Die deutschen Energiepreise sind die höchsten der Welt

Meist wird die Schuld den Energiekonzernen und ihrer Gewinnsucht zugeschrieben. Die Tatsache: die Konzerne erhalten um den 10. Juli den ersten Euro für sich. Davor zahlt der Kunde ausschließlich an den Staat.

Alles, was im folgenden gesagt wird, ist keine Spekulation, sondern beweisbar. Hier finden Sie weitere Dokumente.

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Satte 52% des Strompreises sind staatliche Abgaben. Der Grund: ausschließlich ideologiegesteuerte Strategien, gepaart mit hemmungslosem Lügen der Politik. Zum Beispiel:

Strom ist teuer, weil die AKWs aus Profitsucht gebaut wurden und nun die Gesellschaft die Altlasten zu tragen hat.

Die Wahrheit: als die AKWs gebaut wurden, waren sämtliche Energieversorger nahezu ausschließlich in staatlichem Eigentum. Die Entscheidung für AKWs war eine politische, und die abhängigen Unternehmen hatten sie umzusetzen. In größerem Umfang beteiligt: die SPD, die nun gerne den Saubermann heraushängt. Unter Johannes Rau wurden 10 Mrd DM für den schnellen Brüter Kalkar (nur eines von mehreren Projekten) in den Sand gesetzt. Die Franzosen haben das gleiche Modell Super Phenix für 5 Mrd. gebaut und es funktioniert. Der Unterschied zwischen beiden Projekten besteht, wenn man damaligen Beteiligten glauben darf, in einer maßlos größeren SPD-Korruption als bei den Franzosen.

Bezüglich der Altlasten hat sich der Staat finanziell aus der Schlinge gewunden: er will zwar bis zum letzten i-Tüpfelchen alles vorschreiben, aber zahlen dürfen die Konzerne. Grüne Verantwortung eben: erst alles anleiern, und hinterher andere die Zeche bezahlen lassen.

Außerdem existieren andere Reaktortypen, die kaum Rückstände produzieren, keine Nachschibprobleme haben, GAU-sicher sind und auch vorhandene Rückstände verbrennen können. Andernorts beschäftigt man sich damit, in der BRD ist selbst die Forschung daran aus ideologischen Gründen verboten.

Wir müssen von fossilen Energieträgern weg.

Tatsache ist, dass Kohleverstromung zur politischen Vorgabe im 20. Jahrhundert gehörte. Das war schon damals unwirtschaftlich: eine Tonne deutscher Steinkohle kostete ca. 250 DM, eine Tonne Importkohle frei Duisburger Hafen ca. 80 DM. Kraftwerke wurden in großem Umfang gebaut, mit allen Nebenwirkungen wie beispielsweise beim Braunkohletagebau, bei dem man auch heute noch nicht von Zwangsenteignungen absteht. Man kann die Kraftwerke nicht abschalten, sonst gibt es gar keinen Strom mehr.

Erneuerbare Energien sind die Zukunft.

Nein, sind sie definitiv nicht. Das rechnen selbst Vertreter der Branche vor. Wir brauchen eine verbrausorientierte Produktion, erneuerbare Energien können aber nur produktionsorientierten Verbauch unterstützen. Sie eignen sich grundsätzlich nicht für unsere Gesellschaftsform und sind obendrein in mehrfacher Hinsicht wesentlich teurer als alles andere.

Wind- und Sonnenstrom haben Vorrang, d.h. konventionelle Kraftwerke müssen heruntergeregelt werden. Bislang ist noch kein einzigen konventionelles Kraftwerk definitiv vom Netz genommen worden, aber sie verursachen inzwischen mehr Kosten als Gewinn. Die Bilanzen der Unternehmen sprechen eine deutliche Sprache. Bislang waren Kostenausgleiche in den 52% Staatsanteil vorhanden, doch nun hat man das gestrichen, um die Unternehmen zu Preiserhöhungen zu zwingen und den scharzen Peter anderen unterzuschieben.

Betreiber von erneuerbaren Energieanlagen, etwa Solaranlagen auf dem Dach, profitieren aber auch nicht übermäßig von den überteuerten Preisen. Die Garantiepreise wurden so weit gesenkt, dass Privatbetreiber etwa auf +/- Null herauskommen. Die Kosten für den Wahnsinn tragen alle in Form zu hoher Preise.

Bei Offshore-Anlagen – der teuersten Produktionsmöglichkeit überhaupt – besteht noch das Problem, die Energie dorthin zu bekommen, wo sie benötigt wird. Kabeltrassen gibt es jedoch noch nicht. Ergebnis: auf Jahre hinaus darf der Stromkunde die Energie, die in den Offshore-Anlagen erzeugt werden könnte, aber von dort nicht wegtransportiert werden kann, bezahlen! Unternehmerisches Risiko: Null. Staatliche Planungskompetenz: eher unter Null. Und das ist noch nicht alles: noch nicht mal das, was man dort wegtransportieren kann, kann derzeit in der BRD verbraucht werden. Also bekommen es die Niederländer, und damit die das überhaupt abnehmen, bekommen sie pro kWh Geld. Richtig gelesen: die Niederländer bekommen Geld, um die Überkapazitäten des deutschen Wahnsinns zu verbrauchen.

Es werden aber auch neue, oder besser uralte Technologien gefördert wie Kraft-Wärme-Kopplung. Die wenigen Empfänger von Fernwärme profitieren aber preislich nicht davon, und alle zahlen kräftig, obwohl klar ist, dass nur sehr wenige davon profitieren können (vielleicht 2-3% der Verbraucher), wenn überhaupt. Wieder eine der teuersten und unwirtschaftlichsten Technologien.

Alle zahlen für den Umstieg.

Eine der größten Lügen, denn wer am Meisten verbraucht, müsste auch das Meiste zahlen. Gerade die Großverbraucher erhalten Sonderpreise, die von allen anderen, vorzugsweise von den Privatverbrauchern, bezahlt werden dürfen. Sie zahlen dafür, dass Konzerne zu Spottpreisen Strom bekommen.

Fazit

In der Energiepolitik wird so ziemlich alles gemacht, was Kosten verursacht und unwirtschaftlich ist, aber nichts, was pragmatisch auf eine langfristig günstige Versorgung und Umweltverträglichkeit hinausläuft. Deutschland spielt sich als Umweltengel Nr. 1 auf und bezieht Energie, die durch den Grüne-Energie-Wahnsinn nicht mehr zur Verfügung steht, aus ausländischen Dreckschleudern (in Österreich wurden sogar seit den 1970er Jahren stillgelegt Ölkraftwerke für Lastspitzen im Winter reaktiviert; in BW wird das modernste Gaskraftwerk der Welt wegen Unwirtschaftlichkeit stillgelegt). Alles zu Lasten des deutschen Bürgers, der dafür die höchsten Energiepreise der Welt zahlen darf.

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Anmerkung: die Abstimmung zu diesem Thema besteht aus Meinungs- und Technikfragen und lässt mehrere Antworten zu. Die nahezu völlige Ausklammerung der Technik bzw. des technischen Wissens in der gesellschaftlichen Meinungsbildung ist eines der Hauptprobleme.

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