Gilets jaunes

Die Gilets jaunes räumen derzeit Frankreich auf. Ein baldiges Ende ist wohl kaum in Sicht, denn die Reaktion des Präsidenten und die Aktionen der Polizei gegenüber den Demonstranten

deren Umgang mit Schülern auch ohne Weiteres in jeden KZ-Film gepasst hätte, stachelt eher auf als dass so was beruhigend wirkt.

In Frankreich hängen sich anscheinend nun die ersten Gewerkschaften an die Demonstrationen an. Noch halten sich die französischen Bauern zurück. Wenn die mit einsteigen, dürfte in Frankreich nichts mehr gehen. Inzwischen ist die Demo-Welle nach Belgien übergeschwappt und hat inzwischen auch die Niederlande erreicht. Mit Groningen fehlen nur noch 118 Autobahnkilometer bis zu mir.

Das Erstaunliche an der Sache ist weniger, dass in anderen Ländern ebenfalls Proteste stattfinden, das Erstaunliche ist eher, dass es hier noch ruhig ist. Denn vergleichsweise geht es hier vielen Leuten nicht besser. Der Unterschied zu anderen Demonstrationen ist, dass es nicht um ein bestimmtes Thema geht, sondern um eine allgemeine Unzufriedenheit mit dem, was die „Mischpoke da oben“ tagtäglich veranstaltet. Wird hier eine Kandel-Demo durchgeführt, erscheinen ein paar Leute, die sich an der Ausländerpolitik stören, sowie ein paar Antifanten, die mit Billigung von Politik und Medien auf die „Rechten“ einprügeln. Bei „Gilet jaunes“ wären aber beide nebeneinander auf der Straße, die einen wegen der Ausländerpolitik, die anderen wegen G20, und würden nicht aufeinander einschlagen, sondern Front gegen die Eliten machen, wie es so schön heißt. Daneben wären noch ein paar, die für einen schnelleren CO2-Ausstieg wegen des Klimas wären, Hand in Hand mit anderen, die den Klimahype für völligen Blödsinn halten.

Auf den Punkt gebracht: die Eliten haben vollständig das Vertrauen verloren. Auf der einen Seite, weil sie das „niedere“ Volk mehr und mehr für fragwürdige Ziele ausplündern,

auf der anderen Seite, weil sie eine Mordspanik veranstalten, ohne die Lösungen liefern zu können (Klimawandel, Diesel, …). Inzwischen hat wohl fast jeder ein Hühnchen mit dem Polit- und Medienvolk zu rupfen.

[Übersetzung des Videos: Frage an Macrons Vorgänger Hollande „Ist Macron ein Präsident der Reichen?“. Antwort: „Nein! … Er ist der Präsident der Superreichen!“]

In Frankreich sind – unabhängig von irgendwelchen Wahlergebnissen, auf die sich Politik und Medien gerne berufen – mindestens 75% der Bevölkerung „Gilets jaunes“. Wie viele würden es wohl letztlich hier in der BRD sein?

Wie kommen die Eliten aus der Nummer wieder raus? Nächstes Jahr ist EU-Wahl. Möglicherweise sind die Gilets jaunes der Anfang vom Ende der EU in ihrer derzeitigen Form. Ob es die Zombies in Paris, Brüssel, Amsterdam und Berlin hinbekommen, die EU in eine anderen Form zu bringen, bezweifle ich. Eher kommt es wohl zum EUXIT.

Ein Gedanke zu „Gilets jaunes

  1. Wer alles will, bekommt nichts. Offene Grenzen, Euro und Migration nützen nur den Eliten, sie verdienen daran prächtig. Die Politik setzte alle Wünsche der internationalen Wirtschaftseliten um, sie bekamen ihre Gewinne. Doch die Völker hatten wenig von den Gewinnen der Eliten, dass Ergebnis zeigt jetzt Frankreich. Keine offenen Grenzen, kein Euro und keine Armutseinwanderung; stattdessen eine beibehaltene EWG mit eigenen Währungen der europäischen Staaten. Es würde den Menschen in Europa voraussichtlich besser ergehen, weil die Leistungsfähigkeit eines Staates an der Währung gekoppelt ist. Allerdings wären die Gewinne der internationalen Eliten erheblich geringer. Aufstände in Deutschland sind jedoch erst dann zu erwarten, wenn der Staat nicht mehr in der Lage ist die Migration ausreichend zu versorgen. Die Aufstände kommen dann nicht von der restdeutschen Bevölkerung, sondern aus der Migration heraus.

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