{"id":12808,"date":"2026-05-09T08:27:11","date_gmt":"2026-05-09T06:27:11","guid":{"rendered":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/?p=12808"},"modified":"2026-05-09T08:27:12","modified_gmt":"2026-05-09T06:27:12","slug":"mit-gott-in-den-tod","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/2026\/05\/09\/mit-gott-in-den-tod\/","title":{"rendered":"Mit Gott in den Tod"},"content":{"rendered":"\n<p>Der Tod ist zwar unvermeidbar, aber trotzdem in der Regel eine h\u00e4ssliche Sache. Au\u00dfer man geh\u00f6rt dem &#8222;rechten Glauben&#8220; an. Wobei man &#8222;recht&#8220; als &#8222;richtig&#8220; oder &#8222;rechts&#8220; lesen kann und in beiden F\u00e4llen toootaal richtig liegt. Da wird man schnell ein Seliger oder ein Heiliger und die Leiche, so man sie selbst nach Wochen wieder ausbuddelt, stinkt nicht etwa bestialisch zum Himmel, sondern verbreitet wundervolle Wohlger\u00fcche (ich christlichen Urkunden mehrere Hundert Mal best\u00e4tigt, wobeo man sich stets auf verl\u00e4ssliche und ehrenhafte Nasenzeugen beruft).<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Die Bem\u00fchungen der Kirche(n), besonders der katholischen, sich in den 2000 Jahren ihrer Geschichte ma\u00dflos zu bereichern und dabei st\u00e4ndig Kriege anzuzetteln, ist nicht nur eindrucksvoll belegt (K. Deschner, Kriminalgeschichte des Christentums), sondern m\u00fcndet der Mitanstiftung und Beteiligung an zwei Weltkriegen, wie Deschner in &#8222;Die Politik der P\u00e4pste im 20. Jahrhundert&#8220; eindrucksvoll belegt, wozu er 1.300 Seiten ben\u00f6tigt. Zugegeben etwas m\u00fchsam zu lesen, da man sich immer und immer wieder durch bereits von vorhergehenden Seiten bekannten Bestialit\u00e4ten erneut in leicht modifizierter Form lesen muss. Man erf\u00e4hrt dabei, dass nicht wenige &#8222;Glaubensleute&#8220; und Bisch\u00f6fe nach Kriegsende wegen aktiver Beteilgung an Massenmoden verurteilt und hingerichtet worden sind, was aber nichts am Status ihrer &#8222;Heiligkeit&#8220; seitens des Vatikan \u00e4nderte, wurden sie doch von Kommunisten hingerichtet, deretwegen die P\u00e4pste die Sache ja angezettelt haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Und? Haben die Kirchen daraus gelernt? M\u00fc\u00dfige Frage. Wenn sie in 2.000 Jahren nichts gelernt haben, warum jetzt? Und so sind sie auch aktuell, im &#8222;Jahr 2026 der gro\u00dfen Kriegsanzettelung&#8220;, wieder an vorderster Front mit dabei. Die evangelische und die katholische Kirche in Deutschland in den zur\u00fcckliegenden Monaten ein &#8222;Rahmenkonzept Seelsorge und Akutintervention im Spannungs-, B\u00fcndnis- und Verteidigungsfall&#8220; entwickelt. Laut den Darlegungen erfolgen in dem Papier die Auswertungen und Einsch\u00e4tzungen der beiden Kirchenverb\u00e4nde nach direkten\u00a0Gespr\u00e4chen mit der Bundeswehr. Der Inhalt diene &#8222;der St\u00e4rkung organisatorischer Resilienz&#8220; und soll als &#8222;Handreichung f\u00fcr die (Erz-)Di\u00f6zesen und Landeskirchen&#8220; eingesetzt werden. Business &#8222;as usual&#8220; in den Jahren 1914 &#8211; 1918 und 1939 &#8211; 1945 (und zwar bis zum letzten Kriegstag).<\/p>\n\n\n\n<p>In einem 26-seitigen Papier pr\u00e4sentieren die beiden Kirchenverb\u00e4nde f\u00fcr leitende Mitarbeiter folgende Begr\u00fcndung einer Notwendigkeit: <em>&#8222;Alle relevanten Akteure aus Milit\u00e4r, Nachrichtendiensten und Wissenschaft warnen davor, dass Russland bereits vor Ende dieses Jahrzehnts in der Lage sein k\u00f6nnte, NATO-Gebiet anzugreifen.&#8220;<\/em> In dem Arbeitspapier wird unmissverst\u00e4ndlich formuliert, dass die Inhalte sich an dem &#8222;Operationsplan Deutschland&#8220; des Verteidigungsministeriums orientieren und ausrichten. Dazu hei\u00dft es ausf\u00fchrend f\u00fcr Kirchenmitarbeiter: <em>&#8222;Die Bundeswehr hat einen Operationsplan Deutschland entwickelt, der kontinuierlich fortgeschrieben wird. [\u2026] Dabei werden Verfahren, Abl\u00e4ufe und Zust\u00e4ndigkeiten festgelegt, um die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger Deutschlands zu sch\u00fctzen und den Einsatz der alliierten Streitkr\u00e4fte im Grenzgebiet der NATO sicherzustellen.