{"id":12725,"date":"2026-04-06T13:36:45","date_gmt":"2026-04-06T11:36:45","guid":{"rendered":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/?p=12725"},"modified":"2026-04-06T13:36:46","modified_gmt":"2026-04-06T11:36:46","slug":"meuterei-auf-der-uss-gerald-ford","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/2026\/04\/06\/meuterei-auf-der-uss-gerald-ford\/","title":{"rendered":"Meuterei auf der USS Gerald Ford"},"content":{"rendered":"\n<p>Israel und sein Lakai USA f\u00fchren einen Vernichtungskrieg gegen den Iran. Anders als die Absicht, den Iran als Kulturvolk zu vernichten kann man die fortgesetzten Angriffe auf Schulen, Universit\u00e4ten (bis jetzt \u00fcber 30), Krankenh\u00e4user und Versogungseinrichtungen nicht interpretieren. Hinzu kommen gezielte Angriffe auf m\u00f6gliche Verhandlungspartner in der iranischen Hierarchie, also Verhandlungen unerw\u00fcnscht. Hinzu kommt au\u00dferdem die Rhetorik eines Trump, der von einem &#8222;Zur\u00fcckbomben in die Steinzeit&#8220; spricht. Geopolotische oder Sicherheitsinteressen sind da  nicht mehr am Werk, sondern eher eine Ideologie, die Untermenschen zu vernichten, wie sie im 2. Weltkrieg im Feldzug gegen die Sowjetunion zum Einsatz kam.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Das Pentagon<\/p>\n\n\n\n<p>Trump und Netanyahu bestehen darauf, mehr als 90% der iranischen Abschussbasen zerst\u00f6rt zu haben. Die Realit\u00e4t spricht eine andere Sprache und US-Milit\u00e4ranalysten gehen eher von einer Rate &lt;50% aus. Aktuell hat der Iran trotz bereits nicht mehr vorhandener Flugabwehrsysteme ein F15 abgeschossen. Der Versuch, den Piloten zu evakuieren, vermutlich aber eher eine Kommandoaktion, um die Umgebung der Urananlagen zu testet, ist ebenfalls gescheitert. Die USA haben mindestens eine C130 und zwei Blackhawks eingeb\u00fc\u00dft. Die Behauptung, sie h\u00e4tten das Material selbst zerst\u00f6rt, sollte man nicht ernst nehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Hohe Milit\u00e4rs im Pentagon haben von vornherein gewarnt, was Kriegsminister Hegseth zu einer S\u00e4uberungsaktion veranlasst hat. 7 &#8211; 8 der rangh\u00f6chsten Offizieren sind gefeuert worden, zuletzt als Novum mitten im Krieg der Army-Chef. Das macht die Situation noch gef\u00e4hrlicher, als sie ohnehin schon ist, denn man kann davon ausgehen, dass gef\u00fcgige Ja-Sager \u00e0 la Wilhelm (La)Keitel oder Friedrich Paulus auf die Posten gesetzt werden. Ein R\u00fcckgrat, gegen Befehle zu opponieren oder sie gar zu verweigern, ist vermutlich nicht zu erwarten. Im Extremfall k\u00f6nnte das bedeuten, dass bei der Erkenntnis, dass die USA absolut nicht darauf vorbereitet sind, einen Abnutzungskrieg zu f\u00fchren und verlieren zu drohen, der rote Knopf gedr\u00fcckt wird (die Rhetorik deutet darauf hin) und im Pentagon kein Widerstand mehr vorhanden ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Das Fu\u00dfvolk<\/p>\n\n\n\n<p>Fast schon legend\u00e4r ist der Ausfall des gr\u00f6\u00dften und teuersten Kriegsschiffs der Welt, der Gerald Ford, durch einen Brand. Die Gerald Ford scheint nun nicht gerade ein Meilenstein des US-Ingenieurwesens zu sein: es wurde eine v\u00f6llig ungeeignete Toilettenanlage eingebaut, die schnell verstopft und bereits vor einigen Jahren das Schiff buchst\u00e4blich unter Schei\u00dfe gesetzt hat. Die Ford fiel bereits damals l\u00e4ngere Zeit aus. <\/p>\n\n\n\n<p>Da einmal in der Wand verlegte Rohre nicht mehr ausgetauscht werden k\u00f6nnen, muss man damit leben. Die Verstopfungsprobleme gibt es nach wie vor wiederholt, sind teuer zu beheben (~400.000 US-$) und erfordern einen Hafenaufenthalt. Hinzu kommt nun ein Feuer in der W\u00e4scherei, was