisen, dass es sich um Schwarzgeld handelt, der Eigent\u00fcmer hat l\u00fcckenlos zu beweisen, dass es keins ist. Und vorsorglich wird alles auf b\u00fcrokratischem Weg schon mal ohne Staatsanwalt oder Richter von der Bank enteignet.<\/p>\n\n\n\n<p>Letztlch zwingt man die Menschen damit in die (vermeindliche) Illegalit\u00e4t. Statt das Geld auf dem Bankkonto zu lassen, versteckt man es besser irgendwo anders, wobei &#8211; weitere Bl\u00fcte &#8211; Banken zunehmend den Kunden verbieten, Banknoten in Schlie\u00dff\u00e4chern zu deponieren. Begr\u00fcndung: es handele sich um Gefahrgut (der Begriff wird tats\u00e4chlich verwendet). Also versteckt man es irgendwo zu Hause, und da man ohnehin legal kaum noch Gesch\u00e4fte machen kann, ohne gleich in Verdacht zu geraten, kostet der gebrauchte Benz wegen vieler Sch\u00e4den offiziell nur 1.998,55 \u20ac und die restlichen 9.000 \u20ac gehen in bar \u00fcber den Tisch, womit nun der Verk\u00e4ufer auch ein potentielles Problem hat. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Schattenwirtschaft d\u00fcrfte also im Laufe der Zeit wachsen, ohne dass das angebliche Problem &#8211; die Mafia &#8211; \u00fcberhaupt betroffen ist. Die hat noch ganz andere M\u00f6glichkeiten, auch 9-stellige Betr\u00e4ge zu verschieben: Eine Firma auf den Britischen Jungferninseln geh\u00f6rt einer Stiftung in Liechtenstein, die wiederum von einem Treuh\u00e4nder in Panama verwaltet wird, Ansprechpartner ist ein Anwalt in Gibraltar, ausgezahlt wird in bar von einer \u00f6sterreichischen Bank an eine Bank in der Ukraine f\u00fcr eine Schiffsladung, die angeblich in Kenia ankommt &#8211; und am Ende wei\u00df niemand mehr, wem das Geld eigentlich geh\u00f6rt (der sogenannte <em>wirtschaftlich Berechtigte<\/em> bleibt anonym). Die Banken sehen bei \u00dcberweisungen nur v\u00f6llig legale Firmengesch\u00e4fte.<\/p>\n\n\n\n<p>Noch schlimmer sieht es f\u00fcr diejenigen aus, die statt in Banknoten auf Gold setzen. In der Tat eine sichere Anlage, in der heutigen Zeit allerdings eher eine tote Anlage, die man nicht nutzen kann, da alles, was ohne Herkunftsnachweis kommt, sofort beschlagnahmt und enteignet wird. Wer heute Gold kauft, sollte sich dar\u00fcber im Klaren sein, dass er etwas f\u00fcr seine Enkel oder Urenkel zur\u00fcck legt in der Hoffnung, dass sich dieses perfide System irgendwann erledigt. <\/p>\n\n\n\n<p>Eine andere Option ist das Investment in Beton-Gold, also die eigene H\u00fctte. Im Zeitalter eines &#8222;Heizungsgesetzes&#8220; auch eine wackelige Investition. Der einzige Vorteil, den man derzeit tats\u00e4chlich genie\u00dft, sind im Vergleich zu Mieten \u00fcberschaubare Kosten &#8211; unter der Voraussetzung, dass die H\u00fctte abbezahlt ist. Auch da will der Staat aber dran: viele \u00e4ltere Menschen werden heute zumindest f\u00fcr einige Zeit Pflegef\u00e4lle. F\u00fcr die zahlt man zwar nicht wenig f\u00fcr eine so genannte Pflegepflichtversicherung, die aber im Zweifelsfall allenfalls f\u00fcr einen Bruchteil aufkommt. Geplant wird nun, das eigene H\u00e4uschen im vollen Umfang zur Finanzierung heran zu ziehen. Da problemlos 40.000 \u20ac\/jahr f\u00fcr einen Pflegefall zusammen kommen, kann sich jeder selbst ausrechnen, wie lange es dauert, bis das H\u00e4uschen vom Sozialamt enteignet worden ist. <\/p>\n\n\n\n<p>In Artikel 14 Greundgesetz steht &#8222;Eigentum verpflichtet&#8220;, wobei die Verpflichtung zunehmend darin besteht, es widerspruchslos an den Staat auszuliefern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Jagd nach Geldw\u00e4schern treibt immer absurdere Bl\u00fcten. Wobei man ruhig davon ausgehen sollte, dass die politische Kaste, die diese Treibjagd betreibt, ihre zusammen gestohlenen Steuermillionen l\u00e4ngst auf den gleichen Offshore-Konten gelagert hat, wo auch die Betr\u00e4ge aus noch illegaleren Gesch\u00e4ften landen. Schlie\u00dflich laufen sie sonst Gefahr, Opfer ihres eigenen McCarthy-ismus zu werden. 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