{"id":1014,"date":"2017-06-06T08:13:44","date_gmt":"2017-06-06T06:13:44","guid":{"rendered":"http:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/?p=1014"},"modified":"2017-06-06T08:13:44","modified_gmt":"2017-06-06T06:13:44","slug":"wunschdenken-energiewende","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/2017\/06\/06\/wunschdenken-energiewende\/","title":{"rendered":"Wunschdenken Energiewende"},"content":{"rendered":"<p>Nirgendwo au\u00dfer vielleicht im Bereich Klima wird mehr gelogen als zum Thema &#8222;erneuerbare Energie&#8220;. Wer nach Ostfriesland kommt, wird den Unterschied zum Bayerischen Wald inzwischen nur noch <!--more-->an der Farbe der &#8222;B\u00e4ume&#8220; feststellen k\u00f6nnen, so dicht stehen mancherorts die Windr\u00e4der inzwischen (f\u00fcr Farbenblinde: ostfriesische B\u00e4ume haben dreistrahlige, sich drehende Bl\u00e4tter an der Spitze). Zur ingeniertechnischen Wirklichkeit ein Beitrag<\/p>\n<h5>von Carl-Ludwig Harms, Emden<\/h5>\n<p>Erst k\u00fcrzlich schlugen die Vereinten Nationen Alarm, die Welt werde ihren Kampf gegen die Klimaerw\u00e4rmung verlieren, es sei denn, die L\u00e4nder w\u00fcrden ihre CO2-Emissionen in k\u00fcrzester Zeit drastisch zur\u00fcckfahren. Bei weiteren Vers\u00e4umnissen k\u00f6nnte gar ein Klima-Gau drohen, wenn auftauender Permafrostboden oder schmelzendes Methaneis auf dem Meeresgrund das im Vergleich zu CO2 etwa 25-fach wirksamere Klimagas Methan freisetzen w\u00fcrde. Durch einen R\u00fcckkopplungsprozess k\u00f6nnte die Situation dann v\u00f6llig au\u00dfer Kontrolle geraten. Pr\u00e4zise Prognosen lassen sich zu diesen Gefahren bislang kaum machen, aber da wir nur einen bewohnbaren Planeten haben, ist wohl allerh\u00f6chste Vorsicht geboten.<br \/>\nDie deutsche Politik hat sich zur sogenannten Energiewende entschlossen, die Begr\u00fcndungen dazu erinnern allerdings mehr an Glaubensbekenntnisse denn an fachliche Information. Es stehen massive politische, ideologische und auch wirtschaftliche Interessen dahinter, da kann gezielte Desinformation manchmal schon recht hilfreich sein! Deshalb soll in diesem Artikel versucht werden, dem Leser soviel technische Information an die Hand zu geben, dass er die Behauptungen selber auf ihren Wahrheitsgehalt \u00fcberpr\u00fcfen kann. Leider sind einige Literaturquellen englischsprachig, aber mit etwas Schulenglisch und Dreisatzrechnung ist die Sache zu verstehen.<br \/>\nUnsere \u00d6ko-Apologeten behaupten seit Jahr und Tag, dass Deutschland der Vorreiter einer Zukunftstechnologie sei, die das Problem l\u00f6sen w\u00fcrde, zu der es keine sinnvolle Alternative gebe und die viele Arbeitspl\u00e4tze im Lande schaffen w\u00fcrde. Bei der Solarenergie bl\u00e4ttert der Lack aber schon langsam ab, da ist der Job des Konkursverwalters z.Zt. wohl der sicherste, denn auch ohne Subventionen k\u00f6nnen die Chinesen das billiger. Bei den Windkraftanlagen werden Chinesen und Koreaner wohl auch bald zu einer harten Konkurrenz.<br \/>\nWenn Deutschland bei erneuerbaren Energien die Nase so weit vorn haben soll, muss man sich doch mal fragen, warum das Ausland diesen Fortschritt nicht einfach kopiert und auch seine Kernkraftwerke stilllegt. Anstatt Deutschland zu bewundern, verwundern sich ausl\u00e4ndische Fachleute \u00fcber Germany oder spotten gar auf Konferenzen \u00fcber die Energiewende. Sollte es etwa so sein, dass die Versprechungen unserer Politiker nicht allzu viel taugen?<br \/>\nZumindest kann man festhalten, dass Deutschland allein diesen Weg einschl\u00e4gt und damit f\u00fcr das Weltklima soviel wie nichts erreicht. In [1] rechnet der d\u00e4nische Experte Bj\u00f8rn Lomborg vor, dass bei uns mit einem Aufwand von mehreren hundert Milliarden EURO bis zum Jahrhundertende die Erderw\u00e4rmung gerade mal um f\u00fcnf Tage verz\u00f6gert wird, sprich das Geld verpulvert wird.<br \/>\nDa unsere \u00d6ko-Fanatiker den Rest der Welt zu so einer Luxussanierung des Weltklimas nicht zwingen k\u00f6nnen, m\u00fcssen sie scheitern. Es w\u00e4re auch wohl keinem Entwicklungsland zuzumuten, seine knappen Ressourcen zur Behebung von Problemen auszugeben, die \u00fcberwiegend von den reichen Industrienationen geschaffen worden sind. Man wird also weiterhin Kohlekraftwerke bauen, die den Strom am billigsten erzeugen k\u00f6nnen und deren Brennstoff, die Kohle, noch etwa 200 Jahre reicht, genug um den Planeten v\u00f6llig zu ruinieren!<br \/>\nEs gibt nur einen Weg, diese Katastrophe zu vermeiden, und der besteht darin, eine klimaneutrale Energiequelle zu entwickeln, die Strom zu gleichen oder niedrigeren Preisen erzeugen kann wie ein Kohlekraftwerk. Dann braucht man keinem mehr etwas vorzuschreiben, da er es aus Eigeninteresse von selber machen wird!<br \/>\nDass die erneuerbaren Energien dazu wenig taugen, wird wohl jeder angesichts der Strompreis-Diskussionen ahnen, weiter unten werde ich dies aber noch genauer belegen. Es gibt nur eine Energieform, die dazu das Potenzial hat, und das ist die Kernenergie!<br \/>\nDen Aufschrei der Gr\u00fcnen, den ich mit dieser Behauptung ausl\u00f6se, h\u00f6re ich schon und gebe ihnen bei fast allen Einw\u00e4nden sogar recht, aber das sind Argumente, die eine veraltete und zweifelhafte Technologie aus den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts betreffen. Diese Schwierigkeiten k\u00f6nnte man heute mit einem total anderen Reaktorkonzept, dem Thorium-Fl\u00fcssigsalzreaktor, weitestgehend vermeiden. Dieser Reaktor w\u00fcrde geradezu hundertprozentige Sicherheit bieten, da alle bisherigen Unfallursachen wie in Three Mile Island, Tschernobyl und Fukushima bei ihm prinzipiell unm\u00f6glich sind. Mit einer angeschlossenen Aufarbeitung des fl\u00fcssigen Salzes w\u00e4re es m\u00f6glich, den im Betrieb erzeugten Atomm\u00fcll auf ca. ein Tausendstel der Menge, die heutige Leichtwasserreaktoren produzieren, zu reduzieren, und man m\u00fcsste diese geringe Menge nur etwa dreihundert Jahre lagern, eine \u00fcberschaubare Zeit. Es besteht bei diesem Reaktortyp sogar die M\u00f6glichkeit, durch Transmutation den Inhalt der alten Kernbrennst\u00e4be heutiger Reaktoren ebenfalls in dreihundert Jahre zu lagernden M\u00fcll zu verwandeln und dabei noch eine gewaltige Menge Energie zu gewinnen. Unter diesem Gesichtspunkt ist es das Falscheste, was man machen kann, die alten Kernbrennst\u00e4be zu vergraben, denn es wird wohl keiner behaupten wollen, dass es einfacher und billiger wird, auf diesen M\u00fcll ca. eine Million Jahre aufzupassen, als ihn gewinnbringend im Reaktor zu verbrennen. Dieser Reaktortyp ist keineswegs Science-Fiction, man hat in Oak Ridge in den USA einen solchen Typ 1964 gebaut und ihn jahrelang erfolgreich betrieben. Dass diese Entwicklung eingestellt wurde, ist wohl eine der gr\u00f6\u00dften jemals getroffenen Fehlentscheidungen, die unter rein milit\u00e4rischen Gesichtspunkten getroffen wurde, bei denen Sicherheit und Atomm\u00fcll kaum eine Rolle spielten.<br \/>\nDiese Technologie ist lange in Vergessenheit geraten, nicht zuletzt, weil die etablierte Atomindustrie wenig Lust versp\u00fcrt, Neuentwicklung zu betreiben, solange ihre alten Produkte sich bestens verkaufen lassen. Seit ca. zehn Jahren wird in der Fachpresse aber wieder viel dar\u00fcber diskutiert, man gebe nur einmal bei Google die Begriffe Thorium und Reactor ein, um sich davon zu \u00fcberzeugen. Um so erstaunlicher ist es, dass bei uns in der politischen Diskussion kein Sterbensw\u00f6rtchen dar\u00fcber zu h\u00f6ren ist. Bei den Gr\u00fcnen versteht man es, ist doch die Atomhysterie geradezu ihr Betriebskapital, und unsere Bundesregierung will ihre Energiewende offensichtlich auch nicht durch zu viel Information in Gefahr bringen. Haben unsere Politiker und ihre Helfer wirklich noch nichts von diesem Potenzial der Kernenergie geh\u00f6rt, oder wird dieser Aspekt aus politischen Gr\u00fcnden verschwiegen? Ersteres spr\u00e4che gegen ihren Kopf, Letzteres gegen ihren Charakter!