&#8220;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Weitere argumentative &#8222;Hilfestellungen&#8220;, in Bezug auf die &#8222;Herausforderungen f\u00fcr die Seelsorge, erfolgen in dem Arbeitspapier unter den Erkl\u00e4rpunkten &#8222;Wehrersatz, Gesundheitsversorgung, Gefallene, Kriegsgefangene, Betreuung und F\u00fcrsorge, Fluchtbewegungen, Psychosoziale Unterst\u00fctzung&#8220;. Durch zu\u00a0erwartende Truppenbewegungen im Land k\u00f6nne es f\u00fcr die Zivilbev\u00f6lkerung zu &#8222;Einschr\u00e4nkungen in bisher unbekanntem Ausma\u00df&#8220; kommen, die zu &#8222;gro\u00dfer Verunsicherung&#8220; f\u00fchren und daher &#8222;Betreuungsbedarf generieren&#8220; w\u00fcrden. Dazu hei\u00dft es: <em>&#8222;Unabdingbar ist die Einrichtung von Krisenst\u00e4ben jeweils auf landeskirchlicher und di\u00f6zesaner Ebene. Je nach Gr\u00f6\u00dfe sowie territorialen und personellen Gegebenheiten kann es auch sinnvoll sein, dass die jeweilige Pfarrei bzw. Gemeindeleitung mit dem Eintritt in den Spannungs- oder B\u00fcndnisfall, in jedem Fall aber im Verteidigungsfall einen ad\u00e4quaten Krisenstab einrichtet.&#8220;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Ein\u00a0<em>FAZ<\/em>-Artikel zitiert den\u00a0evangelischen Milit\u00e4rbischof (ja, auch diese Art von Seelenschindern existiert wieder oder immer noch) Bernhard Felmberg zum Thema der Notwendigkeit einer Krisenanleitung: <em>&#8222;Es w\u00e4re &#8218;grob fahrl\u00e4ssig, wenn wir in einem Verteidigungsfall nicht handlungsf\u00e4hig w\u00e4ren&#8216;. Daher sei es &#8218;gut und richtig, dieses Konzept jetzt zu haben \u2013 auch wenn unser gr\u00f6\u00dfter Wunsch bleibt, dass es f\u00fcr immer in der Schublade bleiben kann&#8216;, sagte Felmberg.&#8220;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Das Fazit der Verantwortlichen f\u00fcr das Arbeitspapier lautet: &#8222;Au\u00dfer Frage steht: Wenn rechtzeitig Vorbereitungen erfolgen, k\u00f6nnen im Ernstfall Ressourcen besser aktiviert und rascher ausgebaut werden&#8220;. Fort- und Weiterbildungen w\u00fcrden &#8222;die Handlungsf\u00e4higkeit&#8220; von ehren- und hauptamtlichen Seelsorgenden &#8222;im Spannungs-, B\u00fcndnis- und Verteidigungsfall sichern&#8220;. Zudem w\u00fcrde &#8222;Handlungsf\u00e4higkeit durch Hospitationen und das Ein\u00fcben von Haltung gest\u00e4rkt&#8220;, so das theoretische Konzept, wie kirchliche Strukturen &#8222;vorbereitet, vernetzt und gest\u00e4rkt werden k\u00f6nnen, um in Krisenf\u00e4llen handlungsf\u00e4hig zu bleiben und den Menschen beizustehen&#8220;. Es w\u00e4re doch gelacht, wenn die Kirchen mit ihrer 2000-j\u00e4hrigen Erfahrung es nicht hinbekommen w\u00fcrden, dem Schlachtvieh zu Gunsten einer Kaste Kriegsgewinnler so vers\u00fc\u00dfen zu k\u00f6nnen, dass sie schon freiwillig vor dem Tod Wohlger\u00fcche verbreiten &#8211; und nat\u00fcrlich auch selbst wieder kr\u00e4ftig absahnen. <\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.dbk.de\/presse\/aktuelles\/meldung\/erklaerung-der-deutschen-bischofskonferenz-zur-debatte-um-den-wehrdienst\">https:\/\/www.dbk.de\/presse\/aktuelles\/meldung\/erklaerung-der-deutschen-bischofskonferenz-zur-debatte-um-den-wehrdienst<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.ekd.de\/oekumenisches-rahmenkonzept-seelsorge-95115.htm\">https:\/\/www.ekd.de\/oekumenisches-rahmenkonzept-seelsorge-95115.htm<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Tod ist zwar unvermeidbar, aber trotzdem in der Regel eine h\u00e4ssliche Sache. Au\u00dfer man geh\u00f6rt dem &#8222;rechten Glauben&#8220; an. Wobei man &#8222;recht&#8220; als &#8222;richtig&#8220; oder &#8222;rechts&#8220; lesen kann und in beiden F\u00e4llen toootaal richtig liegt. Da wird man schnell ein Seliger oder ein Heiliger und die Leiche, so man sie selbst nach Wochen wieder &hellip; <a href=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/2026\/05\/09\/mit-gott-in-den-tod\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Mit Gott in den Tod<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-12808","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12808","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12808"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12808\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":12809,"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12808\/revisions\/12809"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12808"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12808"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12808"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}