{"id":10752,"date":"2024-07-03T09:16:00","date_gmt":"2024-07-03T07:16:00","guid":{"rendered":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/?p=10752"},"modified":"2024-07-03T09:16:00","modified_gmt":"2024-07-03T07:16:00","slug":"wir-buergern-jetzt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/2024\/07\/03\/wir-buergern-jetzt\/","title":{"rendered":"&#8222;Wir b\u00fcrgern jetzt&#8220;"},"content":{"rendered":"\n<p>ist das neue Schlagwort, sein Ein- und Auskommen ohne Arbeit zu sichern. Im Gegenzug finden immer weniger Chefs noch Leute, die f\u00fcr sie arbeiten wollen, was auch f\u00fcr Ungelernte gilt und somit die Ausrede, es fehle an den passenden Qualifikationen, L\u00fcgen straft.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"813\" height=\"176\" src=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/grafik.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-10753\" srcset=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/grafik.png 813w, https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/grafik-300x65.png 300w, https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/grafik-768x166.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 813px) 100vw, 813px\" \/><figcaption><a href=\"https:\/\/reitschuster.de\/post\/millionen-leben-vom-buergergeld-und-chefs-suchen-vergeblich-nach-arbeitern\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (\u00f6ffnet in neuem Tab)\">https:\/\/reitschuster.de\/post\/millionen-leben-vom-buergergeld-und-chefs-suchen-vergeblich-nach-arbeitern\/<\/a><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Allerdings werden die Gr\u00fcnde nur mangelhaft beschrieben, wenn von &#8222;zu hohen Steuern&#8220; die Rede ist. Da kommt noch einiges mehr zusammen. Die Steuern sind n\u00e4mlich bei geringen Einkommen in der Regel noch relativ ertr\u00e4glich und einer der kleineren Posten in der Abzugstabelle. Sehr viel mehr schlagen die Sozialversicherungen &#8211; Rentenversicherung, Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung &#8211; zu. Mit denen summieren sich die Abz\u00fcge selbst bei geringen Einkommen schnell in die Gr\u00f6\u00dfenordnung von fast 1\/3 des Gehaltes, d.h. wer beispielsweise 1.000,- \u20ac netto ausgezahlt haben m\u00f6chte, muss schon etwa 1.400,- \u20ac brutto verdienen.<\/p>\n\n\n\n<p>Hinzu kommen weitere Punkte: Arbeitsverdienst ist Arbeitsverdienst, egal wie gro\u00df die Familie ist &#8211; das sieht bei den kostenlosen Sozialleistungen anders aus, deren Gesamth\u00f6he auch von der Anzahl der K\u00f6pfe abh\u00e4ngt. Zudem gibt es weitere &#8222;Bedarfsleistungen&#8220;, die es bei eigener Arbeit auch nicht gibt, also Zusch\u00fcsse f\u00fcr irgendetwas (z.B. Miete, Ger\u00e4te, &#8222;gesellschaftliche Teilhabe&#8220;, irgendwelche Beratungen usw). Zudem d\u00fcrfte es f\u00fcr einen Wohnungseigent\u00fcmer deutlich schwerer sein, einen &#8222;Sozialfall&#8220; auf die Stra\u00dfe zu setzen als einen Geringverdiener. Auch so etwas spricht nat\u00fcrlich gegen eine eigene Arbeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Mancher wird auch abw\u00e4gen, was f\u00fcr ihn angenehmer ist: eine vielleicht in Teilen langweilige Unt\u00e4tigkeit oder ein Bullshitjob, der aufgrund fehlender Kollegen noch sehr viel bullshittiger ausf\u00e4llt als er m\u00fcsste. Ab einem gewissen Punkt wird der eigentlich arbeitsame Mensch n\u00e4mlich nicht mehr bereit sein, jeden Schei\u00df unter Druck zu machen und daf\u00fcr noch von seinem Chef