<br \/>\nDie Grundlagen dieser Technik werden in [2] beschrieben und die Geschichte ihrer Entwicklung und der erw\u00e4hnten Fehlentscheidung in [3]. Da nun aber dem Leser kaum zuzumuten ist, dicke englischsprachige B\u00fccher dar\u00fcber zu lesen, werde ich im letzten Teil dieser Abhandlung die Technik n\u00e4her erkl\u00e4ren.<br \/>\nBevor die verschiedenen Energiequellen n\u00e4her untersucht werden, seien noch einige Zahlen genannt, die zeigen, welch enorme Anstrengungen notwendig sind, um die Klimakatastrophe abzuwenden. In [2, S.102] wird eine Prognose der amerikanischen Energy Information Administration (EIA) genannt, nach der 2035 weltweit 11200\u00a0GW thermische Leistung (ohne Elektrizit\u00e4tserzeugung) und 2600\u00a0GW elektrische Leistung ben\u00f6tigt werden. Setzt man sich zum Ziel, in den n\u00e4chsten f\u00fcnfzig Jahren die Stromerzeugung auf moderne Kernkraftwerke umzustellen, und nimmt man als Daumenpeilung f\u00fcr ein schon nicht gerade kleines Kraftwerk eine Leistung von 1 GW an, so hie\u00dfe das, dass ca. 2600 Kraftwerke gebaut werden m\u00fcssten, also etwa jede Woche eins, wobei die Zeit f\u00fcr die Entwicklung noch nicht einmal ber\u00fccksichtigt wurde! Da der Fl\u00fcssigsalzreaktor sich sehr gut skalieren l\u00e4sst, k\u00f6nnte man zur Serienfertigung von Einheiten von etwa 100-200 MW \u00fcbergehen, die in Fabriken \u00e4hnlich der Flugzeugproduktion gebaut und als Einheit zum Aufstellungsort transportiert w\u00fcrden. Das w\u00fcrde die Kosten und die Zulassungsprobleme enorm senken. Im Gegensatz zum Leichtwasserreaktor auf Uranbasis sind bei Thorium in den n\u00e4chsten zehntausend Jahren keine Engp\u00e4sse zu erwarten.<\/p>\n<h1>Erneuerbare Energien<\/h1>\n<p>Als N\u00e4chstes seien hier die erneuerbaren Energien untersucht. Unter [Wikipedia\/Energieverbrauch] findet man f\u00fcr Deutschland im Jahr 2011 einen fossilen Prim\u00e4renergieverbrauch von 10642 PJ oder 337,5 GWY (GigaWattJahre). Die Umrechnung von Petajoule (1PJ = 1015 Wattsekunden) in GWY macht die Zahlen anschaulich, wenn man von einem 1 GW-Kraftwerk<br \/>\nausgeht, das im Jahr also 1 GWY liefern w\u00fcrde. In [Wikipedia\/Stromerzeugung] findet man, dass 2011 69,5 GWY elektrische Energie erzeugt wurde, davon 40,2 GWY aus fossilen Brennstoffen. Nimmt man einen Wirkungsgrad der fossilen Kraftwerke von etwa 33\u00a0% an, und zieht deshalb das Dreifache der erzeugten elektrischen Energie vom fossilen Prim\u00e4renergieverbrauch ab, so kommt man zu dem Ergebnis, dass 2011 in Deutschland etwa<br \/>\n217,0 GWY fossiler Energie f\u00fcr thermische Zwecke und<br \/>\n120,5 GWY fossiler Energie f\u00fcr Stromerzeugung<br \/>\nverwendet wurden. Es wurden 2011 an elektrischer Energie etwa<br \/>\n40,2 GWY aus fossilen Brennstoffen<br \/>\n12.3 GWY aus Kernenergie<br \/>\n5.6 GWY aus Windenergie<br \/>\n2.0 GWY aus Wasserkraft<br \/>\n3.7 GWY aus Biomasse<br \/>\n2.2 GWY mit Photovoltaik<br \/>\n3.5 GWY aus anderen Energietr\u00e4gern<br \/>\nerzeugt.<br \/>\nUnsere Bundesregierung hat beschlossen, dass bis 2050 der Aussto\u00df von Treibhausgasen gegen\u00fcber dem Basisjahr 1990 um 80-95\u00a0%, der Prim\u00e4renergieverbrauch um 50\u00a0% und der Stromverbrauch um 25\u00a0% sinken sollen. Weiterhin sollen der Bruttoenergieverbrauch zu 60\u00a0% und der Bruttostromverbrauch zu 80\u00a0% aus erneuerbaren Energien stammen. [Siehe Seiten des BMU].<br \/>\nBei einem Prim\u00e4renergieverbrauch 1990 von 14905 PJ = 472,6 GWY und einem Stromverbrauch von 549,9 TWh = 62,8 GWY d\u00fcrften also 2050 maximal<br \/>\n236,3 GWY Prim\u00e4renergie verbraucht werden<br \/>\nund bei der Stromerzeugung m\u00fcssten<br \/>\n37.7 GWY mindestens aus erneuerbarer Energie und<br \/>\n9.4 GWY maximal aus fossiler Energie<br \/>\nstammen. Ob da die &#8222;Millionen&#8220; Elektroautos schon ber\u00fccksichtigt sind?<\/p>\n<h2>Windkraft onshore<\/h2>\n<p>Da Photovoltaik im Winter fast gar nicht zur Verf\u00fcgung steht und sich Wasserkraft und Biomasse nicht wesentlich steigern lassen, wird bei der Betrachtung der Windenergie von einer notwendigen Erzeugung von<br \/>\n37.7 &#8211; 2.0 &#8211; 3.7 = 32.0 GWY ausgegangen.<br \/>\nDie Berechnung einer Windkraftanlage ist in [4, S.263ff] beschrieben. Wesentlich einfacher und genauer ist es jedoch, die Daten einer realen Anlage zugrunde zu legen. Man muss nur wissen, dass sich die gewinnbare Leistung etwa mit der dritten Potenz der Windgeschwindigkeit \u00e4ndert, der Abstand zwischen Anlagen mindestens das F\u00fcnffache des Rotordurchmessers betragen sollte und dieser Durchmesser nicht in die Berechnung der Leistung pro Fl\u00e4cheneinheit eingeht. Nur \u00fcber die Nabenh\u00f6he l\u00e4sst sich einiges gewinnen, da die Windgeschwindigkeit nach [4, S.266] mit der H\u00f6he ansteigt.<br \/>\nF\u00fcr die Untersuchung wurde die Anlage Enercon E-101 mit einer Nennleistung von 3,05 MW, einem Rotordurchmesser von 101 Metern und einer Nabenh\u00f6he von 99 Metern gew\u00e4hlt, deren Daten in [5, S.23] zu finden sind. Mit einer Fl\u00e4che von (5*D)2\u00a0=\u00a0255025 m2 ergeben sich f\u00fcr Windgeschwindigkeiten von<br \/>\nv = 5 m\/s P = 258,0 kW q = 1,012 W\/m2<br \/>\nv = 6 m\/s P = 479,0 kW q = 1,878 W\/m2<br \/>\nv = 7 m\/s P = 790,0 kW q = 3,098 W\/m2<br \/>\nals Leistung pro Anlage und pro Fl\u00e4cheneinheit. Man sieht den enormen Einfluss der Windgeschwindigkeit.<br \/>\nNun ist es leider nicht so einfach, dass man f\u00fcr die Ermittlung des Ertrages \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum einfach die Leistung f\u00fcr die mittlere Windgeschwindigkeit zugrunde legen kann. Das h\u00e4ngt damit zusammen, dass Geschwindigkeiten \u00fcber dem Mittelwert, bedingt durch die Kennlinie der Anlage, \u00fcberproportional in das Ergebnis eingehen. Es muss genauer mit einer statistischen Geschwindigkeitsverteilung gerechnet werden, wozu man \u00fcblicherweise eine sogenannte Weibullverteilung nimmt, die von der mittleren Windgeschwindigkeit und einem Formfaktor k abh\u00e4ngig ist, der vom Standort der Anlage und ihrer H\u00f6he bestimmt wird. F\u00fcr Anlagen an Land im norddeutschen Raum wird von einer mittleren Windgeschwindigkeit von 6,1\u00a0m\/s und einem k = 2.21 ausgegangen, was weiter unten noch begr\u00fcndet wird.<br \/>\nDie gr\u00fcne Kurve in Bild 1 ist die Kennlinie der Enercon E-101, normiert auf ihre Maximalleistung von 3050\u00a0kW. Die Punkte auf der Kurve sind die Angaben aus dem Datenblatt. Bei etwa 12\u00a0m\/s wird die Maximalleistung erreicht und im Bereich 28-34 m\/s (Windst\u00e4rke 11\u201312) wird die Leistung reduziert, um bei noch h\u00f6heren Geschwindigkeiten ganz abzuschalten. Letzterer Bereich wurde hier unterschlagen, um die mathematische Behandlung nicht unn\u00f6tig zu komplizieren. Viele andere Anlagen werden bei einer Maximalgeschwindigkeit einfach stillgesetzt. Im unteren Bereich wird die gr\u00fcne Kurve von den roten Kurven, auf die ich weiter unten eingehe, verdeckt.<br \/>\nIn Bild 2 stellt die gr\u00fcne Kurve f(v) die Wahrscheinlichkeit der verschiedenen Windgeschwindigkeiten dar. Da f(v) die Ableitung der Kurve F(v) ist, die sich zwischen 0 und 1 bewegt, ist automatisch das Integral \u00fcber f(v) gleich 1, wie es sich f\u00fcr eine Wahrscheinlichkeitsverteilung geh\u00f6rt.