{"id":12554,"date":"2026-02-09T09:17:18","date_gmt":"2026-02-09T08:17:18","guid":{"rendered":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/?p=12554"},"modified":"2026-02-09T09:17:18","modified_gmt":"2026-02-09T08:17:18","slug":"neuer-bericht-enthuellt-jahrzehntelange-kampagne-der-europaeischen-kommission-zur-zensur-amerikanischer-reden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/2026\/02\/09\/neuer-bericht-enthuellt-jahrzehntelange-kampagne-der-europaeischen-kommission-zur-zensur-amerikanischer-reden\/","title":{"rendered":"Neuer Bericht enth\u00fcllt jahrzehntelange Kampagne der Europ\u00e4ischen Kommission zur Zensur amerikanischer Reden"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>WASHINGTON, DC<\/strong> \u2013 Der Justizausschuss des Repr\u00e4sentantenhauses ver\u00f6ffentlichte heute einen Zwischenbericht mit dem Titel \u201e <a href=\"https:\/\/translate.google.com\/website?sl=auto&amp;tl=de&amp;hl=de&amp;u=https:\/\/judiciary.house.gov\/sites\/evo-subsites\/republicans-judiciary.house.gov\/files\/2026-02\/THE-FOREIGN-CENSORSHIP-THREAT-PART-II-2-3-26.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Die Bedrohung durch ausl\u00e4ndische Zensur, Teil II: Europas jahrzehntelanger Kampf zur Zensur des globalen Internets und seine Auswirkungen auf die Meinungsfreiheit von Amerikanern in den Vereinigten Staaten<\/a> \u201c. Nicht-\u00f6ffentliche Dokumente gro\u00dfer Technologiekonzerne, die dem Ausschuss auf Vorladung vorgelegt wurden, belegen, dass die Europ\u00e4ische Kommission erfolgreich Druck auf gro\u00dfe Social-Media-Plattformen aus\u00fcbte, ihre globalen Regeln zur Inhaltsmoderation zu \u00e4ndern und damit die Meinungsfreiheit von Amerikanern im Internet in den Vereinigten Staaten direkt einzuschr\u00e4nken.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p><br>In mehr als 100 nicht-\u00f6ffentlichen Sitzungen seit mindestens 2020 \u00fcbte die Europ\u00e4ische Kommission \u2013 die Exekutive der Europ\u00e4ischen Union \u2013 wiederholt Druck auf Plattformen aus, ihre global geltenden Regeln zur Inhaltsmoderation zu \u00e4ndern, um Inhalte aggressiver zu zensieren und die Meinungsfreiheit von Amerikanern im Internet in den Vereinigten Staaten direkt zu beeintr\u00e4chtigen.<br><br>Als Reaktion auf diese Druckkampagne zensierten gro\u00dfe Social-Media-Plattformen wahre Informationen und politische \u00c4u\u00dferungen zu einigen der wichtigsten politischen Debatten der j\u00fcngeren Geschichte \u2013 darunter die COVID-19-Pandemie, Massenmigration und Transgender-Themen \u2013 und behaupteten, damit Hassrede und Desinformation zu bek\u00e4mpfen. Im Dezember 2025 ergriff die Kommission ihre bisher sch\u00e4rfste Zensurma\u00dfnahme und belegte X mit einer Geldbu\u00dfe in H\u00f6he von fast sechs Prozent seines weltweiten Umsatzes \u2013 offensichtlich als Vergeltung f\u00fcr dessen Einsatz f\u00fcr die Meinungsfreiheit weltweit. Die neuen Gesetzes- und Verordnungsvorschl\u00e4ge der Kommission deuten ebenfalls darauf hin, dass sie ihre Bem\u00fchungen zur Kontrolle von Online-\u00c4u\u00dferungen und zur Regulierung au\u00dferhalb der EU-Grenzen weiter verst\u00e4rkt.<br><br><strong><u>Nicht\u00f6ffentliche Dokumente, die dem Ausschuss vorgelegt wurden, belegen Folgendes<\/u><\/strong> :\u00a0<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Die Europ\u00e4ische Kommission hat erfolgreich Druck auf Social-Media-Plattformen ausge\u00fcbt, um in den Vereinigten Staaten wahre Informationen zu zensieren;<\/li>\n\n\n\n<li>Die Europ\u00e4ische Kommission plant die Zensur politischer Inhalte in den USA;<\/li>\n\n\n\n<li>Die Europ\u00e4ische Kommission geht unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig stark gegen konservative Inhalte vor und mischt sich in Wahlen in ganz Europa ein;<\/li>\n\n\n\n<li>Die von der Europ\u00e4ischen Kommission als \u201efreiwillig\u201c und \u201ekonsensbasiert\u201c bezeichneten Regulierungsinitiativen sind weder freiwillig noch konsensbasiert.