{"id":11478,"date":"2025-01-20T07:08:00","date_gmt":"2025-01-20T06:08:00","guid":{"rendered":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/?p=11478"},"modified":"2025-01-14T14:31:07","modified_gmt":"2025-01-14T13:31:07","slug":"strom-wo-gruene-idiotie-hinfuehrt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/2025\/01\/20\/strom-wo-gruene-idiotie-hinfuehrt\/","title":{"rendered":"Strom &#8211; wo gr\u00fcne Idiotie hinf\u00fchrt"},"content":{"rendered":"\n<p>Strom hat die Eigenschaft, dass er in dem Moment erzeugt werden muss, in dem er irgendwo ben\u00f6tigt wird. Traditionell \u00fcbernehmen die Erzeugung Kraftwerke, die aber laut den gr\u00fcnen Geistesgest\u00f6rten vollst\u00e4ndig von so genannten erneuerbaren Energien ersetzt werden sollen. Geistesgest\u00f6rt, weil diese Hirnklempner es nicht n\u00f6tig habe, sich mal mit der Technik auseinander zu setzen.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>In den Kraftwerken \u00fcbernehmen Generatoren, also mechanische Ger\u00e4te, die Stromerzeugung. Angetrieben werden sie von Heissdampf, der sie in Rotation versetzt und an den Anschlussklemmen eine Spannung erzeugt. Es gibt da noch einige Nebenbedingungen, aber die lassen wir hier weg. Erzeugt wird 3-Phasen-Drehstrom mit einer Frequenz von 50,0 Hz. <\/p>\n\n\n\n<p>Nehmen wir an, die Turbine l\u00e4uft im Leerlauf. Dann muss der Dampf genauso viel Energie liefern, wie durch Reibung verbraucht wird. Schlie\u00dfen wir jetzt einen Verbraucher an, entzieht der der Turbine Energie, und entweder es wird mehr Dampf durchgeleitet, damit die Frequenz so bleibt, oder die Frequenz wird kleiner, weil die Turbine gebremst wird. Umgekeht: schalten wir den Verbraucher ab, wird entweder auch der Dampf gedrosselt oder die Drehzahl steigt. So weit klar? Bestens, denn das hat noch kein Gr\u00fcner verstanden.<\/p>\n\n\n\n<p>So, jetzt reicht ein Kraftwerk nicht. Also baut man mehrere, die dann im Verbund arbeiten. Die m\u00fcssen aber synchronisiert werden. Die maximale Spannung ist bei allen Generatoren gleich (daf\u00fcr sorgen u.a. Transformatoren), aber die Spannung wechselt sinusf\u00f6rmig. W\u00e4re nun bei einem Generator die Spannung bei 200V, beim anderen nur 150V, weil die Phasen verschoben sind, w\u00e4re das gewisserma\u00dfen ein Kurzschluss, weil die Generatoren gegeneinander arbeiten (wie zwei Pferde, die in verschiedene Richtungen ziehen). Deshalb werden die Phasen so lange verschoben, bis sie gleich laufen, den Rest \u00fcbernehmen Phasenschiebertransformatoren, die kleine Differenzen aufgrund der im vorhergehenden Abschnitt beschriebenen Schwankungen abfange. Jetzt l\u00e4uft erst mal alles. Alles klar? Bestens, denn nun haben Sie auch was verstanden, was au\u00dfer den Gr\u00fcnen auch die Roten nicht verstehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Jetzt gibt es viele Verbraucher, die mal viel, mal wenig verbrauchen. Das f\u00fchrt zu den beschriebenen Schwankungen. Deshalb gibt es verschiedene Kraftwerke: ganz dicke mit extrem viel Leistung, die aber zu tr\u00e4ge sind, um auf schnelle Schwankungen zu reagieren. Die laufen im Dauerbetrieb und \u00fcbernehmen die Grundlast. Das ist