<br \/>\nDie Leistungsverteilung ergibt sich in Bild 3, indem f(v) mit der normierten Kennlinie der Anlage multipliziert wird. Wegen der steil ansteigenden Kennlinie wirken sich die h\u00f6heren Windgeschwindigkeiten st\u00e4rker aus und verschieben das Maximum der Kurve gegen\u00fcber dem der Weibullverteilung zu h\u00f6heren Geschwindigkeiten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.gilbertbrands.de\/neustart\/img\/Wunschdenken_Energiewende_html_a3dd81e.jpg\" alt=\"\" width=\"450\" \/><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.gilbertbrands.de\/neustart\/img\/Wunschdenken_Energiewende_html_7e8ebfb9.jpg\" alt=\"\" width=\"450\" \/><br \/>\nBild 1 Bild 2<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.gilbertbrands.de\/neustart\/img\/Wunschdenken_Energiewende_html_m7a8984a9.jpg\" alt=\"\" width=\"450\" \/><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.gilbertbrands.de\/neustart\/img\/Wunschdenken_Energiewende_html_55ada414.jpg\" alt=\"\" width=\"450\" \/><\/p>\n<p>Bild 3 Bild 4<\/p>\n<p>In Bild 4 wird schlie\u00dflich \u00fcber alle Geschwindigkeiten dieser Leistungsverteilung aufsummiert, sprich integriert, und man erh\u00e4lt im waagerechten Teil den Nutzungsgrad der Anlage. Windenergieanlagen werden zumeist durch ihre Volllaststunden bewertet, das ist die Zeit, die die Anlage mit Maximalleistung laufen m\u00fcsste, um die Leistung eines Jahres zu erbringen. Der Nutzungsgrad ist dann Volllaststunden geteilt durch die Stundenzahl eines Jahres, also 365 * 24\u00a0=\u00a08760. F\u00fcr die gegebenen Parameter erreicht die Enercon E-101 2294 Volllaststunden, also im Mittel nur gut ein Viertel ihrer Maximalleistung. Dennoch ist das ein hervorragender Wert, f\u00fcr Onshore-Anlagen werden h\u00e4ufig nur Werte unter 2000 Stunden genannt.<br \/>\nDa der unberechenbare Wind manchmal f\u00fcr Tage ausf\u00e4llt, ist es unabdingbar,<br \/>\neine andere Energiequelle in Reserve zu haben, die die gleiche Leistung erbringen kann, die man sich von der Windenergie verspricht. Da die Photovoltaik noch unberechenbarer ist als der Wind, und hinreichend gro\u00dfe Speicher bei uns nicht verf\u00fcgbar sind, kommen f\u00fcr diesen Zweck fast nur fossile Kraftwerke infrage. Schw\u00e4chelt die Windenergie, m\u00fcssen diese Kraftwerke im Teillastbetrieb den Rest aufbringen, die sogenannte Regelleistung, und sie m\u00fcssen in der Lage sein, die Schwankungen der Windleistung hinreichend schnell zu kompensieren.<br \/>\nUm zu ermitteln, wie viel Anlagen man bei den Vorgaben unserer Regierung<br \/>\nben\u00f6tigt (zun\u00e4chst einmal f\u00fcr onshore), ist es sinnvoll, eine einzelne Anlage zu betrachten, ihr ein gedachtes kleines fossiles Kraftwerk f\u00fcr die Regelleistung parallel zu schalten und dieser Kombination eine vorgegebene Leistung abzuverlangen, die der Gesamtleistung geteilt durch die Zahl der Anlagen entspricht. Die gleichen \u00dcberlegungen lassen sich f\u00fcr Offshore- und in \u00e4hnlicher Form auch f\u00fcr Photovoltaikanlagen anstellen, um sp\u00e4ter einen Mix aus allen zusammenzustellen. Dass die geforderte Gesamtleistung erheblichen Schwankungen unterworfen ist, was die Probleme noch erh\u00f6ht, wird hier zun\u00e4chst einmal nicht beachtet.<br \/>\nDie in den obigen gr\u00fcnen Kurven dargestellten Verh\u00e4ltnisse d\u00fcrften die Erwartungen unserer \u00d6kologen wohl kaum erf\u00fcllen, denn wenn man von einer solchen Kombination 3050\u00a0kW erwarten w\u00fcrde, m\u00fcsste das fossile Kraftwerk davon im Mittel 73,8\u00a0% liefern. Man w\u00fcrde also nur einen \u00d6ko-Grad von 26,2\u00a0% erreichen.<br \/>\nDie einzige Abhilfe besteht darin, mehr Anlagen einzusetzen. Das hat allerdings den Nachteil, dass bei Starkwind viel zu viel Leistung erzeugt wird, die der Verbraucher nicht abnehmen kann und die die Stabilit\u00e4t des Netzes gef\u00e4hrdet. \u00d6ko-Apologeten wollen diese Leistung in Speicher stecken, die sie nicht haben und in hinreichender Gr\u00f6\u00dfe auch wohl nie bekommen werden (auf die Frage der Speicher gehe ich weiter unten noch ein). Z.Zt. wird diese Leistung an der Stromb\u00f6rse zum Nulltarif verschenkt, oder man<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.gilbertbrands.de\/neustart\/img\/Wunschdenken_Energiewende_html_4b9d31ea.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" \/><\/p>\n<p>Tabelle 1<\/p>\n<p>setzt Anlagen still, um nicht gar zuzahlen zu m\u00fcssen. Sollte Deutschland wirklich zu 80\u00a0% mit erneuerbaren Energien versorgt werden, was wohl ganz \u00fcberwiegend Windenergie w\u00e4re, w\u00fcrde sich f\u00fcr solche Mengen bei Starkwind wohl kein Abnehmer finden, ganz zu schweigen davon, dass die Leitungen das nicht mitmachen w\u00fcrden. Institutionen, wie das Fraunhofer-Institut IWES,<br \/>\nsagen deshalb auch ganz klar, dass kein Weg daran vorbei f\u00fchrt, die Anlagen bei Starkwind abzuregeln und mit Einrichtungen daf\u00fcr auszustatten [8, S.24,66,67,73].<br \/>\nDiese Abregelung entspricht in der Berechnung einer Begrenzung der Ausgangsleistung, die in Bild 1 durch die roten Kennlinien dargestellt wird. Man st\u00f6re sich nicht daran, dass statt Leistungsgrenzen \u00d6ko-Grade angegeben sind, die daf\u00fcr notwendige limitierte Leistung wurden durch Iteration ermittelt. Genaue Zahlenwerte sind in Tabelle 1 zu finden. In Bild 3 sieht man, dass die Wahrscheinlichkeitsverteilung der Leistung durch das Abregeln stark ver\u00e4ndert wird, und aus Bild 4 folgt, dass die Volllaststunden enorm reduziert werden, man also viel mehr Anlagen ben\u00f6tigen wird.<br \/>\nIn Tabelle 1 sind in der ersten Spalte die gew\u00fcnschten \u00d6ko-Grade vorgegeben, f\u00fcr die sich die Werte der folgenden Spalten berechnen lassen. Plim in Spalte 2 ist die Leistung, die Windrad und paralleles gedachtes Kraftwerk zusammen maximal an den Verbraucher liefern d\u00fcrfen, um den \u00d6ko-Grad zu erreichen, wobei Spalte 3 den Anteil des Windrades und Spalte 4 den des Kraftwerkes angibt. In Spalte 5 ist die Leistung angegeben, die man durch Abregelung verliert, oder die man in Speicher stecken k\u00f6nnte, wenn man sie denn h\u00e4tte. In Spalte 6 stehen die erreichten Volllaststunden der Anlage, die sich bei hohen \u00d6ko-Graden enorm reduzieren.<br \/>\nIn Spalte 7 wird angegeben, wie viel Windkraftanlagen der Gr\u00f6\u00dfe der Enercon E-101 (3050 kW Nennleistung, also schon ein gro\u00dfer Brocken!) man ben\u00f6tigen w\u00fcrde, wollte man die ganzen 32\u00a0GW an Land erzeugen, unter der Annahme, dass die Regelleistung aus fossil beheizten Kraftwerken stammt. F\u00fcr 80\u00a0% \u00d6ko 208333 Anlagen! Selbst wenn man die H\u00e4lfte des Stroms offshore erzeugen wollte, blieben 104166 \u00fcbrig, was wohl auch v\u00f6llig unm\u00f6glich ist. Die Situation lie\u00dfe sich nat\u00fcrlich erheblich verbessern, wenn man geeignete Speicher h\u00e4tte, aber die in Deutschland vorhandenen Pumpspeicherwerke mit laut Wikipedia 6,565\u00a0GW Leistung und einer Speicherf\u00e4higkeit von 37,7 GWh reichen daf\u00fcr nicht ann\u00e4hernd aus. Von der Leistung k\u00f6nnten gerade mal 20\u00a0% ausgeregelt werden und die Kapazit\u00e4t reicht nur f\u00fcr 5,7 Stunden. Eine weitere M\u00f6glichkeit besteht darin, mit der Stromerzeugung aus Biomasse gegenzusteuern. Da damit aber oft Blockheizwerke betrieben werden, ist man nicht sehr flexibel. Eine gewisse Verbesserung wird auch durch den Verbund \u00fcber gr\u00f6\u00dfere Bereiche erzielt, da dann Schwachwinde in einem Bereich durch h\u00f6here Leistungen aus anderen Gegenden kompensiert werden k\u00f6nnen. Da nun aber die Anlagen mit hohem Ertrag weitgehend in Norddeutschland stehen, sind sie auch meist gleichen Wetterlagen ausgesetzt, sodass man sich davon nicht allzu viel versprechen sollte. Das angestrebte Ziel 80\u00a0% \u00d6ko scheint also bereits nur aufgrund der Zahl der Anlagen und ihrer Kosten eine Illusion zu sein!