Klima: worüber geschwiegen wird

In der Klimafrage wird immer so getan, als müssten alle nur ein wenig weniger CO2 produzieren, und schon wäre alles in Ordnung. Allerdings passt diese Aussage nicht zu den Modellen der Klimaleute.

Das Klimamodell der 2°-Erwärmung funktioniert nämlich selbst dann nicht, wenn es möglich wäre, in den nächsten Jahren überhaupt kein CO2 mehr auszustoßen. Überhaupt heißt das, was es ausdrückt: keine Kohle- oder Gaskraftwerke mehr, kein Heizen mit Gas oder Öl, kein Straßenverkehr (außer Fahrrädern), kein Flugverkehr, kein Schiffsverkehr (außer Segler), überhaupt nichts, was irgendwie fossile Energie verbraucht. Nach den Berechnungen wäre es notwendig, der Athmosphäre in großem Umfang CO2 zu entziehen, d.h. eine Negativemission aufzubauen.

Schon heute wird darüber fabuliert, CO2 aus Kraftwerken aufzufangen und in ausgeschöpfte Gasbohrungen zu pumpen, nur damit es weg ist. Das wäre aber nur CO2-neutral, und die Bilanz sieht so aus, dass auf 4 Kraftwerke ein 5. zu bauen wäre, um die Energie für den Unfug zu liefern. Ersatzweise könnte man nach Vorstellungen der Klimaleute das CO2 auch im Ozean versenken, ungeachtet der Bedenken der Biologen (Übersäuerung der Ozeane) und der Geophysiker (Blow out von CO2). Aber was interessieren Klimaleute schon Wissenschaftler ernsthafter Fachgebiete?

Zurück zur Negativemission. Man muss sich die Dimensionen klar machen, in denen der Wahnsinn floriert: Ernsthaft diskutiert wird, Flächen mit schnell wachsenden Hölzern aufzuforsten und selbige anschließend in Spezialkraftwerken zu verbrennen, um das CO2 wie beschrieben aufzufangen und in die Erde zu pumpen. Abgesehen davon, dass Holz nicht nur Kohlenstoff enthält: „Flächen“ bedeutet ein Areal in der Größenordung der gesamten Europäischen Union!

Was bei diesem Klimageoforming herauskommt, kann man sich in kleinerem Maßstab schon heute anschauen: Öl in Diesel hat bereits zum großflächigen Verschwinden von Regenwäldern geführt, um dort Ölpalmenplantagen anzulegen, und Alkohl im Benzin war nicht zuletzt ein Auslöser des arabischen Frühlings, weil die Europäer im großen Maßstab Getreide angekauft haben, um Alkohol daraus zu destillieren. Klein, aber auch wider grüne Ideen sind Biogasanlagen, die ausgerechnet mit dem landwirtshaftlich ungünstigsten Getreide, dem Mais, gefüttert werden. Qualitätsmais, versteht sich, denn die Gasbakterien wollen konstante Versorgungsbedingungen. Die Holzwirtschaft für die Negativemission wäre vermutlich das gigantischste Umweltzerstörungsprogramm, dass die Menschheit je aufgelegt hat.

Natürlich geht es auch anders: Ebenfalls ernsthaft diskutiert wird das Ausbringen riesiger Mengen an Schwefeldioxid in die Athmosphäre, als Gegenpol zum CO2. Lokales Waldsterben durch sauren Regen haben wir inzwischen in den Griff bekommen, Klimaleute planen aber ernsthaft globale Verseuchung durch sauren Regen.

Klimaschutz hat durchaus das Zerstörungspotential eines thermonuklearen Krieges. Veilleicht entdecken die Spinner diese Option aber auch noch, Stichwort „nuklearer Winter“.

 

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