{"id":10760,"date":"2024-07-05T09:22:43","date_gmt":"2024-07-05T07:22:43","guid":{"rendered":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/?p=10760"},"modified":"2024-07-05T09:22:43","modified_gmt":"2024-07-05T07:22:43","slug":"ueber-die-berechenbarkeit-der-justiz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/2024\/07\/05\/ueber-die-berechenbarkeit-der-justiz\/","title":{"rendered":"\u00dcber die Berechenbarkeit der Justiz"},"content":{"rendered":"\n<p>Wenn man es fr\u00fcher mit der Inquisition(sjustiz) zu tun bekam, war das Ergebnis sehr vorhersehbar. Der Grund war meist eine anonyme Beschuldigung, der nachgegangen wurde, v\u00f6llig egal, wie irrational und unlogisch die Beschuldigung auch gewesen sein mag. Nachgegangen bedeutet, es wurde ein Inquisitionsprozess eingeleitet &#8211; Voruntersuchungen und Pr\u00fcfungen gab es in der Regel nicht.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Das Prozessgeschehen war sehr \u00fcberschaubar: Belastungsbeweise wurden ohne wenn und aber akzeptiert, Entlastungsbeweise des Beschuldigten ohne wenn und aber nicht zugelassen. <\/p>\n\n\n\n<p>Der Prozessverlauf und sein Ergebnis waren ebenfalls sehr gut vorhersehbar: der Beschuldigte wurde befragt, wobei die Befragung immer peinlicher wurde. Peinlich bedeutet hier nicht, dass dem Beschuldigten peinliche Fragen gestellt wurden, sondern es wurden immer die gleichen Fragen gestellt, wobei die damit verbundene k\u00f6rperliche Pein durch Folterungen aller Art immer heftiger wurde. Fragen waren es eigentlich auch nicht: der Beschuldigte sollte gef\u00e4lligst gestehen, dass er ein Ketzer ist, und die Ausf\u00fchrung gewisser Praktiken, die ihm der Inquisitor mehr oder weniger vorlas, nacherz\u00e4hlen.\u00b9\u207e<\/p>\n\n\n\n<p>Gestand der Delinquent, war der Ketzer des Todes.<\/p>\n\n\n\n<p>Verstarb er w\u00e4hrend der Folter, war er ein Ketzer und des Todes (was schon erledigt war).<\/p>\n\n\n\n<p>Widerstand er der Folter, kam es zu &#8222;Gottesurteilen&#8220;, in dem der Delinquent etwa in einen Sack eingen\u00e4ht und in einen See oder Fluss geworfen wurde. Soff er ab und ertrank, war seine Unschuld bewiesen, aber gleichzeitig daf\u00fcr gesorgt, dass er sp\u00e4ter nie wieder in den Verdacht der Ketzerei kommen konnte.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcberlebte er die Probe, war er der Ketzerei schuldig und des Todes.<\/p>\n\n\n\n<p>Zusammengefasst: wenn man es mit der Inquisition zu tun bekam, war man tot, weil Prozesse immer mit dem Tod endeten. Abgesehen vom Ertrinken war allenfalls noch die Variante drin, dass man seine Ketzerei bereute: Ketzer wurden unter Missachtung des Klimas grunds\u00e4tzlich verbrannt, bereuende Ketzer aber vor dem Anz\u00fcnden des Scheiterhaufens gn\u00e4digerweise erdrosselt.<\/p>\n\n\n\n<p>Nebenbei: der Inquisitor machte sich die Finger nur am Geld des Ketzers schmutzig, nicht aber bei seinem Tod. Dazu wurde der n\u00e4mlich der weltlichen Justiz \u00fcberstellt, die allerdings das Urteil nur noch auszuf\u00fchren hatte.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p>Heute ist die Justiz nat\u00fcrlich \u00fcber solche Vorgehensweisen hinaus gekommen und vielf\u00e4ltiger geworden: zwar ist immer noch die anonyme Anschuldigung f\u00fcr das Zustandekommen eines wesentlichen Teils der Prozesse verantwortlich, aber heute wird intensiv gepr\u00fcft, bevor der Prozess beginnt. Das Ergebnis steht allerdings auch schon vorher fest.<\/p>\n\n\n\n<p>Gepr\u00fcft wird nicht die vermeintliche Tat &#8211; wo k\u00e4men wir da denn hin? Gepr\u00fcft werden heute die Gesinnung und die Ethnie des Beschuldigten. <\/p>\n\n\n\n<p>Hat der Beschuldigte die falsche Gesinnung (Rechts!) oder die falsche Ethnie (Biodeutscher), wird \u00e4hnlich wie oben verfahren: Belastungsbeweise werden grunds\u00e4tzlich ohne wenn und aber akzeptiert, Entlastungsbeweise ohne wenn und aber nicht zur Kenntnis genommen. Um die Sache zu vereinfachen, wird auf eine peinliche Befragung verzichtet und der Beschuldigte ist grunds\u00e4tzlich schuldig, Strafma\u00df mehr oder weniger beliebig.<\/p>\n\n\n\n<p>Hat der Beschuldigte die richtige Gesinnung (Gr\u00fcn!) oder die richtige Ethnie (Ausl\u00e4nder), ist es genau anders herum: Entlastungsbeweise werden ohne wenn und aber akzeptiert, Belastungsbeweise ohne wenn und aber abgelehnt, sofern eine hinterlassene Leiche nicht schon zum Himmel stinkt. Der Beschuldigte ist auf jeden Fall so unschuldig wie m\u00f6glich. <\/p>\n\n\n\n<p>Deutsche Gesinnungsjustiz heute &#8211; leicht berechenbar, wenn man auf Gesinnung und Ethnie schaut. Man darf nur nicht den Fehler machen, in Gesetzb\u00fccher zu schauen, dann wird alles so un\u00fcbersichtlich wie m\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n<p>Beispiele dazu:<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.epochtimes.de\/politik\/hoecke-urteile-unverhaeltnismaessig-oder-richtig-a4767511.html\">https:\/\/www.epochtimes.de\/politik\/hoecke-urteile-unverhaeltnismaessig-oder-richtig-a4767511.html<\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">\u00b9\u207e Oft ging es darum, dass einer schwarzen Katze in der Nacht wiederholt das Arschloch gek\u00fcsst wurde, eine Praxis, die man m\u00f6glicherweise heute noch bei extremen Katzenfreunden wieder findet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn man es fr\u00fcher mit der Inquisition(sjustiz) zu tun bekam, war das Ergebnis sehr vorhersehbar. 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