{"id":12144,"date":"2025-09-14T09:27:07","date_gmt":"2025-09-14T07:27:07","guid":{"rendered":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/?p=12144"},"modified":"2025-09-14T09:27:07","modified_gmt":"2025-09-14T07:27:07","slug":"der-eiserne-kaefig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/2025\/09\/14\/der-eiserne-kaefig\/","title":{"rendered":"Der Eiserne K\u00e4fig"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-medium-font-size\">Wer nicht 50 Jahre oder mehr auf dem Buckel hat, wird sich kaum aus eigener aktiver Erfahrung an die DDR und den mit ihre verbundenen &#8222;Eisernen Vorhang&#8220; erinnern k\u00f6nnen. In der heutigen Zeit der &#8222;freiheitlich-demokratischen Grundordnung&#8220; wird allerdings nur noch subtil an diese und die noch weiter zur\u00fcck liegende NS-Zeit erinnert, und wenn, dann h\u00e4ufig mit Geschichtsklitterung.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Der Grund ist ziemlich einfach: wenn man genauer hinsieht, sind die Zust\u00e4nde heute n\u00e4mlich schlimmer als die damaligen. Konnte man damals trotz aller Behinderungen noch Verwandte &#8222;dr\u00fcben&#8220; besuchen, ist dies heute mehr oder weniger unm\u00f6glich, wenn man Verwandte in Belarus oder Russland hat: Russen werden mehr oder weniger keine Visa mehr ausgestellt und selbst Diplomaten werden Schwierigkeiten bereitet: nicht jeder offizielle Vertreter seines Landes erh\u00e4lt mehr eine Einreisegenehmigung in die EU, um hier die Interessen seines Landes zu verteten (<em>in DDR-Zeiten war es auch DDR-B\u00fcrgern m\u00f6glich, unter gewissen Voraussetzungen ihre Verwandten im Westen zu besuchen<\/em>).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Und was es zu DDR-Zeiten nicht gab, n\u00e4mlich eine notwendige Erlaubnis westdeutscher Beh\u00f6rden, in die DDR zu reisen, gibt es heute: man kommt zwar ohne belarusisches oder russische Visum in die L\u00e4nder hinein (<em>es wird geradezu Reklame gemacht, dass so etwas nicht n\u00f6tig sei<\/em>), aber ohne Ausreisevisum nicht heraus. Die werden zwar anscheinend noch ohne gro\u00dfe Probleme erteilt, aber trotzdem braucht man, wie weiland die DDR-B\u00fcrger, eine Ausreisegenehmigung. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">An der DDR-Grenze wartete man, wenn man Pech hatte, 2 Stunden am Kontrollpunkt (<em>Transit ging meist deutlich schneller<\/em>), die Wartezeiten an den heutigen Grenzpunkten, von denen Polen inzwischen alle geschlossen hat, liegen schon seit l\u00e4ngerem bei 2 &#8211; 3 Tagen (!). Eine deutliche Verbesserung gegen\u00fcber fr\u00fcher, allerdings in der falschen Richtung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Wer sich mit einem Verwandten treffen will, der in den \u00f6stlichen L\u00e4ndern wohnt, dem bleibt kaum etwas anderes \u00fcbrig, als sich beispielsweise in der T\u00fcrkei zu verabreden. Oder via T\u00fcrkei nach Russland zu fliegen. In einem Trauerfalls eine nicht gerade gangbare Option. Und es ist Vorsicht angebracht! Wer Geld oder Wertsachen mitnimmt, ist die los, wenn er erwischt wird. Zumindest dann, wenn der Anschlussflug aus der T\u00fcrkei schon gebucht war, aber vermutlich sonst auch.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Wie auch der Umgang des NS-Regimes mit ausreisewilligen Juden l\u00e4ngst Standard ist, nicht nur bei Auseise in die Ostl\u00e4nder, sondern generell. Wer dem Land den R\u00fccken kehren will, kann das mehr oder weniger nur nackt tun. Wer etwas besitzt, wird mit &#8222;Republikfluchtsteuer&#8220; belegt, was inzwischen so gehandhabt wird, dass Eigent\u00fcmer von Unternehmen mehr oder weniger gezwungen werden, diese zu verkaufen. Wer da an &#8222;Arisierung&#8220; denkt, liegt vermutlich nicht mehr weit daneben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Schwer zu sagen, wie es weiter geht. Der Fall von Charlie Kirk hat gezeigt, dass es hier problemlos m\u00f6glich ist, &#8222;<em>Treffer! Der Sauhund hat&#8217;s verdient! Weiter so!<\/em>&#8220; in die soziale Medienlandschaft zu br\u00fcllen, wenn es den &#8222;Richtigen&#8220; trifft, und auch Todesf\u00e4lle von AfD-Mitgliedern werden von Links-Gr\u00fcnen in dieser Weise kommentiert, ohne dass hier eine Staatsanwaltschaft gedenkt einzugreifen (<em>Beg\u00fcnstigung\/Guthei\u00dfen\/Aufforderung zu Straftaten &#8211; gleich mehrere \u00a7\u00a7 des StGB sind betroffen<\/em>). Auch hier eine deutliche Qualit\u00e4tssteigerung, denn bei Toten war normalerweise Schluss mit Verunglimpfung. Die Presstituierten schweigen nicht nur, einige Journutten schlagen sogar in die gleiche Kerbe und von einigen Zeitungen wird anscheinend inzwischen die Ver\u00f6ffentlichung einer Todesanzeige verweigert, wenn der Verstorbene AfD-Mitglied war. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Das Denunziantentum ist inzwischen mindestens so gut organisiert wie in der DDR und dem NS-Staat. Die soziale Vernichtung anders Denkender meiner Ansicht nach inzwischen sogar besser. Und ob das Land wirklich sehr weit davon entfernt ist, dass &#8222;Sch\u00fcsse an der Mauer&#8220; durch legalisierte &#8222;Sch\u00fcsse gegen Rechte&#8220; im Inneren nachgebaut werden, bezweifle ich. <\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer nicht 50 Jahre oder mehr auf dem Buckel hat, wird sich kaum aus eigener aktiver Erfahrung an die DDR und den mit ihre verbundenen &#8222;Eisernen Vorhang&#8220; erinnern k\u00f6nnen. 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