ungef\u00e4hr so wie ein Auto im Dauerbetrieb mit Tempomat auf der Landstra\u00dfe. Selbst 2,5l-Boliden fahren da mit 6 l\/100 km. Da<\/p>\n\n\n\n<p>Daneben gibt es kleinere, die flink auf Leistungsschwankungen reagieren k\u00f6nnen. Das ist dann so wie Stadtverkehr. Da sind wir dann bei 9 l\/100 km, wenn wir Gl\u00fcck haben. Zuz\u00fcglich werden noch Puffer in Form von Speicherkraftwerken eingesetzt, die halt man schneller, mal langsamer Pumpen oder produzieren und auch sehr flexibel sind. Aber von denen gibt es nicht allzu viele.<\/p>\n\n\n\n<p>Insgesamt wird so daf\u00fcr gesorgt, dass das System auf 50 +- 0,2 Hz problemlos durchl\u00e4uft.<\/p>\n\n\n\n<p>So, und jetzt kommen die Gr\u00fcnen und bauen Windkraft- und Photovoltaikanlagen. Das sind im Prinzip Minikraftwerke, die vielleicht geeignet sind, einen elektrischen Stuhl zu betreiben &#8211; wenn sie mal Strom liefern. Die speisen ins Nieder- oder allenfalls ins Mittelspannungsnetz ein und sind davon abh\u00e4ngig, dass ihnen die Gro\u00dfen den Takt liefern &#8211; eben die 50 Hz. Die sorgen daf\u00fcr, dass noch mehr Schwankungen im Netz sind und noch mehr geregelt werden muss. <\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber die Jahre sind so viele gebaut worden, dass, wenn sie mal liefern, die Regelkraftwerke komplett ausgehebelt werden. Also ist man inzwischen an die Grundlast heran getreten und hat das eine oder andere Gro\u00dfkraftwerk still gelegt, damit \u00fcberhaupt noch geregelt werden kann. Die Zahl der Regelkraftwerke hat sich nicht gro\u00dfartig ge\u00e4ndert, weil man hofft, die Nachbarn \u00fcbernehmen die Regelung. Fazit: ein Teil der bisherigen Grundlast l\u00e4uft nun \u00fcber Regelkraftwerke, d.h. 9 l \/ 100 km anstatt 6 l\/100 km, und ein Gro\u00dfteil der Regelkraftwerke regelt st\u00e4rker, d.h. 14 l\/100 km (stop-and-go) statt 9 l \/ 100 km.<\/p>\n\n\n\n<p>Jetzt liefern die beschissenen WKA und PVA nicht gleichm\u00e4\u00dfig, weder \u00fcber die Jahreszeit noch \u00fcber den Tag. Im Winter liefern sie deutlich zu wenig, d.h. man k\u00f6nnte auch ein Gro\u00dfkraftwerk in Betrieb nehmen, dass aber inzwischen kaputt gemacht wurde, d.h. es geht nicht. Zudem w\u00fcrde so ein Betrieb aus logistischen Gr\u00fcnden zu h\u00f6heren Kosten f\u00fchrt, d.h. der Liter Benzin, der \u00fcbers Jahr 1,50 \u20ac kostet, kostet bei so einem Betrieb mehr als 2,00 \u20ac. Im Winter wird aber aus verschiedenen Gr\u00fcnden mehr Strom ben\u00f6tigt. Wird mehr angefordert als produziert, sinkt die Netzfrequenz, wie wir oben erkl\u00e4rt haben. Ein paar Industriebetriebe sind so aufgestellt, dass man sie abschalten kann, was aber wieder hohe Kosten verursacht, wie man sich vorstellen kann. Sinkt die Frequenz trotz allem auf unter 49,8 Hz, werden ganze Netze abgeschaltet &#8211; wir haben einen Grey-Out. Geht das schief, fliegen auch die Hauptschalter in den Verteilungen zwischen den Kraftwerken, um eine Besch\u00e4digung der Kraftwerke zu verhinder &#8211; und wir haben einen Blackout, also fl\u00e4chendeckenden Stromausfall. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Gr\u00fcnen wollen ja alles zu 100% aus WKA und PVA versorgen. Geht aber grunds\u00e4tzlich nicht. Zun\u00e4chst einmal sind diese Anlagen viel zu schwachbr\u00fcstig, um ein Netz \u00fcberhaupt wieder anfahren zu k\u00f6nnen. Sind die dicken Brummer au\u00dfer Betrieb, l\u00e4uft nix mehr, selbst wenn 10x so viel Leistung installiert ist als man \u00fcberhaupt bracht. Au\u00dferdem sind die Dinger auf die Leitfrequenz angewiesen. Ohne arbeiten sie gar nicht. Im Klartext: bei einem Blackout schmieren auch alle WKA und PVA ab und auch der H\u00e4uselbesitzer mit PVA auf dem Dach wohnt absofort im Dunklen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nun kommt noch Abteilung zwei hinzu: im Sommer produzieren besonders die PVA ganz gut, aber nur tags\u00fcber. Nacht: NULL. Nun sind die vielen kleinen Dachanlage nicht abschaltbar: wenn die Sonne scheint, produzieren sie und speisen ein. Inzwischen ist so viel installiert (und es wird munter weiter installiert), das eine Herausnahme der Regelkraftwerke nichts mehr n\u00fctzt. Es geht auch an die dicken Brummer. Die m\u00fcssen Nachts volle Pulle laufen, d.h. abschalten kann man sie nicht, sonst gibt es Nachts einen Blackout. Tags\u00fcber werden sie aber ihren Strom nicht mehr los, weil die PVA einspeisen. Rauf- und runterfahren geht bei den Dingern nicht wirklich, jedenfalls nicht im 12h-Takt. Ergebnis: die Netzfrequenz geht nach oben und bei 50,2 Hz gibt es eine Notabschaltung. Sozusagen ein Whiteout, da er tags\u00fcber passiert. Und wie oben sind auch alle WKA und PVA spontan tot. <\/p>\n\n\n\n<p>Es kommt aber noch lustiger: wenn jetzt einer der dicken Kl\u00f6tze einen Schwarzstart versucht, bekommen die st\u00f6renden PVA wieder eine Leitfrequenz und sind wieder am Netz &#8211; und schmei\u00dfen den Dicken wieder raus. Mit anderen Worten: das dauer so lange, bis die Sonne nicht mehr richtig scheint. Und das kann richtig unangenehm werden:<\/p>\n\n\n\n<p>Viele Industriebetriebe sind n\u00e4mlich auf Strom angewiesen. Beispielsweise Glasschmelzen oder Metallschmelzen. In den vergangenen Jahren haben es viele geschafft, die maximale Ausfallzeit von ca. 30 min auf ca. 90-120 min zu steigern. Das ist die Zeit, die bei einem Blackout bleibt, das Netz wieder anzufahren. Ein Whiteout um 12:00 Uhr zieht sich jedoch bis 17:00 Uhr oder l\u00e4nger hin. Die Anlagen sind dann komplett Schrott. D.h. nicht nur das Produkt ist hin\u00fcber, auch die Fabrik kann man nur noch mit dem Abbruchhammer abr\u00e4umen und neu aufbauen. Am Besten weit weg von Gr\u00fcn-Bl\u00f6d-Land Deutschland, wo keine Hirntoten ohne Verstand die Technik diktieren. <\/p>\n\n\n\n<p>Dummerweise sind es nicht nur Leute wie Habeck &amp; Co, die so was zu verantworten haben. Die halbe Industrie spielt mit und findet das toll (die andere H\u00e4lfte hat schon die Koffer gepackt und ist weg). Die Chancen, dass das noch irgendwie gut abgeht, sind aber nahe Null, zumal jeden Tag wieder einer mit neuem Schwachsinn wie &#8222;Wasserstoffwirtschaft&#8220; um die Ecke kommt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Strom hat die Eigenschaft, dass er in dem Moment erzeugt werden muss, in dem er irgendwo ben\u00f6tigt wird. 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