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><br>Die laufenden Initiativen der Europ\u00e4ischen Kommission deuten darauf hin, dass sie weiterhin auf Zensur setzt und ihre Zensurma\u00dfnahmen in andere L\u00e4nder exportieren will. Der Ausschuss wird seine Untersuchung ausl\u00e4ndischer Zensurgesetze, -verordnungen und -urteile fortsetzen und dieser existenziellen Bedrohung eines grundlegenden amerikanischen Rechts \u2013 des Rechts auf freie Meinungs\u00e4u\u00dferung \u2013 entgegenwirken.<\/p>\n\n\n\n<p>Original-Link<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/judiciary.house.gov\/media\/press-releases\/new-report-exposes-european-commission-decade-long-campaign-censor-american\">https:\/\/judiciary.house.gov\/media\/press-releases\/new-report-exposes-european-commission-decade-long-campaign-censor-american<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Der Bericht umfasst 160 Seiten:<\/p>\n\n\n\n<div data-wp-interactive=\"core\/file\" class=\"wp-block-file\"><object data-wp-bind--hidden=\"!state.hasPdfPreview\" hidden class=\"wp-block-file__embed\" data=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/THE-FOREIGN-CENSORSHIP-THREAT-PART-II-2-3-26.pdf\" type=\"application\/pdf\" style=\"width:100%;height:600px\" aria-label=\"Einbettung von THE-FOREIGN-CENSORSHIP-THREAT-PART-II-2-3-26.\"><\/object><a id=\"wp-block-file--media-683bc15b-38bc-4adc-8fab-be685f120c00\" href=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/THE-FOREIGN-CENSORSHIP-THREAT-PART-II-2-3-26.pdf\">THE-FOREIGN-CENSORSHIP-THREAT-PART-II-2-3-26<\/a><a href=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/THE-FOREIGN-CENSORSHIP-THREAT-PART-II-2-3-26.pdf\" class=\"wp-block-file__button wp-element-button\" download aria-describedby=\"wp-block-file--media-683bc15b-38bc-4adc-8fab-be685f120c00\">Herunterladen<\/a><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Zusammenfassung des Berichts &#8222;The Foreign Censorship Threat, Part II&#8220;<\/h3>\n\n\n\n<p>Der Bericht ist ein Zwischenbericht des Justizausschusses des US-Repr\u00e4sentantenhauses vom 3. Februar 2026. Er untersucht, wie europ\u00e4ische Gesetze, Vorschriften und Gerichtsentscheidungen (insbesondere durch die Europ\u00e4ische Kommission) Tech-Unternehmen dazu zwingen oder dr\u00e4ngen, Inhalte global zu zensieren, was die Redefreiheit in den USA beeintr\u00e4chtigt. Basierend auf Tausenden von Dokumenten, die durch Zwangsvorladungen von Unternehmen wie Google, Meta, TikTok, X und anderen erlangt wurden, wird die EU-Kampagne als jahrzehntelange, systematische Bedrohung dargestellt. Der Fokus liegt auf dem Digital Services Act (DSA) der EU, der seit 2023 gilt und als H\u00f6hepunkt dieser Bem\u00fchungen gesehen wird. Der Bericht ist 160 Seiten lang, enth\u00e4lt eine Executive Summary, detaillierte Analysen, Beispiele und Anh\u00e4nge mit Exponaten.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Hauptthemen und Struktur<\/h4>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Untersuchungsgeschichte (Abschnitt I)<\/strong>: Der Ausschuss hat seit 2025 Tech-Firmen vorgeladen, um Kommunikationen mit ausl\u00e4ndischen Regierungen zu pr\u00fcfen. Ein fr\u00fcherer Bericht (Teil I) beleuchtete bereits den DSA; dieser Teil II vertieft die Analyse anhand neuer Dokumente.