{"id":10873,"date":"2024-08-17T07:55:00","date_gmt":"2024-08-17T05:55:00","guid":{"rendered":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/?p=10873"},"modified":"2024-08-10T09:12:59","modified_gmt":"2024-08-10T07:12:59","slug":"vom-wesen-der-nato","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/2024\/08\/17\/vom-wesen-der-nato\/","title":{"rendered":"Vom Wesen der NATO"},"content":{"rendered":"\n<p>Die NATO ist bekanntlich ein Verteidigungsb\u00fcndnis. Wobei das Problem darin besteht, zun\u00e4chst einmal jemanden zu finden, gegen den man sich verteidigen muss. Weshalb man fr\u00fchzeitig das Prinzip der &#8222;Vorw\u00e4rtsverteidigung&#8220; erfunden hat, d.h. man konstruierte die Verteidigung so, dass sie m\u00f6glichst auf dem Gebiet des Gegners stattfindet. Wozu man ihn erst einmal angreifen muss.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Nach den Erfahrungen mit Hitler und Stalin war eine solche halboffensive Verteidigungsaufstellung gar nicht mal von der Hand zu weisen, inzwischen ist aber auch die Sowjetunion zerfallen und mit Russland und China zwar ernst zu nehmende wirtschaftliche Konkurrenten vorhanden, von denen eine wirkliche milit\u00e4rische Bedrohung durch einen Angriff aber nicht zu erwarten ist. Folglich kann die Fiktion nur aufrecht erhalten werden, wenn aus einer &#8222;Vorw\u00e4rtsverteidigungshaltung&#8220; eine &#8222;aktive Vorw\u00e4rtsverteidigung&#8220; wird, d.h. man irgendwo Kriege anzettelt, die dann die Begr\u00fcndung liefern, sich verteidigen zu m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p>So geschehen in Korea, Vietnam, Laos, Irak, Afghanistan, Libyen, Syrien, Serbien, Ukraine. Wobei sich gezeigt hat, dass man &#8222;aktive sehr weit entfernte Vorw\u00e4rtsverteidigung&#8220; nicht gewinnen kann. Aber zumindest kann man von der Notwendigkeit, eine &#8222;Verteidigungsbereitschaft&#8220; aufrecht zu erhalten (oder diese erst einmal zu erreichen), herumfaseln.<\/p>\n\n\n\n<p>Die &#8222;Verteidigungsbereitschaft&#8220; misst die NATO am Geldaufwand, der getrieben wird. 2% des BIP sollen es f\u00fcr alle NATO-Staaten sein. Wenn man nach mehr Messkriterien sucht, wird man allerdings nicht f\u00fcndig. Es soll Geld ausgegeben werden, was damit erreicht werden soll, wird aber nicht gesagt. Milit\u00e4rische \u00dcberlegungen spielen keine Rolle, weil mal wieder Politiker das Sagen haben. Milit\u00e4rische \u00dcberlegungen w\u00e4ren:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Wer k\u00f6nnte Schland mit welchen taktischen und operativen Mitteln angreifen? Da kommen eigentlich nur die n\u00e4chsten Nachbarn in Frage, wenn man mal ausschlie\u00dft, dass Indien, China oder Nordkorea aus Jux und Dollerei Raketen auf Schland abschie\u00dfen.<\/li><li>Wo kann man die Angriffe stoppen und was ist dazu notwendig? Die Planung eines Einsatzes eines Panzerbattailions in der Westsahara geh\u00f6rt sicher nicht zu solchen Szenarien.<\/li><li>Welche Waffensysteme sind am Besten dazu geeignet und wie viele braucht man davon? H\u00e4tten der Kaiser und Hitler solche \u00dcberlegungen in Hinsicht auf den Seekrieg angestellt, h\u00e4tten sie keine Gro\u00dfkampfschiffe, sondern nur U-Boote gebaut.<\/li><li>Die Waffengattungen, die das alles planen, sind auch federf\u00fchrend f\u00fcr die Entwicklung der Waffen zust\u00e4ndig, weil diese auf die speziellen Eins\u00e4tze abgestimmt und auch unter Kampfbedingungen einsatzbereit gehalten werden m\u00fcssen. Die Russen und die Chinesen machen derzeit vor, wie das gehen kann.<\/li><li>Wie gro\u00df muss die Truppe sein, wie gro\u00df muss die Reserve sein? Schlie\u00dflich muss die Ausbildung stimmen. Einen Hamvee fahren kann man schnell lernen, einen Panzer bedienen und warten dauert schon etwas l\u00e4nger und im Einsatz koordiniert mit anderen Systemen aufzutreten will ebenfalls ge\u00fcbt sein. Wenn man 50.000 Mann braucht, aber nur 30.000 Ausgebildete da sind und die H\u00e4lfte des Materials in der Werkstatt steht, sollte man besser das Schwenken wei\u00dfer Fahnen \u00fcben.