ebenfalls kein gutes Licht auf die Sicherheitseinrichtungen wirft: eine W\u00e4scherei ist grunds\u00e4tzlich ein feuergef\u00e4hrderter Bereich (Hitze, Staub), trotzdem dauerte es mehrere Tage, das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Eine Mitwirkung des Irans ist auszuschlie\u00dfen: die Tr\u00e4ger haben sich so weit im Ozean ausgefallen, dass ein S\u00e4ttigungsangriff strategischer Unfug w\u00e4re, selbst wenn die M\u00f6glichkeit dazu best\u00fcnde. Nun f\u00e4llt das Schiff f\u00fcr ein halbes Jahr aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Navy sieht als maximale Einsatzdauer auf See ca. 6 Monate vor, die Ford war aber schon deutlich l\u00e4nger auf See und wurde dann in die Golfregion befohlen. Vermutlich eine erste Auswirkung der S\u00e4uberung im Pentagon. Dabei muss man ber\u00fccksichtigen, dass die Mannschaften tief im Inneren des Schiffes (W\u00e4scherei, B\u00e4ckerei, usw.) teilweise unter Isoloationshaftbedingungen arbeiten m\u00fcssen. Ein Kriegsschiff verf\u00fcgt nun mal \u00fcber keine Sonnendecks und so sieht manchen Seemann nur Neonr\u00f6hren statt der See.<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt einige Anzeichen, dass der Ausfall der Gerald Ford nicht auf Unf\u00e4llen, sondern Sabotage beruhte. Immer wieder hat man Kleidungsst\u00fccke und anderes aus den verstopfen Toilettenrohren gezogen. Die Seeleute waren nach der langen Einsatzzeit &#8211; Ende nicht in Sicht &#8211; wohl gezwungen, die Notbremse zu ziehen, um nicht psychisch und physisch vor die Hunde zu gehen. Die Navy hat ensprechende Ermittlungen aufgenommen. <\/p>\n\n\n\n<p>Ob das Symptom weiter verbreitet ist, l\u00e4sst sich schlecht sagen, aber mit einige Wahscheinlichkeit sieht es mit der Durchhaltef\u00e4higkeit der USA in einem Krieg auf dem entgegen gesetzten Pol der Erde wohl weniger gut aus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Israel<\/p>\n\n\n\n<p>ist ebenfalls angeschlagener, als es sich gibt. Die st\u00e4ndigen unregelm\u00e4\u00dfigen Raketenangriffe der Iraner, die aufgrund der Zerst\u00f6rung der Radaranlagem jeweils das gesamte Land in die Bunker zwingen, zerren an den Nerven der Bev\u00f6lkerung. Gaza, Westjordanland, die Heimatfront, nun noch der Libanon (und Reserven gegen Syrien) haben die Linien l\u00e4ngst \u00fcberdehnt. Der Generalstabschef beklagt einen akuten Mangel an Soldaten.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch die sind unter Belastungsstress. Wiederholte Einberufung von Reservisten (manche bereits zu 5. Mal) zerren ebenfalls am Nervenkost\u00fcm und sind auch wirtschaftlich ein Problem, da es sich vielfach um Handwerker und Ingenieure handelt, die woanders dringend ben\u00f6tigt werden. Schon seit l\u00e4ngerem werden Proteste mit massiver Polizeigewalt unter Kontrolle gebracht, aktuell sogar Urteile des h\u00f6chsten Gerichts durch die IDF missachtet.<\/p>\n\n\n\n<p>Gesellschaftlich liegt auch eine Lunte am Pulverfass: w\u00e4hrend M\u00e4nner und Frauen dienen m\u00fcssen, sind die Haredim (ultra-Orthodoxe) ausgenommen. Sie studieren lieber die Tora, was nach 2.500 Jahren nun nicht gerade f\u00fcr gro\u00dfe geistige Gaben dieser Gruppe spricht, wenn sie immer noch nicht verstanden haben, was drinsteht. Frauen m\u00fcssen gar nicht dienen, M\u00e4nner nur, wenn sie Lust haben. Wenn der Generalstabschef von 15.000 Mann spricht, die er dringend ben\u00f6tigt, um einen Kollaps der IDF zu vermeiden, 80.000 Haredim aber auch Schreiben der IDF gar nicht reagieren, ist das schon ziemlich deutlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Entsprechend geht es in den Kommentarspalten von Zeitungen zu. Die Samson-Doktrin besagt, dass bei einer