„10.000-de von vorzeitigen Todefällen jährlich“

„durch zu hohe Wasserkonzentration!

Immer wieder werden leblose Menschen am Meer, an Seen und Flüssen, selbst großen Pfützen und Badewannen gefunden. Wie das den Grünen nahestende Ökoinstitut nachweisen konnte, könnten diese Todesfälle verhindert werden. Wasser in zu hohen Konzentrationen kann die Athmung beeinträchtigen und um Extremfall zum Tode führen. Wir fordern daher eine gesetzliche Beschränkung der Konzentration von Wasser in Meeren, Seen, Flüssen usw. auf ein gesundheitlich zuträgliches Maaß! Unterstützt unsere Petition!“

Schwachsinn? Der Fall sicherlich, die dahinter stehende Geisteshaltung ist aber leider Standard bei allen Politikern und Journalisten.

Die Schlagzeile kennt jeder im Zusammenhang mit Dieselfahrzeugen. Solche Zahlen stehen in vermeintlich seriösen Zeitschriften wie „Nature“ oder „Science“. Und sie sind nicht nur falsch, es handelt sich um glatte Lügen. Das Fatale an diesen Lügen: sie sind nicht mehr aus der Welt zu bringen. Eigentlich sollte man das nicht vermuten, da es sich um naturwissenschaftliche Daten handelt, und die kann man mathematisch widerlegen. Kann man aber nicht! Verantwortlich ist das heutige Wissenschaftssystem.

Seriöse Artikel werden in seriösen Zeitschriften wie den angesprochenen veröffentlicht. Ein Artikel wird dazu zunächst von so genannten Peers abgeklopft, und erst wenn die sich überzeugt haben, dass der Inhalt seriös ist, wird er tatsächlich gedruckt. Natürlich bieten solche Zeitschriften auch Raum für Diskussion: wer nicht einverstanden ist, kann einen Brief an die Redaktion schreiben, der dann abgedruckt wird – wenn der Redakteur es zulässt.

So berichtet die ZEIT von einem international anerkannten Wissenschaftler (ja, nicht irgendwer, tatsächlich durch solche Zeitschriften anerkannt), der gegen den Zahlenblödsinn Einspruch erhob, natürlich naturwissenschaftlich-mathematisch untermauert. Laut seinen Ausführungen lassen sich solche Schlussfolgerungen gar nicht ziehen, weil hinreichendes Datenmaterial nicht vorliegt. Man könne nur aufgrund hypothetischer Modelle, die nicht mit der Realität zu tun haben, herumrechnen und käme dann auf 35 Minuten Lebenszeitverkürzung (was für mich als Mathematiker eher ein Rundungsfehler ist), also auf nichts, was irgendwie belastbar ist. Ergebnis: der Redakteur veröffentlichte den Brief entgegen den normalen wissenschaftlichen Regeln nicht, sondern empfahl eine direkte Diskussion mit dem Autor, und der war natürlich nicht zu sprechen.

Nun, ja, soll doch der Kritiker einen eigenen Gegenartikel verfassen! Hört sich schön an, geht aber auch nicht. Der landet nämlich bei den Peers, die der Redakteur nach eigenem Belieben auswählt, und die stellen fest, dass der Artikel einem bereits veröffentlichtem seriösen Artikel widerspricht und folglich unseriös ist, und schon ist die Veröffentlichung gestorben. Man bekommt diese Zahlen nicht mehr weg, denn wenn der Kritiker außerhalb der seriösen Zeitschriften veröffentlicht, macht er sich automatisch unseriös.

Das Spiel geht noch in einem viel größeren Maßstab, nämlich dem Klima. Die Filtermechanismen wirken hier noch viel stärker, denn selbst gestandene Nobelpreisträger der Naturwissenschaften werden kurzerhand wegzensiert, wenn sie der gängigen Ideologie widersprechen. Übrig bleiben die Lügen oder Hirngespinste. Im Grund sind seriöse Zeitschriften wie Nature oder Science auf bestimmten Gebieten nicht seriöser als ein Blättchen, das von der Entführung irgendwelcher Hinterwälder durch Außerirdische berichtet.

Ein anderes solche Fake-Karoussel ist der Glyphosat-Hype. Glyphosat ist krebserregend – allerdings nur unter Bedingungen, die in der Realität (zumindest hier) nicht eintreten. Zunächst braucht man Mäuse von speziellen Stämmen, die schon Krebs bekommen, wenn man zu laut hustet. Und wenn man die regelmäßig in Glyphosat badet, bekommen sie Krebs (könnte aber auch sein, dass das Zeug einfach zu heiß oder zu kalt war). Kurzum, Glyphosat muss verboten werden, weil man ja täglich damit in Berührung kommt.

Dazu müssten die Pflanzen aber erst einmal in Kontakt mit Glyphosat kommen. Dummerweise bringt Glyphosat die Pflanzen um, weshalb in den USA genveränderte Pflanzen gezüchtet wurden, die resistent sind. In den USA hat man tatsächlich Probleme mit Glyphosat, aber nicht, weil das Zeug krebserregend ist, sondern die Gene auf andere Pflanzen überspringen, die dann ebenfalls resistent sind, und da liegt das Glyphosat-Problem. Gentechnisch veränderte Pflanzen sind in Europa aber nicht zugelassen, d.h. die Bauern hier behandeln nur die Zwischensaat der Gründüngung mit Glyphosat. Was geerntet wird, hatte nie Kontakt zu Glyphosat, höchstens zu anderen Agrarchemikalien, z.B. gegen Rostpilze (was zum Glück noch nicht auf dem Schirm der Grünen gelandet ist).

Außerdem sind die Mengen pro Fläche hier wesentlich geringer als andernorts, Tendenz stark abnehmed. Die moderne Technik macht es nämlich möglich, nahezu jede Pflanze an absehbarer Zeit individuell zu „behandeln“. Sensoren erkennen das Unkraut XYZ und spritzen (oder hacken gar mechanisch) selektiv die betreffende Pflanze mit spezifischen Mitteln. Es wird weniger gespritzt und auch selektiver.

Leider heißt die gängige Vorgehensweise auch hier „Augen fest zu, alles ignorieren und erst mal verbieten“. Sinnvolle Informationen kommen gar nicht erst vor.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.