<\/li><li>Wie schnell muss Ersatz im Einsatzfall hochgefahren werden? Schlie\u00dflich geht auch mal was durch Feindeinwirkung und nicht nur durch Fahren in ungeeignetem Gel\u00e4nde kaputt.<\/li><li>Last not least: wie ist die Motivation? Wenn der B\u00fcrger und sp\u00e4tere Soldat keine emotionale Bindung an Schland hat, wird er eher die Flinte ins Korn werfen als ernsthaft Widerstand leisten.<\/li><li>Und zu allerletzt: auf welchen Nachbarn kann ich im Ernstfall bauen? Wie kann er mit helfen und wie kann ich ihm im Bedarfsfall helfen? <\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Man kann wohl ohne Untertreibung sagen, dass so ziemlich alles auf NATO-Seite falsch gemacht wird, was bez\u00fcglich der genannten Gesichtspunkte falsch gemacht werden kann. In Bezug auf Schland existiert kein geschlossenes Verteidigungskonzept. Patriotismus wird den Menschen von der woken Politik mit den Medien und der Justiz ausgetrieben. Kein NATO-Land, die USA eingeschlossen, hat keine Probleme mit der Rekrutierung von Personal und dessen sp\u00e4terer Motivationslosigkeit. <\/p>\n\n\n\n<p>Und sehr konkret: hinter keiner Lieferung von Material an die Ukraine steckt irgendeine \u00dcberlegung, was mit den Waffen gemacht werden soll, ob sie bedient werden k\u00f6nnen, ob sie zu anderen Systemen passen und ob die Menge f\u00fcr einen bestimmten Zweck ausreicht und ob man sie dort, wo sie weggenommen werden, entbehren kann, falls dort wirklich mal was passiert. Es geht lediglich nur noch darum, dass Russen get\u00f6tet werden, egal, wie viele Ukrainer dabei draufgehen oder ob irgendein sonstiges taktisches oder strategisches Ziel damit verbunden ist und erreicht werden kann. Demonstriert wird von der NATO-Politik letztlich das Verhalten von menschenverachtenden Rassisten und Kriegsverbrechern.<\/p>\n\n\n\n<p>Und damit kommen wir dann auch zu dem eigentlichen Sinn der NATO. Es geht nicht um eine Verteidigungsbereitschaft. Es geht um Geld. Bei den Waffen geht es auch nicht darum, ob sie f\u00fcr einen bestimmten Zweck geeignet sind und ob ihre Menge ausreicht, weil man sich um den Zweck und Einsatz gar nicht erst detaillierte Gedanken macht. Und in den wenigsten F\u00e4llen werden die Waffen in den L\u00e4ndern produziert, in denen sie stationiert werden. <\/p>\n\n\n\n<p>Es geht schlicht und einfach darum, dass jedes Land 2% des BIP in einen Haushalt investiert, von dem 1 &#8211; 1,5% bei R\u00fcstungsunternehmen in den USA landen oder solchen, die von den USA kontrolliert werden. Und damit das so bleibt, werden regelm\u00e4\u00dfig gen\u00fcgend Konflikte ausgel\u00f6st, in denen gen\u00fcgend Material verheizt wird, um den Geldfluss aufrecht zu erhalten, wie diesen Krieg auf Sparflamme in der Ukraine, in den immer so viele Waffen gepumpt werden, dass er weiter l\u00e4uft und der Geldfluss aufrecht erhalten bleibt. <\/p>\n\n\n\n<p>Der eigentliche Witz an der Sache ist, dass die Gier der USA so gro\u00df ist, dass die anderen NATO-L\u00e4nder sich inzwischen nackt ausgezogen haben. Das vorhandene Kriegsger\u00e4t wird weitgehend in der Ukraine verschrottet und die Bev\u00f6lkerung durch die irrationale und m\u00f6rderische Politik verprellt. Und sollte Gro\u00df-Luxemburg zusammen mit Liechtenstein auf die Idee kommen, beispielsweise Schland den Krieg zu erkl\u00e4ren, w\u00e4ren weder Material noch Organisation noch Motivation vorhanden, den geballten Angriff der Zwerge mehr als 2 Tage zu \u00fcberstehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die NATO ist bekanntlich ein Verteidigungsb\u00fcndnis. Wobei das Problem darin besteht, zun\u00e4chst einmal jemanden zu finden, gegen den man sich verteidigen muss. Weshalb man fr\u00fchzeitig das Prinzip der &#8222;Vorw\u00e4rtsverteidigung&#8220; erfunden hat, d.h. man konstruierte die Verteidigung so, dass sie m\u00f6glichst auf dem Gebiet des Gegners stattfindet. Wozu man ihn erst einmal angreifen muss. 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