<br \/>\nDie Windkraft hat aber noch einen ganz anderen Pferdefu\u00df, der in der notwendigen Regelleistung liegt. In [2, S.137] wird ein einfaches Beispiel gegeben, das des Pudels Kern offenbart. Man gehe von einem Windpark mit einer Anzahl von Windr\u00e4dern aus, deren Leistung nicht abgeregelt wird und deren Regelleistung von einem Gasturbinenkraftwerk stammt. Da bei einem Windpark alle Windr\u00e4der gleichen Bedingungen unterliegen, kann, sofern nicht von anderer Stelle Regelleistung geliefert wird, nur ein Gasturbinenkraftwerk schnell genug die Leistungsfluktuationen ausregeln. Nun gibt es aber zwei verschiedene Typen von Gaskraftwerken. Einfache Gasturbinen lassen sich in wenigen Minuten auf Volllast bringen und sehr gut regeln, ihr Wirkungsgrad ist aber, bedingt durch die hohen Abgastemperaturen, bestenfalls 39\u00a0% im optimalen Arbeitspunkt und allenfalls 30\u00a0% im Teillastbereich. Das sogenannte Gas-und-Dampf-Kombikraftwerk, das die hohen Abgastemperaturen f\u00fcr eine zus\u00e4tzliche Dampfturbine nutzt, hat dagegen einen Wirkungsgrad von 60\u00a0%, den h\u00f6chsten den man bei einem Kraftwerk \u00fcberhaupt erreicht, ist aber f\u00fcr sehr schnelle Regelung ungeeignet. Nach der obersten Datenzeile in Tabelle 1 m\u00fcsste das einfache Gaskraftwerk bei einem \u00d6ko-Grad von nur 26,2\u00a0% die fehlenden 73,8\u00a0% der Energie erzeugen. W\u00fcrde man auf die Windr\u00e4der verzichten und ein Kombikraftwerk mit doppeltem Wirkungsgrad einsetzen, k\u00f6nnte man mit der gleichen Gasmenge 147,6\u00a0% der geforderten Leistung erzeugen, ohne die Probleme mit der Regelung zu haben. So absurd es klingt, das Beispiel zeigt, dass unter gewissen Bedingungen der Einsatz der Windenergie \u00f6kologisch sogar sch\u00e4dlich ist. Dies soll im Folgenden n\u00e4her untersucht werden.<br \/>\nMan berechne die Menge CO2, die das Regelkraftwerk emittiert, und ebenfalls die Leistung, die ein anderes Kraftwerk mit besserem Wirkungsgrad bei gleicher CO2 Emission ohne Windrad damit produzieren k\u00f6nnte.<br \/>\nm = (Plim \u2013 Pwind)\/ \u03b71 * C1 = Pa\/\u03b72 * C2<br \/>\n(Plim \u2013 Pwind) ist die fossil erzeugte Regelleistung, geteilt durch den Wirkungsgrad ergibt sich die thermische Leistung und mit einer Konstanten C1 multipliziert, die angibt, wie viel kg CO2 pro kWh produziert wird, erh\u00e4lt man die Menge des CO2 pro Stunde. Die rechte Seite der Gleichung stellt die gleiche Beziehung f\u00fcr das bessere Kraftwerk auf. Durch simple Umformung erh\u00e4lt man f\u00fcr die mit dieser CO2-Menge erzeugbare Leistung<br \/>\nPa = (Plim \u2013 Pwind) * \u03b1 mit dem Faktor \u03b1 = (\u03b72 * C1)\/(\u03b71 * C2)<br \/>\nBerechnet man nun den wirklichen \u00d6ko-Grad, d.h. den Gewinn an Leistung von Windrad mit Regelleistung gegen\u00fcber dem einzelnen Kraftwerk bezogen auf Plim, so folgt nach etwas Zwischenrechnung<br \/>\n(Plim \u2013 Pa)\/Plim = (Pwind\/Plim) * \u03b1 \u2013 (\u03b1 \u2013 1)<br \/>\nDie linke Seite ist der wirkliche \u00d6ko-Grad und (Pwind\/Plim) der in Tabelle 1 in der ersten Spalte vorgegebene. In den Spalten 8 bis 12 der Tabelle sind die sich ergebenden wirklichen \u00d6ko-Grade f\u00fcr verschiedene Werte von \u03b1 angegeben. F\u00fcr \u03b1 = 1 \u00e4ndert sich erwartungsgem\u00e4\u00df nichts. Handelt es sich in beiden F\u00e4llen um den gleichen Brennstoff, sind C1 und C2 gleich und k\u00fcrzen sich heraus. Ersetzt man jedoch ein Kohlekraftwerk durch ein Gaskraftwerk, so f\u00fchren diese Konstanten wegen des unterschiedlichen Brennwertes pro CO2-Einheit zu einem Faktor von etwa 2.0.<br \/>\nDer wesentliche Unterschied liegt im Wirkungsgrad der Kraftwerke. Wird ohne Windr\u00e4der gearbeitet, so kann z.B. ein modernes Kohlekraftwerk im optimalen Arbeitspunkt mit einem Wirkungsgrad von 46\u00a0% betrieben werden. Das gleiche Kraftwerk kann leicht in die N\u00e4he von 30\u00a0% geraten, wenn es wegen der Windr\u00e4der im Teillastbereich arbeiten muss. Hinzu kommt, dass die Stromversorger ihre besten Kraftwerke aus wirtschaftlichen Gr\u00fcnden mit hohem Wirkungsgrad laufen lassen und denen den Teillastbetrieb m\u00f6glichst nicht antun, zumal der auch die Lebensdauer beeintr\u00e4chtigt. Einen wirtschaftlichen Anreiz ein Kraftwerk zu bauen, das nur einen Bruchteil der m\u00f6glichen Leistung liefert, gibt es nicht, weswegen f\u00fcr die Regelleistung der Windr\u00e4der gerne alte abgeschriebene Anlagen eingesetzt werden, deren Wirkungsgrad nicht der beste ist.<br \/>\nDie Verh\u00e4ltnisse werden kompliziert durch Eigenschaften von Kraftwerken, \u00fcber die [9] einen guten \u00dcberblick liefert. Bei Kalt- und Hei\u00dfstart ist das einfache Gaskraftwerk mit wenigen Minuten allen anderen Typen haushoch \u00fcberlegen. Bei einem Kaltstart ben\u00f6tigt ein Kombikraftwerk drei und ein Steinkohlekraftwerk f\u00fcnf Stunden. Bei einem Hei\u00dfstart, worunter zu verstehen ist, dass das Kraftwerk vor h\u00f6chstens acht Stunden stillgesetzt wurde und die Komponenten noch auf recht hohen Temperaturen sind, ben\u00f6tigt ein Kombikraftwerk eine Stunde und ein Steinkohlekraftwerk zweieinhalb. Man kann ein Kraftwerk aber auch nicht einfach im Leerlauf mitlaufen lassen, um schnell die Leistung erh\u00f6hen zu k\u00f6nnen. Am weitesten kann man mit 25\u00a0% Minimallast das Steinkohlekraftwerk herunter regeln, selbst das Kombikraftwerk ist da mit 40\u00a0% schlechter. Sind die Windvorhersagen unsicher, kann es passieren, dass statt eines Kraftwerkes mit 50\u00a0% Auslastung zwei mit 25\u00a0% betrieben werden m\u00fcssen, um gen\u00fcgend Regelleistung schnell verf\u00fcgbar zu haben, was nat\u00fcrlich zu miserablen Wirkungsgraden f\u00fchrt. War es bislang so, dass man den tageszeitlich schwankenden Energiebedarf recht gut voraussagen konnte und ein Gro\u00dfteil der Kraftwerke bei optimalem Wirkungsgrad die Grundlast erzeugte, sind bei hohen \u00d6ko-Graden die Voraussagen nicht sicherer als der Wetterbericht, und eine Grundlast f\u00fcr die Kraftwerke gibt es kaum noch.<br \/>\nDie Stabilit\u00e4t der Stromversorgung ist f\u00fcr viele Industriebetriebe extrem wichtig, nicht nur die Konstanz der Spannung, sondern auch die der Frequenz. Ob es gelingt, das Netz bei hohen \u00d6ko-Graden konstant zu halten, ist fraglich. Man stelle sich einen Orkan vor, der \u00fcber Norddeutschland fegt. Dann m\u00fcssen alle Kraftwerke stillgesetzt werden, weil die Windr\u00e4der allein schon viel zu viel Leistung liefern. Steigt die Windst\u00e4rke dann unerwartet noch etwas an, schalten bei mehr als 30\u00a0m\/s alle Windr\u00e4der fast gleichzeitig aus Sicherheitsgr\u00fcnden ab, und alle Reservekraftwerke m\u00fcssen schlagartig einspringen k\u00f6nnen. Das lie\u00dfe sich wohl nur mit einfachen Gaskraftwerken bew\u00e4ltigen, von denen es aber viel zu wenige gibt, der Hei\u00dfstart der anderen Kraftwerkstypen dauert daf\u00fcr zu lange. Ein kleines Flackern in der Stromversorgung st\u00f6rt einen normalen Haushalt wenig, f\u00fcr ein Walzwerk w\u00fcrde daraus aber ein unglaublicher \u00c4rger resultieren.<br \/>\nIn obiger Rechnung sind diese Situationen nicht enthalten. Der Einfluss des Faktors \u03b1 in Tabelle 1 ist am krassesten, wenn nur so viele Windanlagen vorhanden sind, dass die fossil beheizten Kraftwerke noch gen\u00fcgend Regelleistung bereitstellen k\u00f6nnen. Da die gr\u00fcne Energie bei uns Vorfahrt hat, wird also nicht abgeregelt. Das ist genau der in Tabelle 1 in der ersten Datenzeile berechnete Fall mit einem \u00d6ko-Grad von 26,2\u00a0%. Bei einem \u03b1 = 1.25 bleiben nur noch 7,8\u00a0% \u00fcbrig und bei \u03b1 = 1.5 ist das Windrad gar ein \u00d6ko-Sch\u00e4dling. Hat man zu wenig Windr\u00e4der sind sie also sch\u00e4dlich und hat man viele, sodass man abregeln muss, sind die Kosten extrem. Aber selbst bei einem \u00d6ko-Grad von 50\u00a0% bleibt bei \u03b1 = 1.5 nur noch die H\u00e4lfte \u00fcbrig und bei \u03b1 = 2.0 gar nichts. Die ach so gr\u00fcne Windenergie kommt also mit einem ziemlich schmutzigen Gr\u00fcn daher!