{"id":1078,"date":"2017-08-19T11:04:38","date_gmt":"2017-08-19T09:04:38","guid":{"rendered":"http:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/?p=1078"},"modified":"2017-08-19T11:04:38","modified_gmt":"2017-08-19T09:04:38","slug":"windkraft-wird-umweltschaedling-nr-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/2017\/08\/19\/windkraft-wird-umweltschaedling-nr-1\/","title":{"rendered":"Windkraft wird Umweltsch\u00e4dling Nr. 1"},"content":{"rendered":"<p>Der Ausbau der Windenergie ist nach wie vor ungebremst, obwohl selbst die links-gr\u00fcnlastige ZEIT inzwischen schreibt, dass es sich um eine Mogelpackung handelt. <!--more-->Die haben n\u00e4mlich mal nachgeschaut und ein wenig gerechnet und sind zu dem Schluss gekommen, dass ca. 2023 die komplette Windenergie f\u00fcr die E-Autos draufgeht, falls die Ausbauplanungen und Absatzabsichten so laufen wie geplant, wobei selbst das nur dann stimmt, wenn der Wind weht, was er ja bekanntlich nicht immer tut. Da anderes nicht zur Verf\u00fcgung steht, wird dann selbst das, was heute \u00fcber den Wind versorgt wird, auf (Braun)Kohle oder ausl\u00e4ndische Atomkraftwerke zur\u00fcckgreifen m\u00fcssen. Stammt wie gesagt nicht von mir, sondern von der ZEIT.<\/p>\n<p>Aber auch so ist Windkraft inzwischen Umweltsch\u00e4dling Nr. 1. Als es anfing, war alles noch relativ harmlos. Trotzdem liefen Umweltverb\u00e4nde Sturm gegen die Vogelschredderanlagen, und vielerorts wurden Baustopps f\u00fcr den weiteren Ausbau verf\u00fcgt. Ein paar Jahre lang blieb die Anzahl der Anlagen mehr oder weniger konstant. Die Anlagen waren klein, die Fl\u00fcgel lagen unterhalb der Flugh\u00f6he der Vogelschw\u00e4rme, und das Vogelschreddern lie\u00df sich in der Praxis beim besten Willen nicht nachweisen, was NABU &amp;Co den Wind aus den Segeln nahm.<\/p>\n<p>Dann kam das EEG, gewisserma\u00dfen die Lizenz zum Gelddrucken, denn bezahlt wirde der Windstrom selbst dann, wenn er mangels Kabel gar nicht weitergeleitet werden kann. Die Umweltverb\u00e4nde waren argumentamputiert, und f\u00fcr lokale Politiker ergab sich das Gesch\u00e4ft, in die eigene Tasche zu wirtschaften. Vorgeschoben werden nat\u00fcrlich Gewerbesteuereinnahmen, aber wenn man genauer hinsieht, besetzen verantwortliche Politiker lukrative P\u00f6stchen in den Betreibergesellschaften, besitzen namhafte Anteile an Windparks oder haben bei den Ausschreibungen \u00fcber irgendwelche Leistungen gut verdient. Nat\u00fcrlich kann von einem Interessenkonflikt nicht die Rede sein, wie immer, wenn sich Politiker die Taschen vollschaufeln.<\/p>\n<p>Und die Anlagen sind nicht nur mehr, sie sind vor allen Dingen deutlich gr\u00f6\u00dfer geworden, verbrauchen dauerhaft Boden und verstellen den Luftraum f\u00fcr deren Bewohner. So muss zu jedem Mast eine schwerlasttransportergeeignete Stra\u00dfe f\u00fchren, und um den Mast ist ein schwerlastkranengeeigneter Man\u00f6vrierraum frei bleiben. Das verbraucht eine Menge Platz auf den betroffenen Feldern. Die B\u00f6den werden verdichtet und mit Schotter gef\u00fcllt, und diese Ver\u00e4nderungen sind dauerhaft, denn auch zur Wartung m\u00fcssen schwere Maschinen jederzeit an die Masten kommen k\u00f6nnen. Zus\u00e4tzlich m\u00fcssen Kabel verlegt und Transformatorstationen und Umspannwerke gebaut werden. Wer die A31 in Richtung Emden f\u00e4hrt, kann dies alles life bewundern.<\/p>\n<p>Die Anlage stehen nat\u00fcrlich in der Natur, und zwar dort, wo der Wind weht. Das ist vorzugsweise im Norden, weniger im S\u00fcden der Fall. Dort werden die Anlagen auch eher auf den Bergen als im Tal gebaut, des Winds wegen. Aus den exponierten Lagen resultieren lange und aufw\u00e4ndige Anfahrtwege und nicht selten gr\u00f6\u00dfere Abholzung intakter W\u00e4lder. \u00dcberall stehendie Anlagen inzwischen dicht an dicht. Die Umweltzerst\u00f6rung ist erheblich und nimmt weiter zu, w\u00e4hrend die gr\u00fcnen Umweltsch\u00fctzer bislang die F\u00fc\u00dfe stillhalten, weil sie nicht so genau wissen, welche ihrer Ideologien sie \u00fcber Bord werfen sollen. Der Boden wird langfristig der Natur und der Landwirtschaft entzogen, und f\u00fcr den R\u00fcckbau der Anlagen liegen noch weniger Konzepte vor als f\u00fcr den R\u00fcckbau von AKWs, also typisch f\u00fcr den blinden politischen Aktivismus.