{"id":12751,"date":"2026-04-17T12:41:19","date_gmt":"2026-04-17T10:41:19","guid":{"rendered":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/?p=12751"},"modified":"2026-04-17T12:41:19","modified_gmt":"2026-04-17T10:41:19","slug":"ich-kaufe-mir-mein-kind","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/2026\/04\/17\/ich-kaufe-mir-mein-kind\/","title":{"rendered":"Ich kaufe mir mein Kind"},"content":{"rendered":"\n<p>Der Wirrologe Hendrik Streek und sein Ehemann sind stolzer Vater und stolzer Vater eines Neugeborenen geworden, um ihren Elternwunsch zu erf\u00fcllen. Nun habe ich \u00fcberhaupt nichts gegen homosexuelle Eltern. Die k\u00f6nnen ein Kind genauso gut (oder schlecht) und verantwortungsvoll (oder -los) wie andere Eltern aufziehen. Nur die Umst\u00e4nde geben zu denken.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Man k\u00f6nnte nat\u00fcrlich versuchen, ein Kind zu adoptieren, nur ist das in Deutschland fast unm\u00f6glich. Das im Kindergarten ausgesuchte Kind hat mindestens die Grundschule hinter sich, wenn die Prozedur abgeschlossen ist, und alles kann daran scheitern, dass das Kinderzimmer  2 qm zu wenig Fl\u00e4che oder die Tapete die falsche RAL-Farbnummer hat.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend der Staat also bei Adoptionen kontrolliert, ob man sich regelm\u00e4\u00dfig die Fingern\u00e4gel schneidet, darf sich jeder ohne Kontrolle frei vermehren. Bei homosexuellen Frauen w\u00e4re das einfach: leicht bekleidet in das passende Stadtviertel gehen oder auf die n\u00e4chste Bukkake-Party &#8211; und schon ist frau schwanger. Bei M\u00e4nnern st\u00f6\u00dft das auf biologsiche Probleme: auch wenn es in gr\u00fcn-rot-schwarz versiffte Gehirne nicht hineingeht: man kann so oft zum Meldeamt gehen, um sein Geschlecht \u00e4ndern zu lassen, wie man will, man bleibt man und wird nicht frau. Und sich in der Klinik umbauen lassen bringt auch nicht viel, denn die k\u00f6nnen, egal ob Mann oder Frau im Input, nur Eunuch als Output anbieten.<\/p>\n\n\n\n<p>Also bleibt Homosexus nur, mit einer Frau zu schlafen und sie nach der Geburt samt Kind zu verlassen, dann ist das Kind mit ihm genetisch verwandt und der Staat h\u00e4lt sich raus. Das nennt man Leihmutterschaft, und die ist in Deutschland verboten. Also muss man ins Ausland ausweichen. In den USA kann man f\u00fcr schlappe 160.000 US-$ sein Kind kaufen, Liefertermin innerhalb von 12 Monaten.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Praxis l\u00e4uft das auf eine doppelte Fleischbeschau von Frauen in Not heraus (<em>man darf wohl davon ausgehen, dass sich auch in den USA keine Million\u00e4rin findet, die aus altruistischen Gr\u00fcnden 9 Monate Schwangerschaft auf sich nimmt, um dann das Kind abzugeben<\/em>). Im ersten Schritt sucht man sich eine Eizellenspenderin aus. Schlie\u00dflich soll das Kind ja gewisse \u00e4u\u00dfere Merkmal aufweisen. Und das Labor kl\u00e4rt obendrein ab, ob irgenwelche genetische Gefahren drohen. Es muss halt alles passen. Der Frau entnimmt das Labor dann gegen entsprechende Geb\u00fchr einige Eizellen und mischt die mit dem Samen des Spenders. Der kommt aus der einzigen sexuellen Handlung der Operation: der potentielle Vater holt sich auf dem Toilette einen runter, oder wenn der andere auch beteiligt sein will, kann er ihm einen Handjob verpassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die befruchteten Eizellen werden dann einer durch eine zweite Fleischbeschau ausgew\u00e4hlte Leihmutter eingesetzt. Schlie\u00dflich soll die die Schwangerschaft durchhalten, nicht zwischendurch dem Alkohol oder Drogen verfallen, muss die Eizellen auch akzeptieren usw. und das Kind austragen. Daf\u00fcr erh\u00e4lt sie in der Regel 60.000 &#8211; 80.000 US-$. Nach der Geburt darf sie das Kind, wenn sie Gl\u00fcck hat, kurz halten, dann ist es weg. Das Verfahren ist deshalb so aufwendig, weil die Leihmutter rechtlich keinen Anspruch auf ihr Kind hat &#8211; es ist genetisch nicht mit ihm verwandt &#8211; w\u00e4hrend die Spenderin anonym bleibt, damit die ungl\u00fccklichen V\u00e4ter nirgendwo eine Reklamation anbringen und von ihrem R\u00fcckgaberecht Gebrauch machen k\u00f6nnen. Und das Kind wird nat\u00fcrlich auch nie erfahren, wer seine leibliche Mutter ist.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Leihmutter &#8211; letztlich in dem gesamten Verfahren nur ein St\u00fcck Fleisch, das man benutzt &#8211; ist eine Schwangerschaft nat\u00fcrlich eine gro\u00dfe physische und psychische Belastung, zumal wenn sie wei\u00df, dass das Kind anschlie\u00dfend weg ist. Ein guter Grund, weshalb das hier nicht zul\u00e4ssig ist und auch nie zugelassen werden sollte. <\/p>\n\n\n\n<p>Mieser Nachgeschmack: Streek ist CDU-Abgeordneter im Bummstag. Und die CDU verhindert hier &#8222;zum Schutz der Frauen&#8220; die Leihmutterschaft und legt die Messlatte f\u00fcr Adoptionen absurd hoch. Weniger betuchte Paare, die ausirgendwelchen Gr\u00fcnden keine eigenen Kinder bekommen k\u00f6nnen, haben also Pech, w\u00e4hrend die H\u00fcter der Moral ganz offen demonstrieren, dass man mit Geld alles kaufen kann. Epstein ist \u00fcberall.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Wirrologe Hendrik Streek und sein Ehemann sind stolzer Vater und stolzer Vater eines Neugeborenen geworden, um ihren Elternwunsch zu erf\u00fcllen. Nun habe ich \u00fcberhaupt nichts gegen homosexuelle Eltern. Die k\u00f6nnen ein Kind genauso gut (oder schlecht) und verantwortungsvoll (oder -los) wie andere Eltern aufziehen. Nur die Umst\u00e4nde geben zu denken. 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