<br \/>\nAls N\u00e4chstes noch etwas zu der Frage, f\u00fcr wie viel Windr\u00e4der an Land in Deutschland \u00fcberhaupt geeignete Pl\u00e4tze vorhanden sind. In [6] findet sich<br \/>\neine Karte des Deutschen Wetterdienstes, in der, bezogen auf eine Referenzwindgeschwindigkeit von 6,4 m\/s als 100%, die Beurteilung des Ertrags nach dem EEG-Gesetz dargestellt ist. Die Grenze zwischen Gr\u00fcn und Gelb entspricht also der Windgeschwindigkeit von 6,4\u00a0m\/s. Die roten Fl\u00e4chen bringen weniger als 60\u00a0% der Referenzleistung und gelten als ungeeignet. Entsprechend der Abh\u00e4ngigkeit von der dritten Potenz der Geschwindigkeit l\u00e4sst sich f\u00fcr die Grenze zwischen Gelb und Rot eine Windgeschwindigkeit von etwa 5.4\u00a0m\/s errechnen. Nimmt man den Mittelwert des gelben Bereiches von 5.9\u00a0m\/s, der f\u00fcr 80\u00a0m H\u00f6he gilt, und korrigiert diesen nach [4, S.266] f\u00fcr 99\u00a0m, so erh\u00e4lt man eine Geschwindigkeit von 6,1\u00a0m\/s, mit der obige Rechnungen angestellt wurden. Die bessere Ausbeute in den gr\u00fcnen Bereichen wird nicht ber\u00fccksichtigt, da diese Fl\u00e4chen relativ klein sind und viele Anlagen auch in roten Bereichen stehen werden. Eine Wiederholung obiger Berechnungen f\u00fcr 5.4\u00a0m\/s, also der Grenze zwischen Gelb und Rot in der Karte, zeigt bereits eine dramatische Verschlechterung der Ergebnisse. Dass<br \/>\nim S\u00fcden Deutschlands dennoch viele Windr\u00e4der aufgestellt werden, liegt wohl eher an den reichlichen Subventionen und aufgeh\u00fcbschten Windgutachten.<br \/>\nIn der Studie [7, S.55] sind Angaben zu finden \u00fcber Fl\u00e4chen der einzelnen Bundesl\u00e4nder, die keiner Restriktion unterliegen. Demnach h\u00e4tten<\/p>\n<p>Schlesswig-Holstein 2259 km2 von 15799 km2 = 14,3\u00a0%<br \/>\nNiedersachsen 5881 km2 von 47613 km2 = 12,4 %<br \/>\nMecklenburg-Vorpommern 3388 km2 von 23191 km2 = 14,6 %<br \/>\nNordrhein-Westfalen 1526 km2 von 34092 km2 = 4,5 %<br \/>\nSachsen-Anhalt 2633 km2 von 20450 km2 = 12,9 %<br \/>\nBrandenburg 2445 km2 von 29483 km2 = 8,3 %<\/p>\n<p>zusammen also 18131 Quadratkilometer zur Verf\u00fcgung, wobei W\u00e4lder und Schutzgebiete ausgenommen sind. Bei einem Abstand vom F\u00fcnffachen des Rotordurchmessers lie\u00dfen sich im norddeutschen Raum rechnerisch 71095 Anlagen aufstellen. Bezogen auf die Gesamtfl\u00e4che dieser L\u00e4nder w\u00fcrde statistisch alle 1,55\u00a0km ein Windrad stehen!<br \/>\nNach [Wikipedia\/Windenergie] waren Ende 2012 22962 Anlagen installiert mit einer gesamten Nennleistung von 31,3\u00a0GW, die 45,9 TWh = 5,24 GWY erzeugten, also im Mittel mal gerade d\u00fcrftige 1467 Volllaststunden. Diese kleineren Anlagen mit einer mittleren Nennleistung von nur 1,36 MW m\u00fcssen bis 2050 sowieso ersetzt werden, sodass man sie hier vergessen kann. Statt der heute schon die Landschaft verschandelnden 22962 Anlagen w\u00fcrde 2050 also die dreifache Menge wesentlich gr\u00f6\u00dferer Spargel Deutschland zieren!<\/p>\n<h2>Windkraft offshore<\/h2>\n<p>Bei Windkraftanlagen offshore liefern die obigen Rechnungen wesentlich bessere Ergebnisse. In den Bildern 5 bis 8 und Tabelle 2 werden die gleichen Berechnungen f\u00fcr eine mittlere Windgeschwindigkeit von vm = 9,5\u00a0m\/s und ebenfalls k=2,21 dargestellt. Die Parameter wurden einer Ver\u00f6ffentlichung des Instituts f\u00fcr Geophysik und Meteorologie der Universit\u00e4t K\u00f6ln entnommen [10], deren Daten von der Forschungsplattform FINO1 45 km n\u00f6rdlich von Borkum stammen. Zwar wird die Enercon E-101 nicht f\u00fcr Offshore gebaut, aber an den Ergebnissen \u00e4ndert das nicht viel, und die Demonstration an dieser Anlage hat den Vorteil, dass die Ergebnisse mit den obigen Rechnungen f\u00fcr onshore direkt vergleichbar sind. Es f\u00e4llt sofort auf, dass die nur um ca. 50\u00a0% h\u00f6here mittlere Windgeschwindigkeit zu mehr als einer Verdoppelung der Volllaststunden f\u00fchrt und man f\u00fcr gleichen \u00d6ko-Grad weniger als ein Viertel der Anlagen braucht. Da man offshore gr\u00f6\u00dfere Anlagen w\u00e4hlen w\u00fcrde, k\u00f6nnte man mit 5 MW Typen die Zahl um einen Faktor sieben bis acht reduzieren.<br \/>\nZ.Zt. geht angesichts der Preise der Offshore-Technologie und der Schwierigkeiten mit der Netzanbindung die gro\u00dfe Ern\u00fcchterung um, und man h\u00f6rt laufend Forderungen, den Ausbau auf See zugunsten der Anlagen an Land zu stoppen. Obige Zahlen sprechen allerdings dagegen, zumal an Land nur noch die schlechteren Pl\u00e4tze zu haben sind. Ein wesentlicher Grund ist wohl, dass mit den Anlagen offshore noch wenig Erfahrung vorliegt und f\u00fcr das Fremdkapital daher wesentlich h\u00f6here Zinsen verlangt werden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.gilbertbrands.de\/neustart\/img\/Wunschdenken_Energiewende_html_m6253bc6f.jpg\" alt=\"\" width=\"450\" \/><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.gilbertbrands.de\/neustart\/img\/Wunschdenken_Energiewende_html_m3f7e3b5.jpg\" alt=\"\" width=\"450\" \/><\/p>\n<p>Bild 5 Bild 6<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.gilbertbrands.de\/neustart\/img\/Wunschdenken_Energiewende_html_283843001.jpg\" alt=\"\" width=\"450\" \/><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.gilbertbrands.de\/neustart\/img\/Wunschdenken_Energiewende_html_7d10467c1.jpg\" alt=\"\" width=\"450\" \/><\/p>\n<p>Bild 7 Bild 8<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.gilbertbrands.de\/neustart\/img\/Wunschdenken_Energiewende_html_7cc112c2.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" \/><br \/>\nTabelle 2<\/p>\n<p>Offshore hat zwar den Vorteil, dass die Landschaft nicht verschandelt wird, aber man denke nicht, das sei eine ungenutzte Gegend, in der alles machbar ist. Man lese dazu [11]. Es kommen sich schon jetzt Gro\u00dfschifffahrt, Kleinfahrzeuge, Fischerei und \u00d6lplattformen ins Gehege. Eine v\u00f6llig unverst\u00e4ndliche Entscheidung des Bundesamtes f\u00fcr Seeschifffahrt und Hydrographie hat Windparks im Abstand von nur zwei Seemeilen von den Verkehrstrennungsgebieten genehmigt, der Deutsche Nautische Verein fordert 9,2\u00a0sm Mindestabstand! Sollte ein gro\u00dfer Tanker bei Ausfall der Hauptmaschine man\u00f6vrierunf\u00e4hig werden, so kann er in einen Windpark treiben, bevor Schlepper zu Hilfe kommen k\u00f6nnen. Eine Kollision mit einem Windrad wird dieses mit hoher Wahrscheinlichkeit umlegen, aber genauso wahrscheinlich ist es, dass die Anlage wegen der Tr\u00e4gheit der hoch oben konzentrierten Massen in Richtung des Schiffes f\u00e4llt. Im Vergleich zu einer solchen Gondel ist eine Abrissbirne ein Leichtgewicht. Wenn mehrere Hundert Tonnen aus hundertzwanzig Meter H\u00f6he auf das Schiff krachen, wird dieses vermutlich zerbrechen, zumal der Rumpf durch die Kollision auch schon besch\u00e4digt sein d\u00fcrfte. Eine riesige \u00d6lpest wird hier offensichtlich vorprogrammiert.<br \/>\nAber das sind nicht die einzigen Gefahren. Da Kleinfahrzeuge die Windparks nicht befahren d\u00fcrfen und 500\u00a0m Abstand halten sollen, dr\u00e4ngt man sie in die Verkehrstrennungsgebiete ab, die sie ja gerade aus Sicherheitsgr\u00fcnden meiden sollten. Segler, die eventuell kreuzen m\u00fcssen, sind v\u00f6llig aufgeschmissen in so engen Gew\u00e4ssern, und wer Pech hat, kommt auch noch einem Fischer mit Schleppnetzen in die Quere. Die Navigation wird ebenfalls erschwert, denn Radarger\u00e4te liefern wegen der drehenden Rotoren h\u00e4ufig undeutbare Echos, bei GPS werden niedrig stehende Satelliten eventuell unbrauchbar, Lichterkennungen von Seezeichen lassen sich bei all den roten Warnlampen, die durch die Rotoren periodisch abgedeckt werden, nachts nur schwer identifizieren, und in der N\u00e4he von Gleichstromleitungen, mit denen die Windparks bei gro\u00dfem K\u00fcstenabstand an das Netz angeschlossen werden, zeigt jeder Magnetkompass falsch an, da die bipolaren Leitungen aus Wartungsgr\u00fcnden in einem Abstand von etwa der Wassertiefe verlegt werden. Bei unsichtigem Wetter wird besonders f\u00fcr Kleinfahrzeuge das Unheil geradezu heraufbeschworen. Zur Befriedigung des \u00d6kowahns scheint mittlerweile jedes Mittel recht zu sein!