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Der DSA als Kulmination einer jahrzehntelangen EU-Kampagne (Abschnitt II)<\/strong>:<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Seit 2015 hat die EU Foren wie das EU Internet Forum (EUIF) geschaffen, um Plattformen zu dr\u00e4ngen, &#8222;grenzwertige&#8220; Inhalte zu moderieren \u2013 darunter populistische Rhetorik, Anti-EU-Inhalte, politische Satire, Anti-Migrations- oder Anti-LGBTQ-Inhalte und Memes.<\/li>\n\n\n\n<li>&#8222;Freiwillige&#8220; Codes of Conduct gegen Hassrede (2016) und Desinformation (2018, aktualisiert 2022) wurden als Br\u00fccke zu bindenden Gesetzen genutzt. Plattformen wie Facebook, Instagram, TikTok und X versprachen, Inhalte zu entfernen oder zu downgraden.<\/li>\n\n\n\n<li>L\u00e4nder wie Deutschland gingen mit nationalen Gesetzen (z. B. NetzDG 2017) voran.<\/li>\n\n\n\n<li>Diese Initiativen waren nicht freiwillig: Interne E-Mails zeigen, dass Plattformen sich gezwungen f\u00fchlten teilzunehmen, und die EU diktierte Agenden und &#8222;Konsens&#8220; unter Druck. Der DSA (seit 2023) macht dies verbindlich und droht mit Strafen (z. B. erste Bu\u00dfgeld gegen X im Dezember 2025).<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Druck auf globale Content-Moderation-Regeln (Abschnitt III)<\/strong>:<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Plattformen haben globale Regeln, da landesspezifische Moderation teuer, ineffektiv (durch VPNs) und datenschutzgef\u00e4hrdend ist. EU-Druck \u00e4ndert daher Inhalte weltweit, inklusive in den USA.<\/li>\n\n\n\n<li>Beispiele: W\u00e4hrend der COVID-19-Pandemie forderte die EU (mit Zustimmung von Pr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen und Vizepr\u00e4sidentin V\u011bra Jourov\u00e1) \u00c4nderungen an Regeln, um &#8222;Desinformation&#8220; zu Impfungen zu zensieren. \u00c4hnlich bei Russlands Invasion in der Ukraine (2022), wo Plattformen gedr\u00e4ngt wurden, Inhalte zu blocken.<\/li>\n\n\n\n<li>In \u00fcber 90 Treffen (2022\u20132024) mit Plattformen, NGOs und Regulierern (z. B. in Task-Forces zu Faktenchecking, Wahlen, Demonetisierung) wurde Druck ausge\u00fcbt. Plattformen \u00e4nderten Regeln, z. B. Meta und Google erweiterten Richtlinien gegen &#8222;Desinformation&#8220;.<\/li>\n\n\n\n<li>Ergebnis: Direkte Beeintr\u00e4chtigung US-amerikanischer Redefreiheit durch globale Regel\u00e4nderungen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Versuche der EU, US-Inhalte zu zensieren (Abschnitt IV)<\/strong>:<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Die EU forderte Zensur von US-Inhalten zu COVID-19 und mischte sich in den US-Wahlkampf 2024 ein, indem sie Plattformen zu Moderation von Wahlbezogenem dr\u00e4ngte.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Waffe gegen konservative und anti-establishment\u00e4re Inhalte (Abschnitt V)<\/strong>:<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Die EU nutzt ihre Tools, um konservative Narrative zu unterdr\u00fccken, z. B. Inhalte zu Migration, Transgender-Themen oder Kritik an der EU. NGOs wie das Center for Countering Digital Hate (CCDH) und das Institute for Strategic Dialogue (ISD) halfen dabei, indem sie &#8222;sch\u00e4dliche Stereotype&#8220; oder &#8222;Manosphere&#8220;-Inhalte (z. B. mit Jordan Peterson oder Ben Shapiro) als &#8222;Hassrede&#8220; brandmarkten.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Export der Zensur (Abschnitt VI)<\/strong>:<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Die EU koordiniert mit L\u00e4ndern wie UK, Brasilien und den USA (z. B. \u00fcber Foren wie Stanford&#8217;s Cyber Policy Center), um Zensur global zu verbreiten. Neue EU-Vorschl\u00e4ge wie der &#8222;Democracy Shield&#8220; (Ende der Anonymit\u00e4t auf Social Media) und erweiterte Hassrede-Definitionen versch\u00e4rfen dies.