<\/p>\n<p>Die Anlagen sind inzwischen auch deutlich h\u00f6her, reichen in die Flugzonen von Zugv\u00f6geln hinauf und werden aufgrund der Dichte auch f\u00fcr andere Luftbewohner bis hin zu Insekten und deren J\u00e4gern, den Flederm\u00e4usen, zum Hindernis. Wenn fr\u00fcher die kleineren Anlagen f\u00fcr V\u00f6gel weniger ein Problem darstellten, sausen die Spitzen der Fl\u00fcgel heute mit 250 km\/h und mehr durch die Luft, obwohl der Rotor ca. 5 Sekunden f\u00fcr eine Umdrehung ben\u00f6tigt, . Im Winter besteht zus\u00e4tzlich die Gefahr, dass einen die Anlagen mit Eisbrocken bewerfen.<\/p>\n<p>Im Norden kommt inzwischen ein weiterer Effekt der Umweltzerst\u00f6rung hinzu. Der Boden ist so beschaffen, dass ein begrenzter Anteil an Geest einem gr\u00f6\u00dferen Anteil an Marsch gegen\u00fcber steht. Auf der Geest, also festem Boden, zu bauen ist kein Problem. Die Gr\u00fcndung erfolgt unterhalb des Mastes und ist \u00fcberschaubar, wenn man in der Bauphase einen Block darauf wirft. Allerdings ist der Geestboden inzwischen mit Anlagen weitgehend zugepflastert. Weitere Anlagen passen nicht drauf. Marsch, also Sumpfboden, ist f\u00fcr die hohen T\u00fcrme nat\u00fcrlich ein Problem. Mangels Geestbodens baut man inzwischen auch auf Marschboden. Damit nichts umkippt, ben\u00f6tigen die ohnehin inzwischen am Fu\u00df recht dicken Masten ein massives, tief reichends Betonfundament mit dem 2-3 fachen Durchmesser des Mastes. Die Bunker des Atlantikwalls und der Maginotlinie sind ein guter Vergleich, und jeder wei\u00df, dass man mit diesen Hinterlassenschaften der ersten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts ein Problem hat: man kann sie im Grunde nicht beseitigen. Solche Betongr\u00fcndungen sind ein extrem massiver und zerst\u00f6render Eingriff in ein Bodensystem, dass zu den sch\u00fctzens- und erhaltenswerten aus Sicht der Umweltsch\u00fctzer geh\u00f6rt. Der Raubbau an der Natur ist in der Marsch um ein Vielfaches h\u00f6her als auf der Geest.<\/p>\n<p>Inzwischen haben auch Umweltverb\u00e4nde begriffen, dass mit dem weiteren Ausbau der Windkraft ein Raubbau an der Natur in gr\u00f6\u00dftem Ausma\u00df betrieben wird (nur die gr\u00fcnen Spinner sind weit von einem Einsehen). Im Emder Raum werden beispielsweise inzwischen Anlagen mitten in Sumpf- und Naturschutzgebiete gesetzt, auch von der A31 aus zu bewundern, und da Politiker im Nebenberuf als Windparkbetreiber agieren, geht es bei den Genehmigungen aus Sicht der Umweltverb\u00e4nde alles andere als ordnungsgm\u00e4\u00df zu. Der NABU klagt inzwischen auf den R\u00fcckbau mehrerer Anlagen, die fast fertig sind. Findet sich ein Richter, der \u00e4hnlich rigoros wie der Dieselrichter entscheidet, wird das teuer, sehr teuer, teurer als der bisherige Aufbau. Man kann nur hoffen, dass sich solch ein Richter findet, so lange noch ein wenig Natur vorhanden ist. Ansonsten d\u00fcrfte auch die Marsch in wenigen Jahren so zugepflastert sein wie die Geest.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Ausbau der Windenergie ist nach wie vor ungebremst, obwohl selbst die links-gr\u00fcnlastige ZEIT inzwischen schreibt, dass es sich um eine Mogelpackung handelt. Download Artikel als PDF<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[9],"tags":[],"class_list":["post-1078","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-energie"],"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1078","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1078"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1078\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1083,"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1078\/revisions\/1083"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1078"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1078"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1078"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}