<\/p>\n<h2>Speicher<\/h2>\n<p>Die in Deutschland zur Verf\u00fcgung stehenden Speicher w\u00fcrden gerade mal ausreichen, um das Land eine Stunde lang mit Strom zu versorgen, und selbst das ginge nicht, da die Generatoren der Pumpspeicherwerke nur 6,565\u00a0GW Leistung erbringen k\u00f6nnen. Diese Anlagen haben einen Gesamtwirkungsgrad von 75-80\u00a0% und sind gegenw\u00e4rtig das einzig sinnvolle gro\u00dftechnische Verfahren zur Speicherung elektrischer Energie. Durch die geologischen Gegebenheiten in Deutschland besteht aber keine Hoffnung, die Speicherkapazit\u00e4t im notwendigen Umfang erweitern zu k\u00f6nnen.<br \/>\nFindige \u00d6ko-Apostel haben diverse unrealistische Abhilfen vorgeschlagen. Eine besteht darin, Pumpspeicherkapazit\u00e4ten in Skandinavien zu nutzen, was nach [12] Leitungen mit einer Leistungsf\u00e4higkeit von ca. 100\u00a0GW erfordern w\u00fcrde, wobei v\u00f6llig unklar ist, ob die Skandinavier eigentlich solche Leitungen, die bei uns auf massiven Widerstand sto\u00dfen, akzeptieren w\u00fcrden, ganz abgesehen davon, dass auch andere Staaten Interesse an diesen Speicherkapazit\u00e4ten h\u00e4tten.<br \/>\nAuch die Batterien von Millionen zuk\u00fcnftiger Elektroautos wurden schon als Speicher verplant, obwohl selbst bei 42 Millionen Fahrzeugen sich nur eine Speicherkapazit\u00e4t f\u00fcr wenige Stunden ergeben w\u00fcrde, etwa ein Hundertstel der 20-40 TWh, die man nach [12] gebrauchen w\u00fcrde. Da Lithium eine knappe Ressource ist, pro Kopf der Weltbev\u00f6lkerung stehen nur etwa 2\u00a0kg zur Verf\u00fcgung, ist sowieso fraglich, ob das Elektroauto sich jemals weltweit durchsetzen kann. Und da die Lebensdauer der Batterien begrenzt ist, z.Zt wohl noch um 1000 komplette Ladezyklen, sollte man sich gr\u00fcndlich \u00fcberlegen, ob man sie zur Verf\u00fcgung stellt.<br \/>\nDas erw\u00e4hnte Gutachten f\u00fcr Greenpeace kommt zu dem Schluss, dass die einzige M\u00f6glichkeit, \u00fcbersch\u00fcssigen Windstrom zu speichern, darin besteht, mit seiner Hilfe aus Wasser durch Elektrolyse Wasserstoff zu gewinnen und mit dem Sabatier-Prozess daraus Methan herzustellen, das man in das Erdgasnetz einspeisen w\u00fcrde, um \u00fcber Gaskraftwerke dann daraus Regelleistung f\u00fcr Windkraftanlagen zu erzeugen. F\u00fcr den Kreislauf Strom-&gt;Methan-&gt;Strom wird bei Einsatz von Kombikraftwerken ein Wirkungsgrad von bis zu 38\u00a0% angegeben. In der achten Datenzeile in Tabelle 1 und in der Vierten in Tabelle 2 habe ich durch Iteration den Fall ermittelt, dass man mit dem gewonnenen Methan in einem Kombikraftwerk Regelleistung erzeugt, die dann nat\u00fcrlich nicht unter fossil verbucht werden darf, und so gerade einen Grad von 80\u00a0% erneuerbarer Energien erreicht.<br \/>\nDiese L\u00f6sung hat nur den Sch\u00f6nheitsfehler, dass die Elektrolyseanlagen bei viel Wind eine unglaubliche Leistung aufnehmen m\u00fcssen. Die Maximalleistung der Anlagen muss in dem hier durchgerechneten Fall onshore 3.41 mal gr\u00f6\u00dfer sein als die Leistung, die die Kombination Windrad-Kraftwerk ins Netz liefert, wird im Mittel aber nur zu 16,8\u00a0% ausgelastet. W\u00fcrde der Windstrom nur an Land erzeugt, w\u00e4re eine Spitzenleistung von 109,3\u00a0GW erforderlich, was die Sache wohl total unrealistisch macht.<br \/>\nBei Offshorebetrieb sind die Verh\u00e4ltnisse wesentlich g\u00fcnstiger, da dann nur noch 76,1\u00a0% der Gesamtleistung von der Elektrolyseanlage verdaut werden m\u00fcssen, bei einer Auslastung von 41,3\u00a0%. Bei totaler Erzeugung offshore, die ja nicht realistisch ist, w\u00e4ren das 13,2\u00a0GW.<br \/>\nF\u00fcr die Investitionskosten der Elektrolyseanlage findet man auf Internet-Seiten der Firma ENERTRAG Werte von 800-1500 EURO\/kW und die Prognose, dass die Kosten auf &lt; 500 EURO\/kW sinken k\u00f6nnten. Selbst bei letzteren Werten m\u00fcsste man pro Windrad ca. 1.2 Millionen nur f\u00fcr die Elektrolyse investieren, wollte man die Abregelung der Anlage vermeiden. Kosten f\u00fcr die Methanisierung, Zwischenspeicherung, Kompressoren, Geb\u00e4ude usw. sind dabei noch gar nicht ber\u00fccksichtigt. Realisieren lie\u00dfe sich so etwas wohl nur in riesigen zentralen Anlagen, aber man kann voraussehen, dass die zus\u00e4tzlichen Investitionskosten in die Gr\u00f6\u00dfenordnung derer der Windr\u00e4der kommen und die Stromgestehungskosten entsprechend erh\u00f6hen werden.<br \/>\nSchlie\u00dflich stellt sich die Frage, ob die Elektrolyseanlagen bei den schwankenden Betriebsbedingungen \u00fcberhaupt richtig arbeiten. Der Sabatier-Prozess k\u00f6nnte bei Zwischenspeicherung des Wasserstoffs kontinuierlich laufen.<br \/>\nDa bedingt durch die Schwierigkeiten mit der Offshore-Technologie, es wohl ganz \u00fcberwiegend bei Anlagen an Land bleiben wird, und selbst die g\u00fcnstigere Offshore-Version enorme Kosten erzeugen w\u00fcrde, wird der Idealzustand wohl mal nur wieder in den K\u00f6pfen der Ideologen erreicht.<\/p>\n<h2>Windkraft konkurrenzf\u00e4hig?<\/h2>\n<p>Von interessierter Seite wird gerne verbreitet, dass die erneuerbaren Energien die Wahl der Zukunft seien, da Wind und Sonne ja im Gegensatz zu fossilen Brennstoffen umsonst und unbegrenzt zur Verf\u00fcgung st\u00fcnden, und die Subventionierung nur notwendig sei, bis diese Form der Energiegewinnung konkurrenzf\u00e4hig sei. Typisch f\u00fcr diesen Optimismus ist [13], eine Studie des Fraunhofer Instituts ISE, in der behauptet wird, dass an guten Pl\u00e4tzen die Windkraft schon heute wettbewerbsf\u00e4hig sei, und in der gar von einer hohen Wettbewerbsf\u00e4higkeit gegen\u00fcber konventioneller Stromerzeugung die Rede ist. Eine solche Aussage eines renommierten Instituts wird dann allerorts gebetsm\u00fchlenartig wiederholt.<br \/>\nBei n\u00e4herem Hinsehen f\u00e4llt auf, dass f\u00fcr die Kosten der Windenergie an Land, die ja weitestgehend durch die Investitionskosten bestimmt werden, davon ausgegangen wird, dass der Anteil des Fremdkapitals von 70\u00a0% mit einem Zinssatz von 4,5\u00a0% von der staatlichen KfW oder \u00e4hnlichen F\u00f6rderinstitutionen stammt, das Eigenkapital jedoch mit 9\u00a0% Verzinsung angesetzt wird. Das ist doch nichts anderes als eine verdeckte Subventionierung! Da wird auch mit keinem Wort erw\u00e4hnt, dass man bei einem hohen Anteil erneuerbarer Energien die Windr\u00e4der abregeln muss. Geht man von einem \u00d6ko-Grad von auch nur 60\u00a0% aus, so kann man wegen der Abregelung laut Tabelle 1 mal gerade 47\u00a0% der Leistung einer nicht abgeregelten Anlage nutzen. Das w\u00fcrde allein den Strompreis mehr als verdoppeln. Schlie\u00dflich m\u00fcsste man auch entsprechend dem Prozentsatz, den Wind- und Solarenergie an der Stromerzeugung haben, diesen Techniken den entsprechenden Anteil der Kosten des nach wie vor notwendigen konventionellen Kraftwerkparks auf die Rechnung schreiben. Den braucht man dann doch nur noch wegen der T\u00fccken von Wind- und Solarenergie! Nicht anders ist es mit den zu bauenden Stromtrassen, die bei am Bedarfsort gebauten Kraftwerken \u00fcberfl\u00fcssig w\u00e4ren.