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Schlussfolgerung (Abschnitt VII)<\/h4>\n\n\n\n<p>Der Bericht warnt vor einer anhaltenden Bedrohung: Die EU versucht, die US-Verfassung (First Amendment) zu umgehen, indem sie globale Plattformen kontrolliert. Der Ausschuss plant weitere Untersuchungen und legislative Ma\u00dfnahmen, um die US-Redefreiheit zu sch\u00fctzen. Die EU-Aktionen werden als Angriff auf die amerikanische Souver\u00e4nit\u00e4t gesehen, der narrative Kontrolle \u00fcber Themen wie Pandemien, Migration und Politik anstrebt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Anlagen zum Bericht (\u00fcber den Originallink downloadbar) umfassen ca. 3.000 Seiten. Berichtet wird u.a., dass Mitglieder der EU-Kommission versucht haben, direkt vor Ort (also in den USA) Einfluss auf die Wahlen zu nehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber es geht bei Weitem nicht nur um eine Beschr\u00e4nkung der Meinungsfreiheit. Seit 2023 wurden zu allen Wahlen innerhalb der EU Arbeitsgruppen geschaffen, deren Aufgabe es war, die Zensurvorgaben f\u00fcr eben diese Wahlen anzuziehen. Der erste derartige Fall waren die Wahlen in der Slowakei 2023. Wohlgemerkt, in den Anh\u00e4ngen finden sich zu jedem dieser Vorg\u00e4nge die entsprechenden Dokumente &#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Im Juli trafen sich Vertreter der Kommission mit den \u00f6rtlichen Regulatoren, dem Slowakischen Rat f\u00fcr Mediendienstleistungen. Dessen Vertreter erkl\u00e4rten in ihrer Pr\u00e4sentation bereits, die &#8222;Bev\u00f6lkerung neigt zu Verschw\u00f6rungstheorien und falschen Narrativen&#8220;. Und gleich wurden die entsprechenden Aufgaben an die Plattformen verteilt. Und die Plattformen lieferten \u2012 TikTok beispielsweise zensierte unter anderem folgende Aussagen: &#8222;Es gibt nur zwei Geschlechter&#8220; und &#8222;Kinder k\u00f6nnen nicht trans sein&#8220;. Wer beispielsweise Kritik an den Aussagen der Progressiven Slowakischen Partei \u00fcbte, die von &#8222;schwangeren Menschen&#8220; schrieb, wurde der &#8222;herabw\u00fcrdigenden Redeweise&#8220; beschuldigt und zensiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Unmittelbar vor der Wahl wurde noch einmal nachgelegt. &#8222;Vier Tage vor der Wahl schickte die Kommission TikTok eine Tabelle mit Listen &#8222;problematischer Konten auf dem slowakischen TikTok&#8220;, mit der Erwartung, dass sie zensiert w\u00fcrden&#8220;. Insgesamt 63 Konten mit zwischen 1.000 und 120.000 Followern. Dabei ging es etwa um ein Konto, das &#8222;das Misstrauen gegen\u00fcber Institutionen st\u00e4rkt&#8220;, eines, das &#8222;sich auf slowakische Innenpolitik konzentriert&#8220;, oder ein Konto, das &#8222;die Kommunistische Partei der Slowakei unterst\u00fctzt&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p>TikTok setzte die Anweisungen der Kommission jedoch nur zum Teil um und l\u00f6schte nur 19 von insgesamt 63 gelisteten Konten. Der entscheidende Punkt bleibt jedoch, dass die EU-Kommission gezielt w\u00e4hrend eines laufenden Wahlkampfs einzelne Inhalte zensiert sehen wollte, die nicht gegen das Recht, aber gegen die politischen Ziele der Kommission verstie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der erste Wahlgang der rum\u00e4nischen Pr\u00e4sidentschaftswahlen Ende 2024 wurde annulliert mit der Begr\u00fcndung, es habe 25.000 Konten auf TikTok gegeben, die Wahlwerbung f\u00fcr den EU-kritischen Kandidaten Georgescu gemacht h\u00e4tten, und diese Konten seien aus Russland finanziert worden.