{"id":12513,"date":"2026-01-29T12:02:27","date_gmt":"2026-01-29T11:02:27","guid":{"rendered":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/?p=12513"},"modified":"2026-01-29T12:02:28","modified_gmt":"2026-01-29T11:02:28","slug":"heizung-wenns-schon-ee-sein-muss","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/2026\/01\/29\/heizung-wenns-schon-ee-sein-muss\/","title":{"rendered":"Heizung: wenn&#8217;s schon EE sein muss"},"content":{"rendered":"\n<p>Die g\u00fcnstigste L\u00f6sung f\u00fcr Heizungen w\u00e4ren elektrische Konvektoren: die aufw\u00e4ndige Verrohrung bei Bauten f\u00e4llt weg, auch die Wartung w\u00e4re wesentlich einfacher, d.h. Bau- und Betriebskosten w\u00fcrden drastisch sinken.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Notwendig w\u00e4re eine stabile und g\u00fcnstige Stromversorgung in Form von AKW. Selbst wenn hier die ideologischen D\u00e4mme brechen w\u00fcrden, w\u00e4re der Neubau von Kraftwerken eine Langzeitaufgabe. Eher denkbar sind kleine modulare Kraftwerke (SMR) mit 20 &#8211; 25 MW Leistung, bei denen Brenneinheiten komplett ausgetauscht und zentral gewartet werden. Die sind zwar derzeit noch recht teuer, aber wenn tats\u00e4chlicher Bedarf besteht, wird sich das schnell \u00e4ndern.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Norden mit viel Windkraft w\u00e4ren auch altert\u00fcmliche Nachtspeicherheizungen denkbar, die bei Wind aufgeheizt werden und ihre W\u00e4rme dann \u00fcber l\u00e4ngere Zeit abgeben. Bei Einsatz altert\u00fcmlicher Technik (1970er-Jahre) ergibt eine Betrachtung:<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Machbarkeit und \u00dcberbr\u00fcckung von Dunkelflauten<\/h4>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Annahmen f\u00fcr ca. 150 m\u00b2<\/strong>:\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>J\u00e4hrlicher Verbrauch: 13.500 kWh \u2192 T\u00e4glicher Durchschnitt: ~37 kWh (aber Heizsaison: 75 kWh\/Tag, im kalten Winter: ~112 kWh\/Tag, um Peaks zu ber\u00fccksichtigen).<\/li>\n\n\n\n<li>Dunkelflaute: Max. 5 Tage (l\u00e4ngste 2025: 89h ~4 Tage; H\u00e4ufigkeit: 4 in 2025 >48h, insgesamt 407 Stunden\/Jahr).<\/li>\n\n\n\n<li>Nachtspeicher: Laden nachts (8\u201312h) mit g\u00fcnstigem Windstrom, speichern W\u00e4rme f\u00fcr den Tag. Typische Kapazit\u00e4t pro Ger\u00e4t: 5\u201310 kWh (elektrisch, umgewandelt in W\u00e4rme). F\u00fcr dein Haus: 4\u20138 Ger\u00e4te (z. B. in Hauptzimmern) \u2192 Gesamt-Speicherkapazit\u00e4t: 20\u201380 kWh.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Durchrechnung<\/strong>:\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>W\u00e4rmebedarf f\u00fcr eine 5-Tage-Dunkelflaute: ~562 kWh (112 kWh\/Tag \u00d7 5).<\/li>\n\n\n\n<li>Mit typischer Haus-Speicher (Mittel 50 kWh): Du k\u00f6nntest nur ~0,5 Tage \u00fcberbr\u00fccken, bevor der Speicher leer ist. F\u00fcr volle \u00dcberbr\u00fcckung br\u00e4uchtest du ~11 Ladezyklen \u2013 unm\u00f6glich ohne Strom w\u00e4hrend der Flaute.<\/li>\n\n\n\n<li>Fazit: <strong>Nicht machbar allein mit Windstrom<\/strong>. Nachtspeicher sind f\u00fcr t\u00e4gliche Zyklen gemacht, nicht f\u00fcr mehrt\u00e4gige Ausf\u00e4lle. Bei Dunkelflaute (oft winterlich, europaweit) g\u00e4b&#8217;s keinen g\u00fcnstigen Windstrom zum Nachladen \u2013 du brauchst Backup (z. B. Netzstrom aus Gas\/AKW, teuer bei 30\u201340 ct\/kWh). In windreichen Gebieten wie Ostfriesland sind Flauten seltener\/l\u00e4nger, aber immer noch riskant (z. B. Nov\/Dez 2024\/2025: Mehrere Tage mit &lt;6 GW EE bundesweit).<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Kosten-Sch\u00e4tzung f\u00fcr Umr\u00fcstung auf Nachtspeicher<\/strong>:\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Anschaffung: Pro Ger\u00e4t 650\u20132.000 \u20ac (Mittel 1.000 \u20ac). F\u00fcr dein Haus (6 Ger\u00e4te): ~6.000 \u20ac (plus Installation 1.000\u20132.000 \u20ac).<\/li>\n\n\n\n<li>Laufende Kosten: Bei Windstrom-Tarif (15\u201325 ct\/kWh): 2.025\u20133.375 \u20ac\/Jahr (f\u00fcr 13.500 kWh). G\u00fcnstiger als normaler Strom, aber teurer als dein aktuelles Gas (1.200\u20131.500 \u20ac).<\/li>\n\n\n\n<li>Amortisation: 8\u201315 Jahre (bei F\u00f6rderung bis 30\u201370 % via KfW \u2013 netto 3.000\u20135.000 \u20ac Eigenanteil).<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Das betrifft allerdings mit \u00e4ltere Technik. Heutige W\u00e4rmespeicher k\u00f6nnten bis 500\u00b0C oder mehr aufgeheizt werden und ihre W\u00e4rme l\u00e4ngere Zeit hinweg \u00fcber Luftsch\u00e4chte abgeben. Die Technik ist zwar auch teuer, aber bei gr\u00f6\u00dferem Einsatz &#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Auch bei fast schon klassischer Technik wie W\u00e4rempumpen l\u00e4uft viel \u00fcber staatliche F\u00f6rderung spricht Subvention. Wie hoch die F\u00f6rderung ist, ist aber sowohl den Herstellern wie den Installateuren bekannt. Als W\u00e4rmepumpen noch bis 60.000 \u20ac bezuschusst wurden, kamen unerkl\u00e4rlicher Weise alle Angebote bei 60.000 \u20ac an. Inzwischen wird nur noch bis 30.000 \u20ac bezuschusst, was noch unerkl\u00e4rlicher Weise dazu f\u00fchrte, dass die Angebote ab neuem F\u00f6rderzeitpunkt erstaunlicher Weise nur noch 30.000 \u20ac betrugen. F\u00f6rderungen (=Subventionen) sind also eher Preistreiber und sollten sehr vorsichtig eingesetzt werden. Wenn der Investor alles \u00fcber 5.000 \u20ac selbst finanzieren muss, werden sich die Preise vermutlich bei 10.000 &#8211; 15.000 \u20ac einpegeln, also dort, wo die Schmerzgrenze anf\u00e4ngt und der Auftrag ausbleibt. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die g\u00fcnstigste L\u00f6sung f\u00fcr Heizungen w\u00e4ren elektrische Konvektoren: die aufw\u00e4ndige Verrohrung bei Bauten f\u00e4llt weg, auch die Wartung w\u00e4re wesentlich einfacher, d.h. Bau- und Betriebskosten w\u00fcrden drastisch sinken. 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