<br \/>\nIn den USA [2] geht man davon aus, dass Windstrom 3,3 mal teurer ist als Kohlestrom und Offshore- 2,44 mal teurer als Onshore-Windstrom! Dass die Windenergie dort nicht konkurrenzf\u00e4hig ist, sieht man schon daran, dass nachdem die US-Regierung die F\u00f6rderung mit der Gie\u00dfkanne eingestellt hat, die Windm\u00fcller dort reihenweise pleitegehen [14].<br \/>\nDie erneuerbaren Energien werden bei uns sch\u00f6n gelogen! Gilt mittlerweile selbst in staatlichen Forschungseinrichtungen &#8222;Des Brot ich esse, des Lied ich singe&#8220;?<\/p>\n<h2>Politische Hindernisse<\/h2>\n<p>Professor Hans-Werner Sinn vom Ifo-Institut hat darauf hingewiesen, dass w\u00e4hrend die Leitungen in Nord-S\u00fcd-Richtung nur schleppend entstehen, die Leitungen in Ost-West-Richtung wohl auch ohne Zutun unserer Regierung kommen werden. Wenn die Subventionen ausgelaufen sind und echte Marktpreise entstehen, wird, solange wir in der EU sind, niemand unsere Nachbarl\u00e4nder daran hindern k\u00f6nnen, ihren billigeren Strom bei uns anzubieten. Das d\u00fcrfte der einheimischen Elektrizit\u00e4tswirtschaft vermutlich schlecht bekommen.<br \/>\nZus\u00e4tzliches Ungemach droht aus Br\u00fcssel, wo man in den Verg\u00fcnstigungen des EEG-Gesetzes und der Netzumlagen f\u00fcr energieintensive Unternehmen eine unzul\u00e4ssige Beeintr\u00e4chtigung des Wettbewerbes sieht [15]. Die Missst\u00e4nde sind ja auch offensichtlich, wenn selbst Golfklubs von dieser Regelung profitieren und der B\u00fcrger das bezahlen muss. Sollten diese Regelungen gekippt werden, droht ein Exodus ganzer Industriezweige, die wirklich viel Energie ben\u00f6tigen und in internationaler Konkurrenz stehen, wie Eisen-, Aluminium-, Kupfer- und Chemieindustrie, und der EEG-Spuk w\u00e4re wohl recht bald vorbei.<\/p>\n<h2>Solarenergie<\/h2>\n<p>Bei der Sonnenenergie ist zwischen thermischer und photovoltaischer Nutzung zu unterscheiden. Thermische Kollektoren auf den D\u00e4chern von Eigenheimen machen Sinn, da sie keiner Regelung bed\u00fcrfen und eventuell neben Warmwasserbereitung auch die Heizkosten reduzieren k\u00f6nnen.<br \/>\nDie Photovoltaik f\u00fchrt hingegen zu den gleichen Problemen wie der Wind, sogar noch in einem verst\u00e4rkten Ma\u00dfe, was der B\u00fcrger nat\u00fcrlich nicht erf\u00e4hrt.<br \/>\nRegierungsnahes Zentralorgan f\u00fcr die Sch\u00f6nrednerei der Photovoltaik ist mal wieder das Fraunhofer-Institut ISE. In der Studie [16] wird zun\u00e4chst mit Wortklauberei der Subventionscharakter der EEG-Umlagen bestritten, eine Subvention stamme aus Steuermitteln, dies sei eine Zwangsumlage einer anderen Organisation. Als ob es f\u00fcr den B\u00fcrger einen Unterschied macht, wer ihm zwangsweise das Geld aus der Tasche zieht und weitgehend vergeudet!<br \/>\nAuf S.20 wird aber der Umstand, dass die verdeckten und kaum zu beziffernden Folgen anderer Energieerzeugungsarten, wie die Luftverschmutzung oder das Risiko der Kernenergie, von der Allgemeinheit getragen werden, als Subvention bezeichnet. Konsequent!<br \/>\nLaut Wikipedia waren 2012 in Deutschland Photovoltaikanlagen mit einer Nennleistung von 32,7\u00a0GW installiert, die 28,0 TWh = 3,2 GWY Energie lieferten. Die Photovoltaikanlagen erreichen im Mittel also nur 9,8\u00a0% ihrer Nennleistung. Da nachts solare Energie entf\u00e4llt und folglich auch keine Regelleistung daf\u00fcr vorgehalten werden muss, erscheint es sinnvoll, die Photovoltaik und ihr gedachtes paralleles Kraftwerk als nur halbtags eingeschaltet zu betrachten, daf\u00fcr aber mit einem \u00d6ko-Grad von 19,6\u00a0%.<br \/>\nDas entspricht 1713 Volllaststunden, ein Wert, der bei Windkraftanlagen als d\u00fcrftig gilt. Entsprechend stark wirkt sich die Reduzierung des \u00d6ko-Grades durch den Teillastbetrieb des parallelen Kraftwerkes aus. Aus der angegebenen Formel folgt, dass bei 20\u00a0% \u00d6kograd ein \u03b1 = 1,125 eine Reduktion auf die H\u00e4lfte bewirkt und bei \u03b1 = 1,25 der wahre \u00d6kograd auf null geht. Eine Reduktion des Wirkungsgrades eines fossilen Kraftwerkes durch Teillastbetrieb um 12,5\u00a0% ist keineswegs unwahrscheinlich, d.h., der \u00f6kologische Nutzen der riesigen Investitionen ist \u00e4u\u00dferst d\u00fcrftig. Die Rechnung ist auch rein anschaulich gut zu verstehen. Wenn die Photovoltaikanlage im Mittel nur 19,6\u00a0% einer erforderlichen Energie liefert, muss f\u00fcr die fehlenden 80,4\u00a0% ein anderes Kraftwerk einspringen. Bei einer nur geringf\u00fcgigen Verschlechterung dessen Wirkungsgrades durch Teillast wird der geringe Beitrag der Solaranlage schnell aufgezehrt.<br \/>\nDiesen Effekt kann man genau wie bei den Windr\u00e4dern nur durch eine Erh\u00f6hung der Zahl der Anlagen reduzieren, was dann nat\u00fcrlich auch Abregelung erfordert, und angesichts der zugesagten Verg\u00fctungen zu unglaublichen Kosten f\u00fchren wird. Dieser Zustand wird bei 32,7\u00a0GW installierter Leistung und einem mittleren Verbrauch von etwa 70\u00a0GW aber noch nicht erreicht, und da Starkwind meist mit schlechtem Wetter verbunden ist, werden Wind- und Solarenergie sich bei Beanspruchung der Regelleistung auch selten in die Quere kommen. Das kann aber nur hei\u00dfen, dass der \u00f6kologische und wirtschaftliche Nutzen der Photovoltaik im h\u00f6chsten Ma\u00dfe fragw\u00fcrdig ist.<br \/>\nDiese Verh\u00e4ltnisse werden nat\u00fcrlich nicht dargelegt. Stattdessen bem\u00e4ngelt man die zu hohe Stromproduktion konventioneller Kraftwerke, da diese sich nicht gen\u00fcgend drosseln lie\u00dfen. Man hat offensichtlich v\u00f6llig verdr\u00e4ngt, dass diese Kraftwerke mit erheblicher Leistung in Betrieb sein m\u00fcssen, um jederzeit in beiden Richtungen Regelleistung f\u00fcr Photovoltaik und Windenergie zur Verf\u00fcgung stellen zu k\u00f6nnen.<br \/>\nDie neueste an Sinnlosigkeit kaum zu \u00fcberbietende Ma\u00dfnahme unserer Regierung, die auch in der Studie empfohlen wird, ist der Einsatz von Batteriespeichern f\u00fcr Solarstrom. Es wird die Investition von auf dem Markt befindlichen Speicheranlagen, die mit Blei-Gel-Akkumulatoren arbeiten, mit 30\u00a0% gef\u00f6rdert, insgesamt mit 50 Millionen EURO. Eine 12V\/200Ah Gelbatterie kostet um die 500 EURO und hat bei einer 50 % Entladung nach Angaben der Hersteller eine Lebensdauer von etwa 1000 Zyklen. Das ergibt allein durch die Kosten der Batterie einen Zusatzpreis f\u00fcr die Speicherung von 0,42 EURO\/kWh, wobei diverse andere notwendige Ausr\u00fcstung, wie z.B. Wechselrichter, sowie die Verzinsung des Kapitals und der Wirkungsgrad der Speicherung noch nicht einmal ber\u00fccksichtigt wurden. Geld spielt offensichtlich keine Rolle, zumindest wenn es das anderer Leute ist!<br \/>\nWenn man dann auf S. 45 Zielvorgaben f\u00fcr 2040-2050 liest, in denen von W\u00e4rmeversorgung und Verkehr ganz auf Basis erneuerbarer Energien, Speicherung in Batterien sowie EE-Gas und null Verbrauch fossiler Energien die Rede ist, dann beschleicht einen der Verdacht, dass den Autoren jeder Realit\u00e4tsbezug abhandengekommen ist!<\/p>\n<h2>Andere erneuerbare Energien.<\/h2>\n<p>Der Anteil der Wasserkraft an der Stromerzeugung in Deutschland von 3,4\u00a0% (2012) l\u00e4sst sich kaum noch ausbauen, da die geologischen Voraussetzungen dazu fehlen.<br \/>\nDer Stromerzeugung aus Biomasse ist eine prinzipielle Grenze gesetzt, da Pflanzen die Sonnenenergie nur mit einem Wirkungsgrad von etwa 1\u00a0% umsetzen (Photovoltaik 20\u00a0%) und die Anbaufl\u00e4chen begrenzt sind. Mit 5,8\u00a0% (2012) ist der Anteil an der Stromerzeugung zwar recht erheblich, allerdings ist er mit allerhand Problemen verbunden, die kaum im Sinne unserer \u00d6kologen sein d\u00fcrften.