<\/p>\n\n\n\n<p>Tats\u00e4chlich, das belegen die Dokumente, hatte TikTok bereits vor der Annullierung der Wahl sowohl die rum\u00e4nischen Beh\u00f6rden als auch die Kommission informiert, dass diese Vorw\u00fcrfe nicht zutr\u00e4fen. Am 7. Dezember versuchte die Firma nochmals, mit ihren Daten durchzudringen: &#8222;TikTok hat weder einen Beleg gefunden noch ist einer vorgelegt worden \u00fcber ein koordiniertes Netzwerk von 25.000 Konten, die mit der Kampagne von Herrn Georgescu verbunden waren.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Nach der Annullierung der Wahl setzte die Kommission ihren Druck dennoch fort. Daraufhin erkl\u00e4rte TikTok, es werde &#8222;Inhalte mit den Begriffen &#8218;Putsch&#8216; und &#8218;Krieg&#8216; die n\u00e4chsten 60 Tage lang zensieren, um die Gefahr sch\u00e4dlicher Narrative zu begrenzen&#8220;. Wohlgemerkt, das, was in Rum\u00e4nien stattgefunden hatte, war ein Putsch, es ging also um zutreffende Beschreibungen realer Ereignisse. Die Kommission war aber immer noch nicht zufrieden und er\u00f6ffnete am 17. Dezember 2024 ein f\u00f6rmliches Verfahren gegen TikTok, weil es nicht aggressiv genug vor und nach den rum\u00e4nischen Wahlen zensiert hatte.<\/p>\n\n\n\n<p>In den Wahlen der Niederlande 2023 griff die Kommission zu einem besonders interessanten Schritt: Das niederl\u00e4ndische Innenministerium wurde zu einem &#8222;trusted flagger&#8220; erkl\u00e4rt, einem vertrauensw\u00fcrdigen Hinweisgeber, der laut DSA Zensurforderungen stellen kann, die durch die Plattformen erf\u00fcllt werden m\u00fcssen. &#8222;Vor einer Wahl, in der die niederl\u00e4ndischen W\u00e4hler die F\u00fchrung des Innenministeriums aus dem Amt w\u00e4hlen k\u00f6nnten, erm\u00e4chtigt die Europ\u00e4ische Kommission gerade das Innenministerium, besondere Zensurforderungen zu stellen.&#8220; Ein Musterfall, an dem sich gut zeigen l\u00e4sst, was die Kommission f\u00fcr Demokratie h\u00e4lt\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Seit diesen Wahlen gab es im Grunde in der EU keine einzige Wahl mehr, bei der die Kommission nicht eingegriffen hatte. Der Ausschussbericht belegt es f\u00fcr die Wahlen in Polen 2023, f\u00fcr die Niederlande 2023 und 2025, f\u00fcr Irland 2024 und 2025, f\u00fcr Frankreich 2024, f\u00fcr die EU-Wahlen 2024 und, sicher der bekannteste Fall, f\u00fcr Rum\u00e4nien 2024. Hier findet sich nun der massivste Eingriff. &#8222;Interne Dokumente zeigen, dass vor den annullierten Wahlen die rum\u00e4nischen Regulatoren, denen der DSA Macht verliehen hatte, daran arbeiteten, Inhalte, die populistische und nationalistische Kandidaten unterst\u00fctzten, zum Schweigen zu bringen, auch durch Anweisungen, weltweit Inhalte zu entfernen.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Allerdings greift der Zensurapparat inzwischen \u00fcber den Geltungsbereich des DSA hinaus. Die Kommission machte n\u00e4mlich auch Zensurvorgaben f\u00fcr die Wahlen in Moldawien 2024, obwohl dieser Kleinstaat nicht Mitglied der EU ist. Das Eingreifen von Frau Jourov\u00e1 in die US-Wahlen ist also keine Ausnahme, sondern die Regel.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Disclaimer:<\/strong> All das ist keine Erfindung von mir, sondern von einem Ausschuss des US-Repr\u00e4sentatenhauses festgestellt. Nochmals ausdr\u00fccklich: ich habe hier nichts hinzu gef\u00fcgt, obwohl vieles bereits vorher bekannt war, aber als Desinformation und russischen Propaganda abgetan wurde. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>WASHINGTON, DC \u2013 Der Justizausschuss des Repr\u00e4sentantenhauses ver\u00f6ffentlichte heute einen Zwischenbericht mit dem Titel \u201e Die Bedrohung durch ausl\u00e4ndische Zensur, Teil II: Europas jahrzehntelanger Kampf zur Zensur des globalen Internets und seine Auswirkungen auf die Meinungsfreiheit von Amerikanern in den Vereinigten Staaten \u201c. 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