beschimpft zu werden. <\/p>\n\n\n\n<p>K\u00f6nnte der nicht freundlicher sein und einfach besser zahlen? Nun, auch der hat es nicht leicht. Wenn man n\u00e4mlich genau hinschaut, stellen die Abz\u00fcge auf dem Lohnzettel nur einen Teil der Abz\u00fcge dar. F\u00fcr den Rest der Krankenversicherung usw. muss n\u00e4mlich der Chef aufkommen. Hinzu kommen immer mehr &#8222;Dokumentationspflichten&#8220;, Gestaltungspflichten des Arbeitsplatzes, Kontrollen durch \u00c4mter, Pflichtmitgliedschaften in allen m\u00f6glichen Verb\u00e4nden usw. Im Grunde muss der Arbeitgeber mindestens die Abz\u00fcge des Arbeitnehmers noch einmal draufsatteln, wenn er seine Kosten ermitteln will. Ihn kostet der Arbeitsplatz dann ca. 1.800,- \u20ac, von denen der Arbeitnehmer besagte 1.000,- \u20ac ausgezahlt bekommt. Rechnet man dann noch Urlaubs- und Feiertage hinzu, muss ein Arbeitnehmer in einem Monat Arbeit einen Wirtschaftswert von ca. 2.000,- \u20ac erzeugen, den der Chef dann verkaufen kann, um an das notwendige Geld zu kommen, und von diesen 2.000,- \u20ac bekommt er nur knapp die H\u00e4lfte ausgezahlt, w\u00e4hrend sein Arbeitgeber bei diesem Stand der Rechnung noch nicht mal 1 ct f\u00fcr sich und seinen Lebensunterhalt behalten kann. Muss man sich da \u00fcber den Rest noch wundern?<\/p>\n\n\n\n<p>Muss das sein? Nein, muss es nicht, aber wenn ein Gro\u00dfteil der Versicherungsleistungen von der Politik irgendwo auf der Welt f\u00fcr andere Sachen verpulvert und durch irrsinnige Regulierungen daf\u00fcr gesorgt wird, dass auf 1-2 tats\u00e4chlich produktive Besch\u00e4ftigte 1 Verwalter kommt (fallweise sogar mehr), der entweder vom Betrieb auch noch besch\u00e4ftigt werden muss oder in irgendeinem Amt sitzt und sich neue Behinderungen ausdenkt, kommt es zwangsweise zu solchen Verh\u00e4ltnissen. Und bei der Negativauslese an F\u00fchrungspersonal mit ihrem Besserwissen und F\u00fchrungswahn wird der Anteil der Verwaltung immer weiter zulegen. Unter Einbeziehen von &#8222;wir b\u00fcrgern jetzt&#8220; und der Verwaltungswut wird der &#8222;Wohlstand&#8220; von einer immer kleineren Gruppe erwirtschaftet, was bereits jetzt vorne und hinten nicht reicht, wie man leicht feststellen kann. Die Liste der Leistungen, die nicht erbracht werden, ist inzwischen deutlich l\u00e4nger als die der erbrachten, und folglich geht es mit diesem Staat immer schneller bergab. <\/p>\n\n\n\n<p>Merken tun das vermutlich bereits sehr viele und wer von denen schlau ist, &#8222;b\u00fcrgert jetzt&#8220;. Bemerken tun es immer noch viel zu wenige, wie der anhaltende Erfolg der Verwalterpartei, der CDU, es verdeutlicht. Aber die Staatsdiener wird es wohl auch noch treffen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Die angegebenen Zahlen sind nat\u00fcrlich nur grobe Sch\u00fcsse, denn was wirklich f\u00fcr wen wo heraus kommt, h\u00e4ngt von der Betriebsart und der Betriebsgr\u00f6\u00dfe ab. F\u00fcr Gro\u00dfunternehmen sieht die eine oder andere Rechnung etwas besser aus, aber wenn die inzwischen in Scharen das Land verlassen, sagt das Einiges aus &#8211; genauso wir die Ignoranz des Exodus.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ist das neue Schlagwort, sein Ein- und Auskommen ohne Arbeit zu sichern. Im Gegenzug finden immer weniger Chefs noch Leute, die f\u00fcr sie arbeiten wollen, was auch f\u00fcr Ungelernte gilt und somit die Ausrede, es fehle an den passenden Qualifikationen, L\u00fcgen straft. 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