<br \/>\nF\u00fcr diverse Arten von Holzheizung (Pellets, Hackschnitzel) wird heute h\u00e4ufig alles aus den W\u00e4ldern geholt, was fr\u00fcher in einem geschlossenen Kreislauf Humus bildete und dabei erhebliche Mengen Kohlenstoff langfristig band. Forstfachleute weisen auf die damit verbundene Verarmung der B\u00f6den hin, die den B\u00e4umen schadet, und auf die Beeintr\u00e4chtigung der Tierwelt, die h\u00e4ufig auf Altholz und Humus angewiesen ist [17]. Wenn man dann von offizieller Seite an tropische L\u00e4nder gerichtete Aufforderungen h\u00f6rt, zum Schutz des Klimas die Regenw\u00e4lder zu erhalten, kann man wohl nur von Heuchelei sprechen und raten, im eigenen Land damit anzufangen!<br \/>\nDer agroindustrielle Anbau von Energiepflanzen wie R\u00fcben, Raps und Mais erfordert den Einsatz von Treibstoff, Kunstd\u00fcnger und Pflanzenschutzmitteln. Stickstoffd\u00fcnger ger\u00e4t dabei ins Grundwasser und setzt au\u00dferdem Lachgas frei, das im Vergleich zu CO2 eine um den Faktor 300 gr\u00f6\u00dfere Klimawirkung entfaltet. Der Chemie-Nobelpreistr\u00e4ger Paul Crutzen stellt allen Bio-Treibstoffen bis auf Ethanol aus Zuckerrohr, das nicht k\u00fcnstlich ged\u00fcngt wird, bei uns aber uninteressant ist, ein vernichtendes Urteil aus.<br \/>\nEin weiteres Problem ergibt sich f\u00fcr die Tierwelt, die mit den sich ausbreitenden Monokulturen h\u00e4ufig nicht zurechtkommt.<br \/>\nDie Nutzung von Weizen und Mais zur Treibstofferzeugung hat zudem einen unmoralischen Beigeschmack, da dadurch weltweit die Preise f\u00fcr Nahrungsmittel steigen und Hungerkatastrophen gef\u00f6rdert werden. Das best\u00e4tigt selbst die Weltbank!<br \/>\nMan lese zum Thema der Bio-Kraftstoffe eine in FOCUS erschienene Serie [18], die einen guten \u00dcberblick liefert. Es kann die Problematik hier nicht ersch\u00f6pfend dargestellt werden, aber man sollte doch erkennen k\u00f6nnen, dass die Versprechungen unserer gr\u00fcnen Ideologen wohl kaum die L\u00f6sung des Problems sind.<\/p>\n<h2>Nicht bezifferbare Kosten.<\/h2>\n<p>\u00d6konomen pflegen in EURO zu rechnen, aber es gibt auch Beeintr\u00e4chtigungen der Lebensqualit\u00e4t, die nicht zu berechnen sind. Die Verspargelung der Landschaft mit Windr\u00e4dern und die neu zu bauenden Stromtrassen sto\u00dfen jetzt schon auf erheblichen Widerstand in der Bev\u00f6lkerung. Manch ein ansehnliches Eigenheim wurde schon durch Windr\u00e4der in der N\u00e4he, die mit L\u00e4rm und Schattenwurf zur Bel\u00e4stigung werden k\u00f6nnen, in seinem Wert enorm reduziert oder gar unverk\u00e4uflich. Nun ist neuerdings von 60000 zus\u00e4tzlichen Windr\u00e4dern die Rede, bis Ende 2012 waren es ca. 23000 meist kleineren Kalibers. Das wird nicht nur zu erheblichen Akzeptanzproblemen f\u00fchren, sondern ist, wie oben gezeigt, auch noch v\u00f6llig sinnlos, da die guten Pl\u00e4tze im Norden schon vergeben sind und die schlechteren im S\u00fcden kaum noch \u00f6kologischen Nutzen bringen. Die Kosten und die Probleme mit Offshore-Anlagen sind zwar ein Vielfaches derer mit Onshore-Anlagen, der \u00f6kologische Nutzen allerdings auch.<br \/>\nEinige Bundesl\u00e4nder gehen dazu \u00fcber, die Aufstellung von Windr\u00e4dern in W\u00e4ldern zu genehmigen. Um die Monster \u00fcberhaupt aufstellen zu k\u00f6nnen, m\u00fcssen gewaltige Schneisen f\u00fcr Schwertransporter und Kr\u00e4ne in den Wald geschlagen werden. Das passt zur intensivierten Holznutzung und zu Monokulturen. Ist die Organisation der Energiewende ein einziges Debakel, geht man doch bei der Ruinierung von Landschaft und Lebensraum gezielt und konsequent vor!<\/p>\n<h1>Fazit<\/h1>\n<p>Es d\u00fcrfte wohl hinreichend belegt sein, dass die Energiewende v\u00f6llig unwirtschaftlich ist und sich aus technischen Gr\u00fcnden im geplanten Umfang gar nicht realisieren l\u00e4sst. Selbst eine im Zusammenhang mit dem CO2-Lizenzhandel erstellte Studie des Wissenschaftlichen Beirats des Bundeswirtschaftsministeriums erkl\u00e4rte die F\u00f6rderung der erneuerbaren Energien, wie Windkraft und Solarstrom, zu einem &#8222;\u00f6kologisch nutzlosen, aber volkswirtschaftlich teuren Instrument, das konsequenterweise abgeschafft werden m\u00fcsste&#8220;!<br \/>\nMan sollte meinen, dass unsere Politiker das inzwischen auch wissen. Wenn dann einige Volksvertreter immer noch t\u00f6nen, Deutschland sei der Vorreiter einer neuen Technologie, die sich durchsetzen werde, so ist das unaufrichtiges hohles Geschw\u00e4tz. Wie sich inzwischen erwiesen hat, macht aus guten Gr\u00fcnden kein anderes Land diesen Wahnsinn nach, k\u00f6nnte es h\u00e4ufig nicht einmal, da die Windverh\u00e4ltnisse in vielen L\u00e4ndern es gar nicht erlauben. Man sehe sich dazu nur einmal Windkarten von Europa an [19], schon Spanien und Italien k\u00f6nnten es nicht mangels geeigneter Standorte.<br \/>\nDer eingangs erw\u00e4hnte Experte Bj\u00f8rn Lomborg hat also wohl recht, wenn er vorrechnet, Deutschland erreiche mit einem Aufwand von Hunderten von Milliarden EURO gerade mal eine Verz\u00f6gerung der Klimakatastrophe um wenige Tage.<br \/>\nStellt sich die Frage, warum unsere Politiker dann so handeln. Bei den Gr\u00fcnen ist es klar, ist doch die Atomhysterie wesentlicher Teil ihres Programms, ja geradezu ein quasireligi\u00f6ses Dogma. Bevor das aufgegeben wird, w\u00fcrde der Papst aus der Kirche austreten! Unsere Kanzlerin ist da schon wesentlich flexibler, vertrat sie doch noch wenige Tage vor Fukushima die Laufzeitverl\u00e4ngerung der Atomkraftwerke. Sie hat wohl schnell erkannt, dass die Ereignisse in Fukushima ihren Atomkurs torpedieren werden und es ratsam ist, auf den fahrenden Zug aufzuspringen. Es ist kaum zu glauben, dass sie als Physikerin nach Three Mile Island und Tschernobyl von den Gefahren der Kernenergie wirklich \u00fcberrascht wurde, war doch bald klar, dass in Fukushima keine unvorhersehbaren Dinge passierten, sondern die Sicherheitsma\u00dfnahmen gegen zu erwartende Tsunamis str\u00e4flich vernachl\u00e4ssigt worden sind. Ihr Minister Br\u00fcderle war da schon ehrlicher, als er am 23.03.2011 vor Industrievertretern zugab, dass es sich bei dem Moratorium nach dem Unfall um Wahlkampf-Taktik gehandelt habe [Wikipedia\/Laufzeitverl\u00e4ngerung deutscher Atomkraftwerke]. Entsprechend gr\u00fcndlich d\u00fcrfte die Planung der Energiewende gewesen sein. Wesentliche Ziele, wie 80\u00a0% \u00d6ko-Grad, hat man vermutlich nie auf ihre Machbarkeit \u00fcberpr\u00fcft.<br \/>\nDie weltweit getroffenen Ma\u00dfnahmen zur Verringerung der Emission von Klimagasen reichen nicht im entferntesten, um die Klimakatastrophe zu vermeiden. Bereits 2006 hielten namhafte Wissenschaftler die Katastrophe f\u00fcr kaum noch abwendbar [20]. Wie eingangs bereits dargelegt, lassen sich die erforderlichen Ma\u00dfnahmen international nicht erzwingen, sondern die einzige Chance, das Unheil noch abzuwenden, besteht darin, dass die technisch dazu bef\u00e4higten Staaten eine klimaneutrale Energiequelle entwickeln, die Strom zu gleichen oder gar niedrigeren Preisen erzeugen kann, wie ein Kohlekraftwerk. Dass die erneuerbaren Energien dies leisten k\u00f6nnen, ist oben wohl hinreichend widerlegt. Das glaubt weltweit au\u00dfer unseren \u00d6ko-Ideologen kein Fachmann. Nach heutigem Stand der Technik besteht nur beim sogenannten Fl\u00fcssigsalzreaktor daf\u00fcr eine reale Chance, die allerdings in der politischen Diskussion bei uns aus ideologischen Gr\u00fcnden systematisch totgeschwiegen wird. Dass selbst die nicht gerade kleinen Beraterst\u00e4be unserer Politiker davon noch nichts geh\u00f6rt haben sollten, ist unvorstellbar. Unsere Ideologen ziehen einen weltweiten Klima-GAU einer unvoreingenommenen Beurteilung der Kernenergie offensichtlich als das kleinere \u00dcbel vor!<\/p>\n<h1><\/h1>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nirgendwo au\u00dfer vielleicht im Bereich Klima wird mehr gelogen als zum Thema &#8222;erneuerbare Energie&#8220;. 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