echten Gef\u00e4hrdung der Existenz des Landes Atomwaffen gegen den Verursacher zum Einsatz kommen (&#8222;<em>Besser, wir gehen mitsamt den Feinden unter als alleine<\/em>&#8222;). Im Auge hat man dabei externe Gegner wie den Iran gehabt, konsequent zu Ende gedacht geht es intern aber in eine Richtung, in der sich Israel selbst bombardieren m\u00fcsste, weil es sich selbst die Existenz abgr\u00e4bt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Die EU (oder allgemeiner die NATO)<\/p>\n\n\n\n<p>\u00fcbt sich ebenfalls in der Sabotage. Nach etwas \u00fcber 20 Tagen der ohne R\u00fccksprache losgetretenen Aktion kam als Antwort auf &#8222;<em>SO HELFT UNS DOCH!<\/em>&#8220; aus Washington nicht nur die Antwort &#8222;<em>Nicht unser Krieg!<\/em>&#8222;, verschiedene NATO-Staaten untersagten sogar die Benutzung von US-Basen in ihrem Land f\u00fcr den Krieg und verweigerten \u00dcberfluggenehmigungen. Allen vornweg die T\u00fcrken, die zwar nicht in der EU, aber doch in der NATO sind und denen das Beispiel der Golfstaaten, die durch ihre Unterst\u00fctzung zu legitimen Zielen Irans werden, gen\u00fcgte, um nicht auch noch in den Destabilisierungsstrudel zu geraten. <\/p>\n\n\n\n<p>Nun muss man nicht meinen, dass pl\u00f6tzlich Br\u00fcssel zu einer Zucht von Friedenstauben geworden ist. Die Kriegshetze in der EU hat sogar noch zugelegt, richtet sich aber gegen Russland, das inzwischen in der nicht unbegr\u00fcndeten Bef\u00fcrchtung, die EU verwandele sich von einem Wirtschafts- in ein Milit\u00e4rb\u00fcndnis, Randstaaten wie Armenien, Georgien und andere klarmacht, dass eine gleichzeitige wirtschaftliche Assoziation mit Russland und der EU nicht l\u00e4uft. Auch hier werden die Bandagen h\u00e4rter statt weicher.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Saboteure am Rand<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Gl\u00fcck f\u00fchrt der Narzissmus und die Impulsst\u00f6rung von Trump manchmal zu Annalena-Baerbock-Effekten, d.h. er plappert etwas aus, was er besser f\u00fcr sich behalten h\u00e4tte. Eine dieser Verplapperungen offenbarte, dass der Volksaufstand im Iran nicht eine spontane \u00c4u\u00dferung des v\u00f6lkischen Unmutes war, die brutal zusammen geschlagen wurde, sondern eine von au\u00dfen geplante Aktion.<\/p>\n\n\n\n<p>Neben den in die Zehntausende gehenden StarLink-Terminals, die ins Land geschmuggelt wurden, haben die US-Boys offenbar auch gr\u00f6\u00dfere Mengen an Waffen an die Kurden im Norden \u00fcbergeben in der Erwartung, dass die einen bewaffneten Aufstand inszenieren w\u00fcrden. Aber was machen die Kurden? &#8222;<em>Statt aktiv zu werden haben sie die Waffen einfach f\u00fcr sich behalten<\/em>&#8220; &#8211; so Trump einer beleidigten Tonlage.<\/p>\n\n\n\n<p>Ist den Kurden diese Sabotage zu verdenken? Nachdem die USA sie bereits zweimal auf diese Weise an einem Kampf auf ihrer Seite \u00fcberredet haben, sie aber anschlie\u00dfend ohne Einhaltung der weiteren Versprechen wie eine hei\u00dfe Kartoffel fallen lie\u00dfen? Wer Verrat an seinen Verb\u00fcndeten begeht, sollte sich wohl nicht weiter wundern, wenn es irgendwann eine Retourkutsche gibt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Israel und sein Lakai USA f\u00fchren einen Vernichtungskrieg gegen den Iran. Anders als die Absicht, den Iran als Kulturvolk zu vernichten kann man die fortgesetzten Angriffe auf Schulen, Universit\u00e4ten (bis jetzt \u00fcber 30), Krankenh\u00e4user und Versogungseinrichtungen nicht interpretieren. Hinzu kommen gezielte Angriffe auf m\u00f6gliche Verhandlungspartner in der iranischen Hierarchie, also Verhandlungen unerw\u00fcnscht. 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